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Scones Bites mit Knoblauchbutter und Cheddar- Vorsicht, herzhaft!

Schnell noch was herzhaftes für die Silvesterparty?

So langsam aber sicher backe ich mich durch Dan Lepards Short and Sweet .
Vor allem, wenn ich etwas herzhaftes backen möchte, werde ich darin zur Zeit eigentlich immer fündig.


Dieses Mal sollte es eine Abwechslung zu den allgegenwärtigen Käsemürbteigplätzchen geben, da ich davon ausging, dass meine Mitesserinnen (die Turngruppe) schon hundertfach gegessen hatten.


Und so fand ich die zugleich lockeren und mürben (ich wusste gar nicht, dass das geht) Scones.
Im Original in der Größe von Brötchen, bei mir viel kleiner, als Häppchen zum 1-2 mal Beißen zum Sekt.
Ganz frisch besonders unwiderstehlich und noch warm, wenn der geschmolzene Käse noch herausläuft hervorragend auch als Beilage zu einer Schüssel Suppe geeignet.
Sie schmecken nicht nur nach Knoblauch und Käse, Senfpulver (vom türkischen Lebensmittelhändler) und Cayennepfeffer sorgen für dezente Schärfe.

Und das beste daran: sie sind in weniger als 5 Minuten zusammengeknetet und im Ofen. Allerdings ist es wichtig, die Butter wirklich so in das Mehl zu reiben, bis keine Stückchen mehr sichtbar sind und anschließend nur noch kurz zu kneten (sonst werden sie nicht mürb, sondern zäh).
Außer Knoblauchallergie lasse ich keine Ausrede gelten, dieses Scones nicht nachzubacken.

Und wer keinen Cheddar hat muss nicht traurig sein, es eignet sich auch ein anderer kräftiger Käse, der gut schmilzt.

In meiner Variante erhaltet ihr etwa 48 Stück, je 3x3 cm groß.

Scones Bites mit Knoblauchbutter und Cheddar

 
100 g Mehl Type 405
100 g Roggenmehl (oder Vollkornmehl)
2 TL gemahlener Senf
1/4 TL Cayennepfeffer
2 TL Backpulver
1/2 TL Salz
1 TL brauner Zucker
1 Knoblauchzehe, zu feinem Mus zerdrückt
50 g Butter in 1 cm Würfel geschnitten
200 g Cheddar, gewürfelt
1 Ei
4 EL Naturjoghurt
 
Den Ofen auf 210°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
 
Sämtliche trockenen Zutaten sowie Knoblauch und Butter in eine Schüssel geben.
Die Butter zwischen beiden Händen in die Mehlmischung reiben, bis eine Art feine Streusel entsteht.
Den Cheddar grob untermischen.
Ei und Joghurt miteinander verrühren und zur Mehl-Käsemischung geben.
Zu einem weichen Teig kneten, aber nur so lange, bis die Mischung homogen aussieht.
 
Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und zu einem ungefähr 18 x 24 cm großen Rechteck ausdrücken.
 
Mit einem harten Teigspatel oder einem scharfen Messer in jeweils 3 x3 cm große Quadrate teilen.
 
Diese mit etwas Abstand auf das Backblech setzen und im Ofen in ungefähr 20 Minuten knusprig goldbraun ausbacken.




Gans herzliche Glückwünsche

Na, alle aus dem Zuckerkoma erwacht? Und nein, ich habe nicht eine plötzliche Rechtschreibschwäche entwickelt. Denn hier gratuliert die Gans ihrem Besitzer. Und als Geschenk hat sie einen besonderen Leckerbissen mitgebracht - ihre Lieblingsspeise und einer der Gründe, warum sie dort mit ein paar Artgenossen lustig durch den Garten wandern darf.

Und ich dachte mal, ihr habt sicher noch alle volle Bäuche von Weihnachten, da braucht es nicht schon wieder ein Rezept für Süßes;-)





Die Gans war als Deko für eine Torte zum 70. Geburtstag (Vorsicht, jetzt wird es kompliziert) des Mannes der Cousine meines Vaters gedacht, da meine Mutter zu den Feiern dort auch immer einen Kuchen mitbringt.

Leider wurden mir die Bilder etwas unscharf, was ich erst bemerkt habe, als die Gans schon ausgeflogen war.



Torte Ananas-Kokos-Schoko-Karamell - Ergebnis einer Küchenkatastrophe

Mein Weihnachtsgeschenk an Euch: Die Erkenntnis, dass auch in einer Bloggerküche nicht alles klappt ;-) und eine Aufmunterung, dass doch noch was Leckeres aus den größten Küchenkatastrophen entstehen kann. Ich hoffe ihr haltet bis zum Ende meines Romans durch, denn da werdet ihr mit einem festlichen Tortenrezept belohnt.

Denn hier hat mal wieder so gut wie gar nichts auf Anhieb funktioniert. Obwohl das Ergebnis ja nicht so schlimm aussieht. Aber leider auch nicht besonders hübsch ;-)


Eigentlich wollte ich nämlich einen ganz anderen Kuchen machen. Und zwar die "Victoria" von Pierre Hermé, die ihr hier bei Eva bewundern könnt.
Ich hatte schon einen festen Plan - und sogar Kokosmehl (im Rezept steht "Kokosnuss, gemahlen"). Den Koriander wollte ich durch Minze ersetzen, die ich in der Hoffnung, dass sie dort wirklich so wuchert wie alle behaupten, diesen Sommer hoffnungsvoll in meinen ersten eigenen Garten gepflanzt habe. Richtig wuchern tut sie noch nicht und als ich morgens schon mal ein paar Blätter abzupfen wollte fand ich kaum mehr ein Blatt sondern nur gefräßige schwarze Raupen mit gelben Punkten - da ist mir die Lust auf Minze im Kuchen dann doch vergangen.

