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Gute-Laune-Granola

Für alle, die nach den Feiertagen ein wenig kürzer treten wollen - und dabei nicht die gute Laune verlieren. Mit so einem Schmankerl kann der Tag nur gut beginnen.
Wie ihr vielleicht wisst, mache ich mir normalerweise mein Knuspermüsli selber.
Als ich letztens mal wieder durch mein Kochbuchregal stöberte, fiel mir das I love New York von Daniel Humm mal wieder in die Finger. Bisher noch fast unbekocht (sind halt schon etwas aufwendiger, die Sachen da drin...), aber immer sehr gerne angeschaut.
Fast augenblicklich fiel mir dann auch das darin enthaltene Knuspermüsli ein, von dem ich irgendwo gelesen hatte, dass es ganz superlecker sein soll.


Da ich sowieso mal wieder eine Ladung Nachschub brauchte, machte ich mich sofort mehr oder weniger nach Rezept ans Werk.
Und nach der ganzen Schlemmerei kann ein wenig pseudo-gesundes Müsli ja nicht schaden.
Natürlich war mal wieder nicht alles da, was er verwendet oder es wurde durch etwas anderes, das mir beim Durchstöbern der Speisekammer in die Hände kam - die Entscheidung, Olivenöl durch unraffiniertes und nicht-desodoriertes Kokosöl zu ersetzen war vielleicht ernährungsphysiologisch nicht die beste, geschmacklich aber umso mehr-.
Vom Ursprungsrezept ist nicht wirklich viel übrig, nicht einmal das richtige Verhältnis von Zucker zu den restlichen Bestandteilen (ich habe es etwas weniger süß gemacht - aber das Granola ist eindeutig süß genug!)


Aber eines muss ich zugeben - das Müsli ist sicher trotzdem noch eine kleine Kalorienbombe und geht wahrscheinlich auch als superknusprige Süßigkeit für Zwischendurch durch. Aber mit Naturjoghurt und frischem Obst dazu relativiert sich das Ganze dann auch wieder :-)

Und es schmeckt einfach umwerfend!

Wie ein kleiner Urlaub am frühen Morgen. Das machen für mich wohl die Kokosraspeln in der Mischung aus, zusammen mit der frischen Ananas, die ich zu meiner ersten Portion gegessen habe.
Das ist wohl so eine Art Pina-Colada-Effekt, der einen direkt in die Karibik entführt.

Die von mir aufgeschriebene Menge gibt einen ziemlich großen Vorrat an Knuspermüsli. Aber wenn es gut durchgetrocknet ist und dann vor Feuchte geschützt verpackt wird, dann kann man es auch eine gute Weile aufbewahren.


Gute-Laune-Granola

200 g kernige Haferflocken
200 g blütenzarte Haferflocken
160 g Kokosraspeln
50 g grob gehackte Walnüsse
30 g Leinsamen
150 g Mandelblättchen
50 g Mandelstifte (oder einfach 50 g Mandelblättchen mehr, bei mir waren sie aus)
1 Prise Salz
180 g brauner Zucker
140 g Kokosöl (unraffiniert und nicht desodoriert, am besten Bio)
140 g Ahornsirup
200 g Cranberries
 
Den Backofen auf 150°C vorheizen.
2 Backbleche mit Backpapier auslegen.
 
Den braunen Zucker zusammen mit dem Kokosöl und dem Ahornsirup in einem Topf erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
Die restlichen Zutaten außer die Cranberries in einer großen Schüssel vermischen.
Den Zuckersirup darüber gießen und unterrühren, bis alles gleichmäßig benetzt ist (am besten geht das Vermischen mit den Händen, die werden dabei aber schön klebrig).
 
Auf den beiden Backblechen verteilen und in den Ofen schieben.
Auf Umluft schalten, dann trocknet das Granola besser.
 
18 Minuten lang rösten, dabei alle 5 Minuten umrühren.
Nach 18 Minuten fühlen, ob sich das Granola noch etwas feucht anfühlt. Wenn ja nochmals weiter rösten, bis es wirklich trocken ist.
 
Auf den Backblechen vollständig abkühlen lassen, erst dann mit den Cranberries mischen und luftdicht verschlossen aufbewahren.
 
Mit Joghurt und frischem Obst genießen.
 


Das Rezept bittet aber auch genügend Spielraum für Variationen - tauscht zum Beispiel die Trockenfrüchte aus oder lasst sie ganz weg - ganz nach eigenem Geschmack!



Cookies & Cream Eis

Habt ihr alle schon Ideen fürs Weihnachtsdessert? Hier wäre noch ein Vorschlag. Und juhu, es gibt mal kein Buch sondern wirklich und wahrhaftig ein Rezept. Wenn auch nicht wirklich winterlich ;-)   ABER LECKER!

