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Apple Frites (oder auch Apfelkrapfen)

Um ein Valentinstagsrezept schummle ich mich dieses Jahr herum, dafür liegt mir der Tag einfach nicht genug am Herzen. Aber wenn ihr schon nichts für den Liebsten von mir bekommt, dann wenigstens was für seinen Rettungsring ;-).


Denn diese Krapfen haben mich schon im Herbst in dem Buch "Die Backfee. Süß und salzig " von Manuela Kjeilen für das Testbacken angelacht. Aber sie mussten bis zur passenden Jahreszeit warten, den Fettgebackenes kommt bei uns nicht wirklich oft auf den Tisch. Besser gesagt maximal 1 mal im Jahr - an Fasching. Und dann meist auch nicht selbstgemacht, sondern von der Oma geschnorrt.
Der Grund? Kann ich gar nicht so sagen. Vielleicht die Brandblase an meinem Unterarm, die mich wieder daran erinnert hat, das Frittieren auch mit der Fritteuse nicht nur nebenbei passieren sollte...


Egal, der Großteil von mir ist unbeschadet wieder aus der Küche gekommen und das Frittieren funktioniert mit der gehörigen Portion Vorsicht auch in einem normalen Küchentopf (dann habt ihr aber nicht eine so luxuriöse Temperaturangabe sondern müsst diese mit einem Holzkochlöffel prüfen - steigen Bläschen auf, ist das Fett heiß genug).

Was mich an diesen Apple Fritters so gereizt hat, war, dass eigentlich die inneren Löcher von Doughnuts dafür verwendet werden und die angeknabberten Frites dann aussehen, wie Monkey Bread. Und so ähnlich werden sie auch zusammengesetzt, nur dass noch weich gedünstete Äpfel reinkommen. Und ZIMT!!!. Dann muss ich sie ja backen....
Doughnuts habe ich nicht gemacht, aber ungefähr ein Drittel des Teiges dafür. So passt das Verhältnis von zimtigen Äpfeln zu lockerem Hefeteig .

Uns haben sie wunderbar geschmeckt, eine saftige Abwechslung zu den normalen schwäbischen Fasnetsküchle ohne Füllung und zu normalen Berlinern mit der immer gleichen Himbeermarmelade.

meine süße Werkstatt

Apple Frites



Hefeteig:
80 ml Milch, lauwarm
20 ml Wasser
14 g Hefe
1 EL Zucker
220 g Mehl
30 g weiche Butter
1 Ei
etwas gemahlene Vanille

1 Prise Salz
Apfelmischung:
250 g Äpfel
1 TL Zucker (Originalrezept 50 g)
3 EL Zitronensaft
1 EL Mehl
1 EL Zimt

Guss - Menge je nach Geschmack:
ca. 100 g Puderzucker
etwas Zitronensaft

Für den Hefeteig das Mehl in eine verschließbare Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen. In die Mulde die Milch und das Wasser gießen. Darin die Hefe mit einem TL des Zuckers auflösen.
10 Minuten stehen lassen.

Dann die restlichen Zutaten zugeben und zu einem homogenen Teig verkneten. 60 Minuten gehen lassen, nochmals durchkneten und auf einer Arbeitsfläche zu einem ungefähr 1 cm hohen Rechteck ausrollen.

 
Mit einem Messer oder noch besser einem Pizzarad in kleine Quadrate schneiden (ca. 2 x 2cm). Dabei müsst ihr nicht wirklich genau sein. Abdecken und weitere 20 Minuten gehen lassen.

In dieser Zeit die Äpfel schälen, entkernen und würfeln.
Zusammen mit Zucker und Zitronensaft in einem Topf weich dünsten (dauert ungefähr 5 Minuten).
Die gedünsteten Äpfel von der Herdplatte nehmen und weitere 5 Minuten abkühlen lassen.
Mehl und Zimt untermischen.

Die Fritteuse auf ca. 180°C erhitzen (oder ein mit soviel Frittierfett - z.B. Sonnenblumenöl - gefüllten Topf, dass das Fett eine ca. 3 bis 4 cm dicke Schicht bildet - Temperatur wie oben beschrieben mit einem Holzkochlöffel testen).

Die Apfelmischung über den Teigquadraten verteilen und beides vorsichtig miteinander mischen.
Ca. 15 Kugel daraus formen und mit einem Tuch bedeckt nochmals 10 Minuten gehen lassen.
Dann vorsichtig ins heiße Fett setzen (die Temperatur ggf. etwas reduzieren) und eine Seite goldbraun ausbacken (bei mir hat das ungefähr 3 Minuten gedauert). Mit einer Gabel oder ähnlichem vorsichtig umdrehen und auch die andere Seite goldbraun ausbacken.
Merkt euch die Backzeit und brecht einen Krapfen auseinander. Sollte der Teig innen noch roh sein, müsst ihr die Frittierzeit für die anderen Krapfen erhöhen.


Für den Guss Puderzucker mit soviel Zitronensaft verrühren, bis eine sehr dickflüssige Paste entsteht. Die Krapfen eintauchen oder nur damit beträufeln.






Kommentare:

  1. Du machst mir ja Mut, Barbara! Auch mich hält eine dicke Brandblase aus früheren Zeiten erfolgreich vom Frittieren ab. Du hast das Trauma anscheinend überwunden. Die zubereitungsweise ist ja ulkig. Lassen sich die Dinger denn gut Formen?

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  2. Ja, sie lassen sich ganz gut formen, da der Teig selbst relativ feucht ist. Es ist auch mehr ein Zusammengedrücke als ein richtiges Formen ;-)
    Mit Frittieren bin ich eigentlich halbwegs geübt und routiniert, bis ich dann immer wieder mal leichtsinnig werde und schmerzhaft daran erinnert werden muss, dass es eben doch heiß ist.

    Liebe Grüße,
    Barbara

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