Trotzdem machte ich mich unverzagt an die weitere Arbeit. Eine Kokosdaquoise sollte dir Unterlage bilden. Und ich war ganz stolz auf das Kokosmehl - bis den aufgeschlagenem Eiweiß komplett die Puste ausging beim unterheben. Da war nichts mehr mit luftig leicht und locker, ich hatte eine Art Mürbteig. Ich gab noch nicht auf und versuchte, die Pampe zu backen. Mit dem Ergebnis, dass mir beim Abheben vom Blech der komplette Boden zerbröckelte. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass die Kokosnuss eigentlich in Form von Raspeln rein sollte und nicht gemahlen (vielleicht ein Übersetzungsfehler?).
Der schnell mit 2 Eiern zusammengerührte helle Biskuit half auch nichts. Das Grundrezept dass ich genommen habe, ist für 6 Eier und ich habe gab aus Versehen Mehl und Zucker für 3 Eier rein (tja, rechnen ist halt Glückssache).
Zum Glück hatte ich genug Eier und so versuchte ich mich an dem Boden, der es letztendlich dann geworden ist - meiner Allzweckwaffe, dem dunklen Wiener Biskuit.

In der Zwischenzeit hatte mich allerdings die Lust auf die etwas aufwendigere Kokosschaumcreme von Hermé verlassen und ich machte mich an eine Kokosmousse nach William Curley - die leider für den vielen Boden zu wenig war.
Also schaute ich mal, was noch so da war und fand natürlich Schokolade. Und weil ich Pierre Hermé nicht ganz außen vor lassen wollte, machte ich noch die Schokoladenkaramellsahne seiner Kreation "Tout Paris" als oberste Schicht. Die war wenigstens erfreulich unaufwendig.


Um mich nicht auch noch mit einer aufwendigen Deko herumschlagen zu müssen, gab es eine Glanzglasur für drum herum (Rezept nach William Curley). Irgendwie behagte sie mir im Originalrezept aber so gar nicht. Da man sie abkühlen lässt und dann zum Überziehen noch mal leicht erwärmt hatte ich die Chance, sie mir mal vor dem Überziehen im festen Zustand anzuschauen.
Ich sag nur Gummibärchen in schwarz mit Schokoladengeschmack ;-)
Ich versuchte, die Gelatine durch mehr Schokolade soweit zu "verdünnen", dass die Glasur eine etwas angenehmere Konsistenz bekam. Das hat dann sogar erstaunlicherweise sehr gut geklappt, allerdings ist sie nicht ganz einfach zu verarbeiten, da sie sehr schnell anzieht und fest wird. Dann bitte nicht versuchen, etwas daran noch zu verbessern, da man jede Berührung später sieht. Aber sie verdient wenigstens den Titel "zart schmelzend" und mit der Verteilung der Deko können Unebenheiten und ähnliches aber ganz gut kaschiert werden (ich spreche aus Erfahrung).

Eine ewig lange Geschichte mit glücklichem Ausgang, denn das Endprodukt konnte sich dann doch noch sehen lassen und geschmeckt hat es auch, sogar sehr gut.

Und weil ihr mit dieser Kalorienbombe auch ordentlich was für eure Rundungen tun könnt, ist das Rezept noch für Zorras aktuelles Event "Rezepte für die Figur".
Blog-Event CIV - Rezepte für die Figur

es gehen dort natürlich auch "schlanke" Rezepte, aber das ist diese Torte definitiv nicht. Vielleicht habe ich dazu noch ein Rezept nach Weihnachten? Aber ich befürchte, wohl eher nicht... wenn ich mir meine ganzen Beiträge so ansehe.



Ananas-Kokos-Schoko-Karamelltorte

dunkler Wiener Boden:
6 Eier
240 g Zucker
1 Prise gemahlene Vanille

1 Prise Salz

200 g Mehl
35 g Kakaopulver
35 g Butter, geschmolzen

Kokos-Mousse mit Ananaseinlage:
5 g Gelatine, gemahlen
250 g Sahne, aufgeschlagen
150 g Kokosnusspüree (ungesüßt)
40 g Zucker
ca. 150 g Ananas in kleinen Stücken (bei mir aus der Dose)
 
Schokoladen-Karamellsahne:
75 g Zucker
27 g Butter, weich
1 Prise Salz
54 g Sahne, flüssig
2 g Gelatine, gemahlen
50 g Zartbitterkuvertüre mit 60% Kakaogehalt, fein gehackt
50 g Zartbitterkuvertüre mit 70% Kakaogehalt, fein gehackt
200 g Sahne, aufgeschlagen
 
dunkle Glanzglasur:
120 ml Wasser
9 g Gelatine, gemahlen
150 g Zucker
50 g Kakaopulver
85 g Sahne, flüssig
25 g Zartbitterkuvertüre mit 60% Kakaogehalt
25 g Zartbitterkuvertüre mit 70% Kakaogehalt
 
Dekoration:
Ananasstücke,
Kokosraspeln

Wenn möglich bereits am Vortag den Wiener Boden zubereiten. Dann ist er wirklich komplett abgekühlt und lässt sich leichter schneiden.
 
Dazu den Ofen auf 190° C vorheizen. Den Boden einer runde Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen, den Rand NICHT fetten.