Die Idee habe ich bei Simone von der S-Küche geklaut.
Da ich einen riesengroßen (ca. 105 cm lang ;-) ) Oreofan hier habe, musste das Eis einfach nachgemacht werden, jedenfalls so ungefähr und wenigstens irgendwann...


Ich habe nämlich eine andere Vanilleeisbasis genommen und zwar die von The Icecreamists in doppelter Menge.

Und weil mein eines Mädchen die Füllung der Kekse so mag, habe ich sie auch gleich noch drin gelassen. Ok, ich hätte sie ihr auch pur verfüttern können, aber das war mir doch zu viel des Guten. Denn sie hätte garantiert die ganze Portion Füllung auf einen Sitz verhaftet.
Und genau diese hat sich auch noch gewünscht, dass ich einen Teil vom fertigen Eis in die Eispopsformen stopfe (so weiß sie ganz sicher, dass sie mehr davon abbekommt :-)  )



Insgesamt gibt das Rezept ungefähr einen Liter cremigstes Vanilleeis, auch wenn die Farbe bei mir sich in ein etwas schmuddeliges grau verwandelt hat. Ich war nämlich zu faul, die allerkleinsten Kekskrümel rauszusieben. Deshalb vielleicht nicht ganz so fotogen, aber umso leckerer.
meine süße Werkstatt


Cookies & Cream Eis


500 ml Vollmilch
250 g Sahne
1 Teelöffel gemahlene Vanille
4 Eigelbe 
170 g Puderzucker
1 Prise Meersalz
Oreokekse nach Geschmack, ich habe ca. 12 Doppelkekse genommen
 
 
Zuerst die Milch und die Sahne mit der Vanille aufkochen und vom Herd nehmen.
Eigelbe glatt rühren, dann Zucker und Salz zugeben und die Masse mit dem Schneebesen so lange aufschlagen, bis sie blass und luftig wird.
Nach und nach die Milchmischung vorsichtig dazugeben und unterrühren (sehr langsam, damit das Eigelb nicht stockt).
Die Masse dann in den Topf zurückgeben und nochmalerhitzen, bis sie leicht andickt (das passiert bei 82 bis 84°C).
Die Masse abkühlen lassen und danach für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank stellen. 
Eismasse in die Eismaschine geben und nach Herstelleranleitung gefrieren.

In der Zwischenzeit die Kekse in Stücke zerbröckeln und bereitstellen.

Das fertig gefrorene Eis abwechselnd mit den Keksbröseln in eine Vorratsbehälter schichten und eventuell nochmals 2 Stunden nachgefrieren.

Buchvorstellung: Kinder an den Herd

Schon wieder ein Buch... aber das hat seinen Grund...

Kennt ihr noch das auch hier vorgestellte Buch "Kinder kocht!: Wir kochen und backen uns durch das ganze Jahr "?
Das gleiche Team aus Autorin und Köchin, Fotografin, Stylistin sowie Illustratorin und Grafikerin hat sich wieder zusammengesetzt und ein zweites modernes Kinderkochbuch geschaffen, Kinder, an den Herd!: Wir kochen, experimentieren und staunen .

Die Infos zu den Autoren findet ihr unter diesem Link, bei der Buchvorstellung zum ersten Buch.


Und dieses Mal wurde das Buch nicht nur von mir sehnsüchtig erwartet, auch meine Mädels warteten mit. Schuld daran war nicht nur, dass ihnen der erste Band so gefallen hat, sondern auch eine Anfrage vor ungefähr einem halben Jahr. In der Buchvorstellung damals habe ich auch Bilder der beiden veröffentlicht und mit diesen durften sie jetzt auch ins Buch. Gleich am Anfang ist nämlich eine Doppelseite mit den Kindern, die fleißig aus dem ersten Buch gekocht und gebacken haben - als meine beiden sich entdeckt haben, waren sie schon etwas stolz.

Jetzt aber mal was zum Inhalt: Design und Layout bleiben ähnlich, auch der strukturierte, leicht zu folgenden Aufbau der Rezepte.
Allerdings gibt es natürlich andere Kapitel als im ersten Band - und noch etwas ganz tolles: nämlich Küchenexperimente mit ein bisschen Action und viel Hintergrundwissen für Kinder.



DAs sind die einzelnen Kapitel:
  • neues aus der Brotdose (für das Schulvesper)
  • Kinderklassiker neu interpretiert
  • Frühstücksmuffel (damit bleibt man garantiert nicht muffelig)
  • Ruckzuckgerichte für die ganze Familie
  • Märchenküche (mit einem zauberhaften Quiz)
  • Spontanküche aus dem Vorratsschrank
  • Großelternrezepte
  • Wir spielen Restaurant (und kochen dabei 3 verschiedene 3-Gänge Menüs)
Die Rezepte sind abwechslungsreich und bunt (d.h. garantiert mit genügend Vitaminen). Wo möglich, wird Dinkelmehl verwendet.

Es gibt herzhaftes wie Gemüselasagne, Gemüsechips oder auch Zwiebelkuchen genauso wie Süßes wie Hirsebrei mit Blaubeeren, selbstgemachte Müsliriegel oder Apfel-Baisertörtchen.
Ihr seht, es wird sowohl gekocht als auch gebacken. Sogar 2 Brotrezepte sind drin, einmal in Verbindung mit einem Küchenexperiment ein No-Knead-Brot und ein kerniges Großvaterbrot.
Sowieso werden viele Rezepte mit einem Küchenexperiment verknüpft (Warum wird Eischnee steif? Warum muss man beim Zwiebelschneiden weinen? Wieso poppt das Popcorn?)



Ich finde das Buch wieder wirklich sehr gut gelungen und auch unsere Testrezepte sind durchweg lecker geworden. Da wir nicht nur Süßes ausprobiert haben (wer hätte das gedacht????), sind aber nicht alle auf meinem Blog erschienen:

  • Nusswaffeln - besonders leckere Waffeln, die so richtig auch gegen den etwas größeren Hunger sind
  • Minimadeleines - da brauch ich wohl nichts dazu schreiben - mmmmhh
  • Marmorkuchen - ohne Rezeptpost, da es ein ganz "normales" Marmorkuchenrezept ist. Dafür aber gelingsicher und man weiß schon im Voraus, das es ein Kinderliebling wird
  • und noch so ein bisschen "normales", unsüßes wie Risi-Bisi oder Pommes vom Blech
 
 
Genauere Infos zum Buch findet ihr auch hier:
Claudia Seifert und Co.
Kinder, an den Herd!: Wir kochen, experimentieren und staunen
ISBN: 978-3038008422
AT-Verlag
Preis: 19,95 Euro

Wir fanden das Buch wieder sehr schön, wenn auch ab und zu Fertigprodukte verwendet werden oder auch mal die Rezepte sehr einfach gehalten sind. Aber gerade das spornt Kinder vielleicht an, sich zuerst mal mit dem Kochen zu beschäftigen, da schnell ein sichtbarer essbarer Erfolg zu verzeichnen ist.

Ich hatte das Buch "kurz" verliehen und musste mich schon ein bisschen anstrengen, es wieder zu bekommen. Das zeigt doch, dass es nicht nur uns gefällt ;-)

Habt ihr schon alle Weihnachtsgeschenke für die kleineren Köche in eurer Umgebung beisammen? Wenn nicht, wäre dieses Buch kurzfristig noch das ideale Weihnachtsgeschenk für kleine Experimentierer, die sich auch mal gerne in der Küche austoben.

Meine Beiden hatten auf einmal in letzter Zeit Lust, mal Mama und Papa zu bekochen - und sogar dazu schon "ihre" Kochbücher gewälzt (ein bisschen künstlerische Freiheit gehört bei ihnen aber auch dazu - alles was ihnen an Zutaten nicht schmeckt, wird einfach weggelassen ;-)  ) ... bei uns gab es mehrmals Waffeln, Salat (nur für Mama und Papa) und eine Lasagne, bei der so ziemlich alles, was entfernt nach Gemüse aussieht, weggelassen wurde - und als ich auf die Zwiebel bestand wurde wie hier im Experiment die Taucherbrille rausgekramt....





Buchvorstellung Süßer Sonntag

Vielleicht habt ihr es auch schon bemerkt - hier wird es so langsam immer ruhiger.
In der Zwischenzeit gibt es nur noch einmal pro Woche einen neuen Post - und das ist manchmal, wie heute, nicht mal ein Rezept.


Das hat zweierlei Gründe - zum eine gehe ich seit nunmehr fast 3 Monaten wieder arbeiten und das was ich der Zeit gebacken habe, kann man so ungefähr an einer Hand abzählen (und das meiste davon habe ich nicht "blogfein" gemacht).
Zum anderen hatte ich noch einen kleinen Stapel an Rezensionsexemplaren hier liegen, die noch vorgestellt werden wollen.
Dieses Buch kam mir in meiner neuen Situation aber richtig gelegen, hier geht es nämlich so gar nicht um das kunstvolle Prachtstück zum formellen Sonntagsnachmittagskaffe mit der gesammelten Sippschaft.

Ilse König lässt jedem "seinen" süßen Sonntag. Den Rezepten ist nur eins gemein - sie sind zumeist schnell und relativ einfach, aber doch mit einem gewissen Pfiff. Und sie können uns den ganzen lieben langen Sontag begleiten.