Die Eier, Zucker Salz und Vanille auf höchster Stufe hell schaumig aufschlagen (mindestens 5 Minuten). Es soll eine sehr helle und luftige Masse geben.
Mehl, Kakao und Speisestärke zusammen sieben und dann unter die Eimasse melieren, danach die geschmolzene Butter vorsichtig unterheben.
In die Form geben und ca. 30 Minuten backen.
Nach dem Backen aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten abkühlen lassen und den runden Boden aus der Form nehmen. Dazu den Rand mit einem kleinen Messer oder einer Palette von der Form lösen. Auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

Den Boden horizontal in 2 dünnere, ungefähr gleich dicke Böden teilen.
Einen direkt auf die Servierplatte legen, er bildet die unterste Schicht der Torte.
Der zweite wird im Durchmesser verkleinert, indem rundum ein Rand von 1 cm entfernt wird. Das geht am besten mit einem Tortenring, der im Durchmesser 2 cm kleiner eingestellt wird und den man dann als Ausstecher für den Boden benutzt.
Der kleinere Boden wird erst später benötigt.
Den Tortenring so wie er ist (mit dem kleineren Durchmesser) mittig auf den unteren Boden stellen und leicht andrücken.

Denn zuerst kommt die erste Füllung, die Kokosmousse, auf den untersten Boden.
Die Gelatine in ca. 3 EL kaltem Wasser einweichen und 5 Minuten ziehen lassen.

Die Hälfte des Kokosnusspürees mit dem Zucker in einem kleinen Topf ganz vorsichtig erhitzen (es brennt leicht an), bis es sich warm anfühlt
Gelatine zugeben und unter Rühren auflösen, dann das restliche Kokosnusspüree zugeben.
Leicht abkühlen lassen, bis auf ungefähr 40°C, dann die Sahne unterheben.
Zum Schluss die gut abgetropften Ananasstücke unterheben.

Die Kokosmousse in den Tortenring auf dem untersten Boden verteilen und glatt streichen. Mit dem kleineren Tortenboden bedecken.
 
Für die Schokoladen-Karamellsahne zuerst die Gelatine in ca. 2 EL kaltem Wasser einweichen. 5 Minuten stehen lassen.
Den Zucker in einen kleinen Topf geben. Er sollte den Boden in einer dünnen Schicht bedecken. Vorsichtig ohne zu Rühren erhitzen, bis der Zucker geschmolzen ist und sich ein bernsteinfarbener Karamell gebildet hat.
Butter und flüssige Sahne zugeben (Vorsicht! Schäumt kräftig auf), aufkochen lassen und rühren, bis sich sämtlicher fester Karamell gelöst hat.
Von der Hitzequelle nehmen.
Eingeweichte Gelatine und die beiden Kuvertüresorten zugeben. Kurz stehen lassen, dann durchrühren. Normalerweise müsste die Schokolade schon geschmolzen sein, ansonsten sanft weiterrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist.
Abkühlen lassen, bis die Schokoladen-Karamellmischung 40°C erreicht hat (das geht ziemlich schnell), dann die locker aufgeschlagene Sahne unterheben.

Ebenfalls in den Tortenring geben, auf den zweiten Boden und glatt streichen.
Jetzt sollte die Torte ungefähr 2 Stunden gut durchkühlen.

Während der Kühlzeit die dunkle Glanzglasur zubereiten.
Dazu wird wieder die Gelatine eingeweicht.
Das Wasser mit dem Zucker in einem kleinen Topf mischen und unter rühren Aufkochen. 2 bis 3 Minuten köcheln lassen, dann Kakaopulver und Sahne einrühren.
Weitere 5 Minuten köcheln lassen, dann von der Hitzequelle nehmen und die eingeweichte Gelatine sowie die beiden Kuvertüresorten zugeben. Kurz stehen lassen, dann glatt rühren.
Am besten im Topf abkühlen lassen und vor Gebrauch auf ungefähr 35°C erwärmen.

Nach Ablauf der Kühlzeit den Tortenring von der Torte lösen (am besten mit einem kleinen Messer zwischen Ring und Torte entlang fahren und dann den Tortenring lockern und nach oben abziehen).
Wenn möglich, die Torte auf ein Gitter stellen und darunter einen Bogen Backpapier auslegen (zum Auffangen der überschüssigen Glasur).
Die bereits erwärmte Glanzglasur zügig von der Mitte der Torte aus bis zum äußeren Rand der Oberfläche angiessen (so dass ein Teil auch den Rand hinunterläuft). Mit einer großen Palette zuerst die Oberfläche schnell glatt streichen, dann die heruntergelaufene Glasur noch rund um den Rand verteilen.
Es ist wahrscheinlich auch einiges außerhalb der Torte gelandet - einfach fest werden lassen und später mit einem Löffel und einem Messer entfernen.

Solange die Glasur halbwegs weich ist, am unteren Rand Ananasstücke befestigen, die auf dem verbreiterten Rand ganz gut halten.
 

schwäbische Dinnete mit Dinkel - vorsicht, herzhaft!

Kurz vor Weihnachten wird es nochmal herzhaft - nicht dass ihr den Zucker-Overkill bekommt.

Eine Dinnete ist so was wie ein schwäbischer Flammkuchen. Dünn, knusprig und lecker belegt. Dabei gibt es sowohl süße (mit z.B. Äpfeln) als auch herzhafte Beläge, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Nur eines ist auf jeden Fall Pflicht - die saure Sahne.
Nicht Pflicht dagegen sind im Gegensatz zum Flammkuchen die Zwiebeln. Das macht mir und meinen Mädels so überhaupt gar nichts aus und deshalb ist uns eine Dinnete auch lieber.

Dinnete

Früher wurden Dinneten im dörflichen Backhaus nach den Brotlaiben mit der Resthitze gebacken.
Da der Teig sehr dünn ist, ging (und geht) das sehr schnell und die Resthitze war perfekt ausgenutzt.