Egal ob man auch am Sonntag früh aus den Federn hüpft und klassisch mit Croissants  oder frischen Brötchen frühstücken will - oder auch nur einen kleinen Keks schnappt. Die anderen schlafen gerne lang, verbinden Frühstück und Mittagessen zum ausgedehnten Brunch mit Blätterteig-Tartelettes oder Apfelstrudel. Und für wieder andere geht am siebten Tag der Woche nichts über ein gemütliches Freundes- oder Familientreffen bei Kaffee und Kuchen am Nachmittag.
Die Rezepte sind so vielfältig wie die Vorlieben jedes einzelnen, seinen (süßen) Sonntag zu verbringen.

Die Autorin Ilse König hat wieder ihre beiden Leidenschaften - reisen und Rezepte sammeln - verbunden und diesen über Jahrzehnte zusammengetragenen bunten Fundus aus aller Welt in ihr neues Kochbuch "Süßer Sonntag " verpackt. Nach dem großen Erfolg ihres zuerst im Brandstätter Verlag erschienen Buch Ke:xs hat sie wieder ihr bewährtes Team für dieses schöne Buch "einberufen" und wahrscheinlich so manchen Süßen und zwanglosen Sonntag mit ihnen verbracht.


Sie selbst schreibt, der Sonntag ist für sie ein "Du-musst-nicht"-Tag. Er komme "ganz ohne Korsett, aber mit vielen Möglichkeiten, ihn zu genießen" daher - egal, ob man den Tag wie die Italiener nur mit einem kleinen, süßen Keks beginnt oder wie die Franzosen ihren Mittagstisch mit einer flachen Tarte abschließt.

Ich fand das Buch schon von außen sehr schön (der sehr tief eingeprägte Titel wirkt mit dem hellen Cover richtig edel), aber auch das Innere steht dem ersten äußeren Eindruck in nicht nach.
Klare, wunderschön inszenierte Fotos rufen richtige Sonntagsstimmung hervor, auch die Bilder, auf denen jetzt nicht konkret ein Rezept abgebildet ist, die wahrscheinlich statt dessen eben diesen "sonntäglichen" Eindruck vermitteln sollen. Gerade die wirken auf mich aber irgendwie leicht distanziert (das soll jetzt aber keine Kritik sein) - vielleicht ist das so gewollt?

Jedem Rezept ist mindestens eine Doppelseite inklusive Abbildung gewidmet, meist mit Tipps am Rand (oder auch mal einem netten Spruch zum Sonntag).
Die Rezepte lesen sich leicht und sind verständlich erklärt.

Nach der Einleitung von Ilse König ("Den Sonntag rundum genießen") nimmt sie uns an die Hand und begleitet uns mit süßen Köstlichkeiten vom Start in den Sonntag mit süßen Kleinigkeiten für Frühaufsteher bis zum Fin du Jour mit Trostspendern und süßen Traumbringern.

Die einzelnen Kapitel sind deshalb:
  • Start in den Sonntag
  •                                Süße Kleinigkeiten für Frühaufsteher
  •                                Allerlei für den Langschläfer-Brunch

  • Sonntagstisch
  •                                Tartes der Saison zum Dessert

  • Sonntagnachmittag mit oder ohne Gesellschaft
  •                                Kaffee und Kuchen: Tradition trifft modern
  •                                Feines zum Tee  

  • Sonntagsausflug
  •                                Blechkuchen und andere flache Kuchen für Groß und Klein

  • Sonntagsbesuch bei Familie und Freunden
  •                                Süße Mitbringsel schön verpackt

  • Fin Du jour
  •                                Trostspender, Gôuters für Leseratten und Musikliebhaber,
                                       Schräges für TV-Serienfreaks, süße Traumbringer und mehr
  • Draufgabe
  •                                Süßes zum Draufstreichen


Wie schon geschrieben, die Rezepte sind eher einfach und schnell, aber eben auch abwechslungsreich und ich fand auch noch das ein oder andere Rezept, das ich noch nicht kannte (oder das in Vergessenheit geraten ist).
 
Französische und italienische Einflüsse sind direkt zu bemerken, zum Beispiel an den Early Bird Sablés und dem Buccellato aus Lucca (einem Hefegebäck), die zum Frühstück serviert werden. Oder natürlich bei den Tartes zum Dessert - hier wird es vorwiegend fruchtig mit Erdbeer-Rhabarber-Galette oder Pflaumentarte mit Mascarponecreme.
 
Aber auch die österreichische Herkunft lässt sich nicht leugnen - davon zeugt eine Mohntorte ganz in weiß.
 