Meine Version kommt mit Dinkelmehl im Teig daher, ist also noch schwäbischer als die normale Variante mit einem Teil Brotmehl. Früher wurde nämlich auf der schwäbischen Alb auch eher Dinkel als Weizen angebaut. Grund ist das hier herrschende ziemlich raue Klima, dass der Dinkel besser verträgt.
Aber nicht aus dem Grund habe ich es benutzt, sondern einfach, weil es den Teig noch aromatischer macht. Seinen Teil zu mehr Aroma trägt auch die lange Teigführung mit Vorteig bei.
Und wer sich mit Dinkel etwas auskennt, weiß natürlich auch um seine zu anderen Getreidearten unterschiedliche Proteinzusammensetzung, die weitaus weniger Allergien auslöst und ihn so verträglicher macht.

Wie auch immer- eine Dinnete schmeckt einfach immer und nicht nur zwischendurch. Mit einem Salat hat man eine komplette Hauptmahlzeit, die richtig glücklich macht und dabei noch gesund ist.


schwäbische Dinnete

Vorteig:
100 g Dinkelmehl (Type 630)
100 ml kaltes Wasser
1 g Hefe
1 Prise Salz
 
Teig:
150 g Dinkelmehl (Type 630)
250 g Weizenmehl (Type 550)
200 ml kaltes Wasser
9 g Salz
10 g frische Hefe
1 TL Zucker
 
Belag:
150 g saure Sahne
1 EL Weizenmehl
1 Ei
1 EL klein gehackter Schnittlauch
1 Msp. klein gehackter Knoblauch
Salz
Pfeffer
100 g gewürfelter Speck oder Rauchfleisch
50 g geriebener Bergkäse
 
 
Am Vorabend den Vorteig herstellen:
Dazu das Mehl in eine verschließbare Schüssel geben. Die restlichen Zutaten für den Vorteig zugeben und mit einem Kochlöffel zu einem homogenen Teig verrühren.
Abdecken, eine Stunde bei Raumtemperatur stehen lassen, dann über Nacht in den Kühlschrank stellen. Soll es abends Dinnete gehen, dann eben morgens den Teig machen und tagsüber in den Kühlschrank stellen.
 
Für den richtigen Teig den Vorteig mit allen Zutaten in ungefähr 10 Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Wieder abdecken und nochmals 2 Stunden gehen lassen.
 
Den Backofen auf 220°C vorheizen und das Backblech mit erhitzen.
Teig zusammenschlagen und in 6 Teile trennen und kurz ruhen lassen.
In dieser Zeit 6 Backpapiere, die halb so groß sind wie das Backblech zurechtschneiden und den Belag zubereiten. Dafür saure Sahne mit Mehl, Ei, Salz, Pfeffer und Knoblauch sowie Schnittlauch verrühren.
 
Die 6 Teigteile jeweils zu einem ungefähr 3mm dicken Fladen ausrollen und auf die Backpapiere legen.
Jeden Fladen mit einer dünnen Schicht der Sauren-Sahne-Mischung bestreichen.
Käse und Speck darüber streuen.
Mit Hilfe eines Tortenretters oder ähnlichem 2 der Fladen mitsamt dem Backpapier auf das heiße Blech befördern.
 
Die Fladen in ungefähr 10 Minuten goldbraun und knusprig backen und noch heiß servieren.
In zwei weiteren Durchgängen die restlichen Dinneten backen.
 
Mir schmeckt so eine Dinnete auch noch kalt am nächsten Tag. Aber da solltet ihr schon Glück haben, damit überhaupt etwas übrig bleibt.
 




Ausstecherle mit Zimtzucker

Schon wieder Zimt, dieses Mal nach einem Rezept von Christophe Felder.


Der Teig ist relativ weich und nicht ganz einfach zu bearbeiten, aber er schmeckt sowohl roh als auch gebacken sehr lecker.

Die dunkle Farbe der Pinguine kommt von einem Löffelchen Kakao im Teig.
Und meine Große hat sich mit ihrem Pinguinausstecher ausgetobt. Zwar nicht direkt das Oberweihnachtsmotiv, aber immerhin winterlich (im Gegensatz zu letztem Jahr als die beiden Hasen und Schmetterlinge für Weihnachten ausgestochen haben).

Im Eifer des Gefechts ist ein kleine Christbaum der Kleinen auf dem Kopf eines Pinguins gelandet - ich fand das irgendwie witzig und so haben wir es doch wieder etwas weihnachtlich:


Ausstecher mit Zimtzucker


Schokoladenmürbteig:
100 g weiche Butter, gewürfelt
100 g Zucker
1 Ei
1 EL Milch
200 g Mehl, Type 405
1 TL Kakaopulver
1 TL Zimt
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
 
Belag:
150 g brauner Zucker
1 TL gemahlener Zimt

Wasser zum Bestreichen

 
Für den Teig Butter und Zucker schaumig schlagen. Ei und Milch unterschlagen.
Mehl mit den anderen trockenen Zutaten mischen. Vorsichtig untermengen und dabei so wenig wie möglich rühren.

Mindestens 2 h kühl stellen.

Backofen auf 180°C vorheizen. Backbleche mit Backpapier auslegen.

Den Teig ca. 3 mm dick ausrollen und nach belieben Figuren wie Sterne, Herzen,... ausstechen.

Den braunen Zucker in einer kleinen Schüssel mit dem Zimt mischen.

Die Plätzchen nur ganz leicht mit Wasser bepinseln und die feuchte Seite in den Zimtzucker tauchen.

Auf den Blechen verteilen und sofort 15 bis 20 Minuten knusprig goldbraun fertig backen.


 

Bloggerwichteln - weihnachtliche Geschenke aus der Küche

Auch ich habe beim Bloggerwichteln von Sarah aus dem Knusperstübchen mitgemacht.

Banner-Blogger-Wichteln

Meine Tauschpartnerin war Sia von Sia´s Soulfood und ich hoffe, ich habe ihren Geschmack mit dem von mir verschickten Paket halbwegs getroffen.
Ich habe mich mal etwas an dem, was eben "Soulfood" für mich ist, orientiert.

Aber zuerst kommt das Paket, dass ich von ihr erhalten habe:


Der Postbote brachte mir ein Paket mit 3 liebevoll weihnachtlich verpackten Köstlichkeiten. Es waren würziger Winterhonig (mit Mandarine, Sternanis und Zimt), Traubensenf und winterlicher Spekulatiusschokolade enthalten. Natürlich musste alles gleich probiert werden und (was mich gar nicht verwundert hat) - es hat auch alles sehr lecker geschmeckt. Vor allem der Traubensenf hat mich positiv überrascht, da ich mir nicht so recht vorstellen konnte, wie er schmeckt.

Wer neugierig auf die Rezepte ist, sollte sich dringend bei Sia umschauen. Und bei ihr gibt es auch noch viel mehr Köstlichkeiten. Vor allem auch immer wieder ein paar Vitamine und Gesundes mehr als bei mir hier ;-), nämlich auch Herzhaftes. Ich kannte den Blog schon vorher, war dort aber nur etwas unregelmäßig zu Gast. Das ändert sich so langsam, denn sie hat tolle Rezepte (ja, wir ernähren uns eigentlich ganz normal und nicht nur von Süßem und dazu hole ich mir auch Ideen von Blogs) und macht sehr schöne Bilder.

Der Inhalt des von mir verschickten Päckchens war komplett süß und bestand aus einer Mischung meiner bis dahin gebackenen Weihnachtsgutsle, einer hoffentlich heil angekommenen Flasche Orangenkardamomsirup und Maronen-Mandeltrüffeln (meiner ersten "richtigen" Pralinen).
Vor lauter Aufregung habe ich vergessen, ein Bild vom Gesamtpaket zu machen, aber bei Sia könnt ihr es euch hier anschauen.

Die Rezepte der Gutsle findet ihr zum Teil schon hier auf dem Blog (die Printen, Vanillekipferl, Bärentatzen, Zimtschneckenkekse, Sesam-Schoko-Florentiner, Anistaler) der restliche Teil kommt aus anderen Quellen (Minzgrübchen, Florentiner Ringli) oder erst noch mit der Zeit (Kokosspritzgebäck, Ausstecher mit Zimtzucker).

Der Orangen-Kardamom-Sirup von Bettina Matthaei machte kurz nach Erscheinen ihres Buches Das große Buch der Gewürze eine ganze Rund durch die Bloggerwelt. Da muss ich dann wohl nicht mehr viel schreiben, wie lecker er ist. Jetzt hatte ich endlich die passende Ausrede, mir auch ein paar Fläschchen davon zu köcheln - das Bloggerwichteln.
Wenn ihr nicht ganz so eine Schweinerei macht wie ich, dann habt ihr am Schluss 3 Fläschchen Sirup à ca. 200 ml. Verwendungsmöglichkeiten findet ihr am Ende des Rezepts.
Wichtig dabei: Ihr müsst wirklich sauber arbeiten! Und füllt den Sirup am besten noch sehr heiß ab. Ich musste die Arbeit nach der ersten Flasche unterbrechen und konnte dann erst später die restlichen Flaschen abfüllen, die mir dann leider verdorben sind, trotz ausgekochten Flaschen (eine davon war aber zum Probieren geöffnet und dann wahrscheinlich auch zu warm gelagert).

meine süße Werkstatt


Orangensirup mit Kardamom

Zutaten & Zubereitung
1 l frisch gepressten Orangensaft mit 400 g Kristallzucker auf kochen. 12 Kardamomkapseln im Mörser anstoßen. 2 Zitronen auspressen, mit Kardamom und 2 Lorbeerblättern (nach Belieben frisch oder getrocknet) zum Orangensaft geben. Im offenen Topf 30–40 Min. sprudelnd kochen. Der Saft dickt dabei sirupartig ein. Lorbeer und Kardamomkapseln entfernen. In saubere, heiß ausgespülte Flaschen füllen.

Kühl und dunkel – am besten im Kühlschrank – lagern. Noch ungeöffnet mind. 6 Monate haltbar.

Verwendung:
– Mit Prosecco oder Mineralwasser
– In Tee und Espresso
– Zu Vanilleeis, dunkler Mousse au Chocolat oder zu Crepes
– Für Vinaigrettes und Dressings



Auch Pralinen standen schon lange auf meiner Liste der mal auszuprobierenden süßen Sachen. einer der Hauptgründe, warum ich bisher noch keine gemacht habe war die meist recht große Menge, die man aus einem Rezept erhält, kombiniert mit der Angst vor der Versuchung, dann alle selbst aufzuessen. Und ich konnte mich dann auch nie wirklich entscheiden, welche Sorte es denn dann sein soll. Auch hier ging es mir so, bis ich die Maronenmousse einen Tag bevor ich eigentlich Jasmin- oder Szechuanpfefferpralinen machen wollte ausprobiert hatte. Das hat alle meine noch relativ wagen Pläne umgeworfen, so gut hat mir das Mousse geschmeckt und zudem war noch etwas Maronenpüree übrig, mit dem ich dann unbedingt noch was richtig Schokoladiges machen wollte.
Und das war kein Fehler. Ich finde schon wieder, das es nur ein Fehler war, dass nicht schon früher gemacht zu haben.
Das Rezept habe ich bei William-Curley in seinem Buch Schokolade gefunden und mit ein paar winzigen Änderungen direkt nachgemacht. Aber Vorsicht: das gibt wirklich unendlich viele Pralinen. Sorgt dafür, dass ihr ein paar verschenken müsst, sonst kugelt ihr euch bald.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich zu kleine Trüffelkugeln gespritzt habe, aber mir hat die im Rezept angegebene Menge an Überzugsmasse bei weitem nicht gereicht. Ich habe dann einen Teil der restlichen Pralinen in Kakaopulver gewälzt.