Und natürlich gibt es noch Rezepte mit anglo-amerikanischem Einschlag. Mir haben dabei besonders der Zitronenbundkuchen mit Karamell, Katherine Hepburns Brownies oder der Pound Cake Elvis (mit Erdnüssen) gefallen. Alle drei sind direkt auf meine Nachbackliste gewandert (aber nicht alleine, hier gibt es schließlich noch andere leckere Rezepte). Und bei den letzteren zweien handelt es sich wohl sogar um Originalrezepte. Die Brownies wurden von Katherine Hepburn immer selbst gebacken und der Pound Cake war der Geburtstagskuchen des King of Rock'n'Roll.
 
Auch für unser Weihnachtsplätzchenteller habe ich noch Rezepte gefunden (wenn sie auch nicht speziell dafür gedacht sind) - Bocconotti, kleine Betthupferl mit zweierlei Füllung (einmal grüne Feigenmarmelade, einmal Nuss-Nougat mit Nüssen) und Pasticcini mit Nusskaramell.
 
Nachgebacken habe ich bisher nur ein Rezept, den Zebrakuchen hier und er war sehr lecker.
Die Plätzchendose muss noch ein bisschen warten, bis sie gefüllt wird, dazu bin ich leider noch nicht gekommen.
 
Hier noch die genaueren Infos zum Buch:
 
Ilse König
ISBN 978-3850339414
Preis 29,90
 
 
Ich finde das Buch insgesamt sehr gelungen, auch wenn ich mir vielleicht wenigstens ein paar kompliziertere Rezepte für den Kaffeetisch gewünscht hätte. Aber ich glaube, das ist einfach nicht der Stil von Ilse König (und ich habe ja auch eigentlich genug Bücher, wo ich solche Rezepte finde).
 
In diesem Sinne zitiere ich noch aus dem Buch und wünsche euch frohes Backen:
 
"Wer jeden Tag nur Kuchen isst und Keks und Schokolade, der weiss ja nicht, wann Sonntag ist, und das ist wirklich schade (anonym) "




Schick in Streifen

Nein, nein, nicht weiterklicken ihr seid schon noch richtig. Hier geht es immer noch um Süßes, nicht um die neuesten Modetrends. Aber um unsere (vielleicht zwar nicht mehr ganz so neuen) Backofentrends wie diesen Zebrakuchen hier.


Marmorkuchen ist bei uns das ganze Jahr über beliebt. Und diese besonders fluffige Version im Streifenlook kam mir wieder als besonders lecker in die Erinnerung, als ich (schon wieder) ein Testbackbuch durchblätterte. Denn genau dieser lachte mich aus Ilse Königs neuem Buch "Süßer Sonntag ".
Da war für mich und meine beiden Mädels, die so langsam heftigst Mitspracherecht fordern bezüglich was bei uns so im Ofen und dann auf dem Kaffeetisch landet klar -der und kein anderer.


Das Rezept ist nicht besonders neuartig, Zebrakuchen hat wahrscheinlich schon so gut wie jeder mal zumindest gegessen, vielleicht auch als tiger cake, wie er im englischsprachigen Raum genannt wird.

Aber egal, DIESE Streife werden bei uns wohl immer "in" bleiben.
Durch das Öl bleibt der Kuchen auch gekühlt so richtig schön flauschig und luftig, er ist extremst schnell zusammengerührt (auch wenn nicht gerade Sonntag ist) und schmeckt auch schon mal zum Frühstück (Ähem...). Bei meiner Kleinen vorzugsweise noch mit einem Belag aus Nutella. Woher dieses Kind das wohl hat?


Zebrakuchen

4 Eier                         
250 g Zucker         
1 Päckchen Vanillezucker           
250 ml Sonnenblumenöl    
100 ml Milch
300 g Mehl
1 EL Backpulver              
25 g reines Kakaopulver                       

       
Den Backofen auf 180° C (Umluft 160° C) vorheizen.
Die Eier mit Zucker und Vanillezucker, Öl und Milch mit dem Schneebesen des Handrührers hell und schaumig schlagen. Die Masse  in zwei gleiche Teile trennen, die auf 2 Schüssel aufgeteilt werden.

In die eine Hälfte Teig 180 g Mehl (vermischt mit 1/2 EL Backpulver und ganz wenig Salz) geben und unterrühren.
In die andere 120 g Mehl, vermischt mit dem restlichen 1/2 EL Backpulver, Salz und dem Kakao einrühren.

Eine Springform (Ø 24 cm) einfetten und dann wird's gestreift.

2 EL hellen Teig in die Mitte geben. Darauf mittig 2 EL dunklen Teig geben, darauf wieder 2 EL hellen Teig usw. bis beide Teige verbraucht sind. Der Teig läuft von der Mitte aus zu den Rändern und es entsteht ein kreisförmiges Zebra-Muster.

Den Kuchen im Ofen etwa 40 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Für die Garprobe einen Zahnstocher in den Teig stecken, bleibt kein Teig mehr daran kleben, ist der Kuchen gar und kann aus dem Ofen genommen werden. Den Zebrakuchen in der Form abkühlen lassen.