Maronen-Mandel-Trüffel

Zutaten:
330 g Sahne
30 g flüssiger Honig (Originalrezept: Invertzucker)
125 g Maronenpüree nach diesem Rezept hier oder siehe unten
380 g Edelbitterschokolade mit 65% Kakaogehalt, gehackt (oder eine Mischung aus 70 %iger und 60%iger Schokolade, jeweils 190 g)
125 g Milchschokolade mit 32% Kakaogehalt, gehackt
225 g dunkles Nougat (aus dem Backregal, keine Nussnougatcreme!;Originalrezept selbstgemachtes Nougat)
50 g weiche Butter

Überzug:
100 g geröstete Mandelsplitter
500 g temperierte Edelbitterschokolade

Zubereitung:

2 Backbleche mit Backpapier belegen.

sahne und Honig in einem kleinen Topf aufkochen. Von der Hitzequelle nehmen und das Maronenpüree einrühren, bis es sich komplett aufgelöst hat.

In einer Schüssel auf einem Wasserbad beide Schokoladesorten schmelzen( bei ca. 45°C).
Die etwas abgekühlte Maronensahne zugeben und langsam unterrühren, bis die Masse wieder homogen ist.
Nougat in Würfeln zugeben, etwas weich werden lassen und dann ebenfalls komplett unterrühren.
Zum Schluss die Butter in Würfeln zugeben und solange rühren, bis sie vollständig geschmolzen und eingearbeitet ist.
Vom Wasserbad nehmen und die so entstandene Ganache etwa eine Stunde abkühlen lassen, am besten im Kühlschrank.

Mit Hilfe eines Spritzbeutels und einer Lochtülle mit ca. 12 mm Durchmesser. kleine Häufchen mit 2 cm Durchmesser auf die Backpapiere spritzen.

An einem kühlen und trockenen Ort in ca. 2 Stunden fest werden lassen.

Zum Überziehen die temperierte Schokolade (Methode: hier) mit den gehackten Mandeln mischen und die Pralinen mit einer Gabel vollständig eintauchen (es muss nicht unbedingt eine Pralinengabel sein!).

Mit Hilfe einer zweiten Gabel auf dem Papier absetzen und die Umhüllung vollständig fest werden lassen.

Kühl, trocken und möglichst luftdicht/vor Fremdgerüchen geschützt aufbewahren.

Maronenpüree:
60 g vorgegarte Maronen
80 ml Milch
1 Msp. gemahlene Vanille

Maronen, Milch und Vanille in einem kleinen Topf mischen. Zum Kochen bringen und ca. 4 Minuten köcheln.
Etwas Abkühlen lassen und mit dem Pürierstab zu einer glatten Masse pürieren.






Dinkelbrötchen nach Hannes Weber

Etwas kompakter als die Seelen, dafür aber auch schneller gemacht. Eher mehr wie normale Tafelwecken, aber nicht ganz so luftig. Dafür aber mit dem typisch leicht herben, nussigem Dinkelaroma.


Die Krume ist weniger feucht als bei meinen Seelen und der Teig auch relativ fest. Für mich neu das Kochstück, das für eine bessere Feuchthaltung und verzögerte Alterung sorgen soll. Ob es was gebracht hat? Keine Ahnung. Aber ich muss zugeben, dass sie am zweiten Tag besser schmecken als schon etwas ältere Dinkelseelen (die mir dafür frisch viel besser schmecken), aber eben schon etwas trocken und krümelig.

Ich habe dann auch noch ein paar Tage dieses Rezept vom Plötzblog getestet. Und das war wirklich gut, viel besser als diese hier und zugegebenermaßen auch als meine Seelen. 
Dort ist das Kochstück mit einem höheren Wasseranteil und so um einiges leichter in den Teig einzuarbeiten.
Hier hatte ich damit nämlich schon ein bisschen Probleme, den Klumpen noch unterzukriegen.
Für mich bei Brötchen eher untypisch ist die Verwendung von Eigelb. Den Sinn dahinter verstehe ich noch nicht so ganz (wahrscheinlich als eine Art Emulgator, aber ich finde nichts, was dort emulgiert werden soll).

 

Dinkelbrötchen

 
Brühstück/Kochstück:
50 g Dinkelmehl (Type 630)
50 ml Wasser
 
Hefeteig:
140 ml Wasser
310 g Dinkelmehl (Type 630)
7 g Hefe 
5 g Honig oder Zuckerrübensirup
7 g Butter, weich
1 Eigelb
7 g Salz

 
Zuerst das Brühstück zubereiten. Dazu Mehl und Wasser in einem kleinen Topf glatt rühren (geht besser als die vorgeschlagene Variante, das Mehl ins heiße Wasser einzurühren). Erhitzen, bis es zu blubbern beginnt und von der Hitzequelle ziehen.
Komplett abkühlen lassen.
Das Brühstück zusammen mit den restlichen Zutaten in einer Schüssel kräftig zu einem glatten Teig verkneten.
Zugedeckt ungefähr eine Stunde gehen lassen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem ungefähr 21 x 21 cm großen Quadrat flach drücken.
Mit einem scharfen Messer in 7 x 7 cm große Stücke teilen, also 9 Brötchen.

Auf ein Backpapier legen und mit einem angefeuchteten Küchentuch bedeckt nochmals 90 Minuten gehen lassen. Das Volumen sollte sich ungefähr verdoppelt haben.

Rechtzeitig den Backofen mit dem Blech auf 240°C vorheizen.
Die Brötchen noch 2 bis 3 mal schräg einschneiden, dann das heiße Blech mit dicken Topflappen herausnehmen, das Backpapier mit den Brötchen schnell darauf ziehen und ab in den Ofen damit.

Nach 20 Minuten sollten die Brötchen goldbraun und durch sein.
Wer es schafft, sollte sie auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Aber noch warm sind sie wirklich fast am besten (wie alle Brötchen).



Zimtschneckenkekse mit Extraknusper

Mit Speck fängt man ja bekanntlich Mäuse. Und mit Zimt mich (und Schokolade, und Karamel, und ...).


Vor einigen Jahren waren Snickerdoodles an Weihnachten fast meine Favoriten (gleich hinter den heißgeliebten Bärentatzen). In der Zwischenzeit gibt es sie lieber das ganze Jahr über immer wieder. Dann haben wir a) öfters was davon und b) kann ich eine Sorte mehr Weihnachtsplätzchen backen.
Zimtschnecken mit Hefeteig kann ich auch in der größten Sommerhitze verdrücken, es gab schon ein Zimt-Vanilleeis und ein Apfel-Zimteis hier, unser Zupfzopf mit massig Zimt drin überlebt keinen Tag.

Äh...habe ich schon erwähnt, dass wir Zimt mögen?

Naja, ... Hier also eine Möglichkeit, Zimtschnecken als Kekse zu verpacken und so etwas länger was davon zu haben.
Und für eine extra Portion Knusper sorgen noch ein paar gehackte Nüsse in der Füllung.

...Mist, jetzt muss ich ein paar Krümel aus der Tastatur kratzen...


Zimtschneckenkekse

Teig:
110 g Puderzucker
275 g Mehl Type 405
110 g Butter
30 ml kaltes Wasser

Füllung:
40 g Butter, geschmolzen
30 g brauner Zucker
1 TL Zimt
4 gehäufte EL gehackte Haselnüsse

Zuerst den Teig herstellen. Dazu Mehl und Puderzucker in einer Schüssel mischen.
Dann wie für Scones die Butter mit den Fingerspitzen in die Mehlmischung reiben. Es dürfen gerne noch Butterstücke erkennbar sein, dann wird das Gebäck blättriger.
Das Wasser zugeben und alles zu einem zusammenhängenden Teig verarbeiten.

Ungefähr 2 h oder auch über Nacht luftdicht verpackt (z.B. in einer Schüssel mit Deckel) kühö stellen.

Den Ofen auf 190°C vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.

Den Teig kurz durchkneten, dann zu einem Rechteck von einer Größe von ca. 40 x 25 cm ausrollen.

Mit der geschmolzenen Butter bestreichen.
Zucker und Zimt mischen und aufstreuen.
Auch die Nüsse dazu streuen.

Zum Abschluss von der Längsseite her so eng wie möglich aufrollen, so dass ihr eine ungefähr 40 cm lange Rolle habt. Für einen besseren Abschluss kann das Teigende der Längsseite kurz vor dem "Fertigaufrollen" mit etwas Wasser bepinselt werden und dann an den bereits aufgerollten Teig gedrückt werden.

Diese Rolle nun in 5 mm breite Scheiben schneiden und diese flach auf die Backbleche legen.
Etwas Abstand lassen, das das Gebäck leicht breiter wird.

Ungefähr 10 bis 12 Minuten backen, bis sie goldbraun sind und man sowieso schon mit der Nase an der Backofentür klebt, da man bei dem Duft sowieso nicht aus der Küche kommt.

Auf einem Kuchengitter komplett abkühlen lassen und dabei die Küche verlassen (oder wenigstens versuchen, nicht alle schon aufzuessen).



Maronenmousse mit Hagebuttensauce

Wenn man bloggt, gibt es viele "erste Male" - der erste Post, der erste Besucher, der erste erhaltene Kommentar, die Teilnahme am ersten Blogevent... diese Liste lässt sich wohl beliebig erweitern.
Und bei mir kommen dazu noch viele erste Male an Zutaten, die ich sonst nie und nimmer verwendet hätte.
So auch hier bei dieser Maronenmousse.


Bisher habe ich die vorgegarten Maronen in ihren eingeschweißten Packs eher misstrauisch beäugt. Besonders appetitlich sehen sie ja auch wirklich nicht aus (ich schreib jetzt lieber nicht, an was ich da immer denken muss, sonst lest ihr nicht weiter und das wäre mehr als schade).

Und nach dieser Mousse weiß ich, dass ich wirklich was verpasst habe. Wenn ich das schon vor 10 Jahren probiert hätte, wäre ich jetzt wahrscheinlich 10 kg schwerer (naja, vielleicht hat es ja doch was positives, dass ich solange damit gewartete habe...).
Der Geschmack ist nicht leicht zu beschreiben, leicht süß und erdig, irgendwie herbstlich. In einem herzhaften Gericht kann ich sie mir deshalb immer noch nicht richtig vorstellen, aber der Anfang ist jetzt mal gemacht.

Dieses Mousse ist erfreulich unaufwendig und macht so richtig, richtig was her. Optisch vielleicht nicht, aber geschmacklich. Ich würde jetzt mal behaupten, euer Weihnachtsdessert ist gesichert!

Die Hagebuttensauce passt hervorragend dazu und setzt einen säuerlich-fruchtigen Kontrast zu der milchige-süßen und seeeehr luftigen Mousse.