Buchvorstellung Wild auf Schokolade

Nach dem Buch Wild backen das zweite Buch von Eveline Wild, dass ich euch diesen Herbst vorstelle.


Das erste Buch hat mir eigentlich sehr gut gefallen. Vielleicht kann sich der eine oder andere noch an die Buchvorstellung erinnern? Dort findet ihr auch genügend Infos über die Autorin.

Dieses Buch muss sich nicht hinter dem Erstlingswerk verstecken. Es enthält 65 genauso hochwertige Rezepte, wenn auch genau wie im ersten Buch nicht alle unbedingt für Anfänger geeignet sind (teilweise vom Schwierigkeitsgrad her, teilweise weil ein paar Angaben fehlen und man auf seinen Erfahrungsschatz zurückgreifen muss). Und wieder ist es eine schöne Mischung aus Klassischem und Innovativem, sei es bei den verwendeten Zutaten oder beim Dekorieren/Anrichten. Im Gegensatz zum ersten Buch wollte der Funke aber nicht so ganz überspringen.

Woran das liegt kann ich nicht so genau sagen, denn es gibt schon alleine vom Namen her viele tolle Rezepte und auch eine bunte Mischung davon.
So findet sich eine Trinkschokolade mit Earl- Grey Tee auf der gleichen Seite wie eine gehaltvolle, (fast) normale. Oder es gibt eine (relativ) einfache Schokoladentarte ebenso wie Yuzucreme unter knackigem Karamell mit Zitrusfrüchten.


Nun aber genaueres zu Aufbau und Inhalt.
Bereits in Ihrem Vorwort weist die Autorin darauf hin, dass es Schokolade in ganz unterschiedlichen Qualitäten gibt.
Es folgt die Geschichte der Schokolade, die Schokoladenherstellung und die Verarbeitung von Schokolade inklusive Tipps zum Schmelzen, wie das Klumpen verhindert wird,...

Nach den Grundlagen geht es in folgenden Kapiteln an die schokoladigen Rezepte:

– Schokolade heiss und kalt (Getränke und Eis)
– Desserts
– Torten
– Kuchen und Tartes
– Knusprige Kleinigkeiten
– Deko-Ideen und Arbeitstechniken.

Und wieder gibt es bei den schwierigeren Rezepten einen QR-Code und auch eine URL, die zu einer YouTube Playlist mit Filmen zu diesen Rezepten führen.

Inwieweit dies nötig ist, weiß ich nicht, denn es gibt direkt bei den Rezepten oft auch bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
Wie schon im vorhergehenden Werk sind die Fotografien klar und elegant, ohne viel SchnickSchnack auf das wichtigste beschränkt.

Und dieses Mal gibt es sogar ein ausführliches Register ;-)

Ich habe es bisher leider nur geschafft, eins meiner drei Testrezepte zu verbloggen. Zwei davon waren aber ganz wunderbar lecker und haben auch sehr gut geklappt. Hier Klick könnt ihr euch nochmal die Schokoladenmousse-Orangentorte ansehen (und auch backen).
Das andere Rezept war eine Mousse-au-chocolat-Tarte mit gebackener Schokofüllung auf einem knusprigen Nussmürbteig. Die gab es bei uns zum Sonntagskaffee und war schneller weg, als ich den Fotoapparat zücken konnte. Und sie war ganz schnell neben dem Kochen zusammengerührt - hat also das Potential zu einem absoluten Lieblingsrezept. Aber ich zeig euch wenigstens das Bild aus dem Buch:



Das letzte Testrezept war das schokoladige Spritzgebäck mit Gelinggarantie , was ich jetzt aber nicht so berauschend fand - es kommt irgendwie ziemlich geschmacksneutral daher. Wen das Rezept trotzdem interessiert, der darf bei der Schokoladenfee hier nachlesen, sie hat es auch schon gebacken.

Meine Mädels würden sofort die Samt- und Seide Trinkschoko schlürfen, die ich bisher nur noch nicht nachgemacht habe, weil ich befürchte, dass es die sonst jeden Tag geben muss.
Und zum Glück steht an Weihnachten auch noch der Geburtstag unserer Großen an, um einen Anlass für die tolle Bananen-Limetten Schokotorte zu haben - und vielleicht direkt noch die Schokoladen Birnen-Tarte dazu...

Was das Buch aber für mich interessant macht sind die etwas ausgefalleneren Rezept wie Rosmarin-Schokoladenmousse oder der Frankfurter Kranz auf Steirisch ( mit Kürbiskernen) zwischendrin.


Hier noch die Daten zum Buch:
Eveline Wild
Wild auf Schokolade: Torten, Tartes, Desserts, Pralinen & Co
ISBN: 978-3854317111
Pichler Verlag
Preis: 24,90 Euro

Insgesamt kann ich es euch trotz einem Fehlschlag empfehlen und es werden auch noch ein paar Rezepte daraus getestet.



Minimadeleines

Heute habe ich eine Art Grundrezept für euch dabei für unser absolutes Lieblingsgebäck für jeden Tag. Das schöne daran, ist, dass das Rezept sehr wandlungsfähig ist und doch immer schmeckt.
Vor allem meinen beiden Mädels, die manchmal extrem wählerisch sein können (und die pupsnormalen Rührkuchen im Miniformat fast am liebsten mögen).
 

 
Immerhin, gaaaanz pupsnormal kommen diese Madeleines nicht daher. Denn sie sind viel zarter, saftiger, leckerer und luftiger (aber nicht so sehr, dass man meint, sie seien aus Biskuitteig) als normaler Rührkuchen - und das mit einem zarten, unvergleichlichen Butteraroma.
 
 
Ich habe meine neue Mini-Madeleinesform ausgetestet und das Ergebnis waren wirklich winzigste Madeleines. In jede Vertiefung passt nur ein knapper halber Teelöffel Teig - um dann Madeleines zu erhalten, die in die Ausbuchtung eines Teelöffels passen.
Es ist also praktisch eine endlose Geschichte, wenn man eine Schüssel Teig und nur ein Blech hat, um sie zu backen.
 
 
Aber für meine Mädchen waren sie der absolute Hit - und seit langem das erste Mal, dass sie bei Kuchen nicht mehr aufhören konnten zu essen. So habe wenigstens nicht nur ich mir immer wieder noch schnell eines geschnappt...
 
Um das Ganze wenigstens etwas zu beschleunigen,habe ich auch einen Teil in meine normal große Madeleinesform gepackt und eine erstaunliche Entdeckung gemacht:
die Winzlinge kommen eher leicht keksig, die normal großen eher kuchiger aus dem Ofen.
Ich finde das super, so ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

Das ganze war schon wieder ein Testrezept, und zwar aus Kinder, an den Herd!: Wir kochen, experimentieren und staunen , dort mit der geriebenen Schale einer unbehandelten Orange und im Muffinblech, bei mir mit Aroma nach Wahl und gleich in zweierlei Backformen.


 

Minimadeleines

80 g Butter
2 Eier
50 g Zucker
Aroma nach Wahl (bei mir Vanille, es geht aber auch Zimt, Zitronen- oder Orangenschale, Rum, Tonkabohne...)
1 Prise Salz
100 g Mehl, Type 405
1 gestrichener TL Backpulver
 
 
Ofen auf 200°C vorheizen und die Backform ausfetten.
 
Butter in einen kleinen Topf geben und leicht erhitzen, bis sie geschmolzen ist. Dann wieder etwas abkühlen lassen.
Eier, Zucker, das gewünschte Aroma und Salz in eine Schüssel geben und zu einer sehr hellen, schaumigen Masse aufschlagen.
Mehl und Backpulver zusammen auf den Eischaum sieben und vorsichtig unterheben. Zum Schluss noch die flüssige Butter zugießen und unterheben.
 
Optional: den Teig abgedeckt ungefähr eine Stunde ruhen lassen, dann bekommen die Madeleines einen schöneren typischen "Hupf". Es geht aber auch ohne.
 
Den Teig in die Vertiefungen der Backform füllen, jeweils ungefähr zu 2/3 voll. Das entspricht bei meiner Backform für die kleinen ungefähr einem halben Teelöffel.
Die Backzeit für die ganz Kleinen beträgt ca. 8 Minuten bei 200°C, die größeren ca. 11 Minuten.
Im Muffinblech mit 12 Vertiefungen brauchen die Madeleines ungefähr 25 Minuten




Buchvorstellung Linda Lomelinos Backen

Auf den Erscheinungstermin dieses Buchs haben sicher so einige gespannt gewartet, den Linda Lomelino ist mit ihrem Blog und dem nunmehr dritten von ihre erschienenen süßen Buch einer der Stars unter den bloggenden Hobbypatissiers – und bäckern.
Und jetzt kommt auch endlich meine Buchvorstellung, nachdem ich die letzten Wochen euch mit meinen Testrezepten zugeballert habe.


Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an die Vorstellung ihres Tortenbuchs hier (dort findet ihr auch eine genauere Vorstellung ihrer Persönlichkeit) – und wer nicht, der kann auf sämtlichen Backblogs wahrscheinlich mindestens eine in dem ihr typischen Stil dekorierten Torten bewundern (auch wenn das Rezept vielleicht nicht von Linda ist, ihre Art, Torten richtiggehend zu inszenieren findet man sehr oft wieder). In der Zwischenzeit ist auch ein Eisbuch von ihr erschienen und jetzt dieses Buch hier – Lomelinos Backen . Laut Klappentext ihre besten Backrezepte für alle und für jede Gelegenheit.