Es lohnt sich also eigentlich, den ganzen Pack Maronen zu Püree zu verarbeiten (bei mir waren das 200 g - nehmt dann aber nur 200 ml Milch zum Aufkochen!) und gleich mindestens die doppelte Menge zuzubereiten. Wenn ihr diese Menge hier nehmt, habt ihr ca. 4 kleinere Portionen.


Maronenmousse mit Hagebuttensauce


Maronenpüree:
60 g vorgegarte Maronen
80 ml Milch
1 Msp. gemahlene Vanille

Maronenmousse:
120 g des oben hergestellten Maronenpürees
5 g gemahlene Gelatine, 5 Minuten in kaltem Wasser eingeweicht
40 g Zucker
45 ml Wasser
etwas geriebene Orangenschale
200 g Sahne
(optional: eine kleinen Schuss Rum, 20 ml)

Hagebuttensauce:
ca. 50 g Hägenmark / Hagebuttenmarmelade
1 TL Zitronensaft
etwas Wasser (je nachdem wie dünnflüssig die Sauce sein soll, lieber etwas weniger)

Maronen, Milch und Vanille in einem kleinen Topf mischen. Zum Kochen bringen und ca. 4 Minuten köcheln.
Etwas Abkühlen lassen und mit dem Pürierstab zu einer glatten Masse pürieren.

Für die Mousse das Wasser mit dem Zucker und der Orangenschale aufkochen.
Das Maronenpüree zugeben, glatt rühren und nochmals aufkochen lassen.
Von der Hitzequelle nehmen und die Gelatine in der heißen Flüssigkeit unter rühren auflösen.
Abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Sahne luftig aufschlagen und nach dem Abkühlen der Maronenmasse vorsichtig unterheben.

Im Kühlschrank gelieren lassen, dann in einen mit Sterntülle versehenen Spritzbeutel füllen und in dekorative Gläser spritzen. Nach Wunsch mit Schokoladendekor verzieren.

Für die Sauce einfach alle Zutaten glatt rühren.

Kurz vor dem Servieren oder auch erst bei Tisch die Hagebuttensauce darüberträufeln.




Schoko-Sesam-Florentiner

Heute habe ich eine absolute Neuerung bei uns im Gepäck. Sesam habe ich noch nie für Weihnachtsgutsle verwendet. Mir sah das bisher für eine Leckerei zu "gesund" und vollkornig aus, obwohl ich ihn eigentlich gerne mag. Aber eben auf Brötchen und Bagels.


Als ich nun auf der Suche nach einem etwas anderen Florentinerrezept über die Variation von William Curley in seinem Buch "Schokolade" gestolpert bin, blieb ich dort auch gleich hängen. Wenn die wirklich eines der Lieblingsgebäcke der Kundschaft waren, dann müssen sie einfach in meinen Backofen. Zumal sie auch ganz einfach und relativ schnell zu machen sind - kein Ausstechen und Co. Aber ihr solltet der stolze Besitzer eines scharfen wirklich scharfen Messers sein, damit die Knusperschicht unbeschadet zerschnitten werden kann.


Knusprig-mürber Schokoladenteig mit einem fast typischen Belag - nur um Kakaonibs ergänzt. Und diese gibt mein Vorratsschrank leider nicht her. Was er aber hergab war eine fast vergessene angebrochen Packung Sesamsamen, also hab ich einfach die genommen. Um doch noch etwas Schokoladiges oben drauf zu haben gibt es bei uns die Luxusvariante mit Schokosprengseln.

So ist das Gebäck wohl insgesamt etwas süßer als im Ursprung, aber es schmeckt trotzdem sehr lecker und knusprig.

Im Original wird der Teig nicht so dünn ausgerollt - aber ich wollte keine zu dicken Kekse, also ist hier in meinem Rezept die Backzeit an meine Kekse angepasst.

Schoko-Sesam-Florentiner

Schokoladenmürbteig:
185 g weiche Butter, gewürfelt
140 g Puderzucker
1 Eigelb, mit etwas Milch auf 25 g Gewicht aufgefüllt und verschlagen
250 g Mehl, Type 405
50 g Kakaopulver
 
Belag:
20 g Sahne
65 g weiche Butter
65 g Zucker
65 g Honig
80 g Mandelblättchen
50 g Sesamsaat
 
Dekoration:
50 g Zartbitterkuvertüre, temperiert
 
Für den Teig Butter und Zucker schaumig schlagen, mit Milch gemischtes Eigelb unterrühren.
Mehl und Kakao mischen. Vorsichtig untermengen und dabei so wenig wie möglich rühren.
 
Mindestens 30 Minuten luftdicht verschlossen kühl stellen.
 
Den Teig zu einem ca. 5 mm dicken Rechteck ausrollen (ca. 27 x 27 cm), am besten direkt auf einem Backpapier. Wenn platztechnisch möglich, nochmals 30 Minuten kühl stellen.
 
Den Ofen auf 180°C vorheizen.
In der Zwischenzeit zuerst den Belag herstellen.
Dafür werden Sahne, Butter, Zucker und Honig aufgekocht. Sobald es fröhlich blubbert, vom Herd nehmen und Mandelblättchen sowie Sesam unterrühren.
 
Den Schokoladenmürbteig mitsamt seinem Backpapier auf ein Blech legen. Mehrmals mit einer Gabel einstechen und 15 Minuten lang vorbacken.
Den Belag gleichmäßig darauf verteilen, die Ofentemperatur auf  200°C erhöhen und nochmals 10 Minuten backen.
Auf dem Blech abkühlen lassen und dann mit der temperierten Kuvertüre beträufeln.
 
Sobald die Schokolade fest ist, die Teigplatte in ca. 4 x 4 cm große Quadrate schneiden. Auch kleinere Häppchen von nur 2 x 2 cm Größe sehen hübsch aus.