 
Ein erstes Durchblättern zeigt erfreulicherweise auch einiges, was bei uns als „Alltagsgebäck“ durchgeht, also nicht nur opulente Torten, sondern Hefegebäck oder Rührkuchen und Obsttartes. Und eine scheinbar Vorliebe für Donuts in allen Variationen ;-)
Und wieder sieht der Buchrücken zuerst etwas lustig aus, wie schon ähnlich im ersten Buch, nur dieses mal nicht vorangestellt sondern als dünnere Einschnitte. Zwischen den Kapiteln mit den Backrezepten sind optisch und haptisch direkt erkennbar durch etwas schmälere Seiten die Grundlagen kapitel zu Backen und Dekorieren und sogar ein kleines Kapitel zu Foodstyling und – fotografie eingestreut. Man lernt das Wichtigste, ohne dabei zu sehr in die Tiefe zu gehen (ich selbst habe jetzt nichts für mich neues darin gefunden, aber ich denke, die Basics sollte ich auch mittlerweile draufhaben)



Die Kapitel mit den Rezepten nennen sich:
  • Gartenträume
  • herbstliche Ernte
  • Zitrusnoten
  • schokoladige Genüsse
  • Nussig und karamellig
Die Gartenträume befassen sich vorwiegend mit Gebäck, dass entweder mit Früchten oder Beeren zubereitet wird, mit Blüten dekoriert wird oder es werden entsprechenden Sirups wie Holunderblütensirup für z.B. eine Glaur verwendet. Es finden sich eher Sommerfrüchte in den Backwerken wie bei einem Himbeer-Oreo-Cheesecake oder einem einfachen sommerlichen Rhabarberkuchen.

Mit der herbstlichen Ernte bäckt man einen Pfirsich-Pflaumen-Kuchen oder macht sich Apple Fritters.
Zitrusnoten findet man in einer mit dem Flambierbrenner bearbeiteten Zitronen-Baiser-Torte (die sieht wirklich toll aus) oder der auch auf dem Titelbild befindlichen Crepestorte mit Orange, Schokolade und Cointreau.


Mein Lieblingskapitel ist eindeutig das mit den schokoladigen Genüssen. Kleine Schokoladenbrioches, verschiedene Cookies (mit Dulce de Leche als Füllung oder einem Herz aus Nutella) oder Bier-Brezel Cupcakes machen Lust sofort den Ofen anzuschmeißen.
Ich brauche auf jeden Fall ganz dringend eine Großpackung Maltesers um die Brownies damit zu backen...

Auch im folgenden Kapitel "Nussig und Karamellig" bleibt die Schokolade nicht immer außen vor sondern findet öfters mal Verwendung. Der Banoffee Pie mit Bananen, Sahne, Karamell und Schokospänen sieht extrem verführerisch aus - mich lockte aber ihre Variante des Zupfzopfs (hier Ziehhamonika-Zimtbrot) und die Variante davon  - Monkey Bread noch viel mehr.



Unsere ausprobierten Rezepte sind allesamt gelungen, wenn ich auch teilweise etwas skeptisch war (siehe auch der flüssige Teig der Schoko-Espresso-Cupcakes). Die Rührteige sind oft mit großer Flüssigkeitszugabe gebacken, was frisch zwar wirklich superlecker und saftig schmeckt, aber am nächsten Tag finde ich diese Gebäcke meist nicht mehr sooo toll. Sie haben dann langsam eine etwas komische Konsistenz und werden an der Oberfläche irgendwie feucht.

Das waren meine Testrezepte:
Hier noch die Daten zum Buch:

Linda Lomelino
Lomelinos Backen: Torten, Kuchen, Kleingebäck
ISBN: 978-3038008583
AT Verlag
Preis: 26,95 Euro


Mein Fazit:
Ich finde das Buch insgesamt gelungen, wenn sich auch viele  Rezepte der üblichen Verdächtigen, die man inzwischen auf vielen Blogs findet doch langsam ziemlich bekannt anhören. Das wäre auch wahrscheinlich für mich der Grund gewesen, dieses Buch nicht unbedingt zu kaufen - mir ist einfach zu vieles bekannt. Wahrscheinlich habe ich langsam doch zu viele Backbücher im Regal - daran ist aber nicht Linda Lomelino schuld und deshalb kann ich ihr das ja auch nicht ankreiden. Dennoch habe ich einiges gefunden, was mich zum Nachbacken reizt, auch wenn ich teilweise die Rezepte für die Teige durch andere Rezepte ersetzen werde.