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Karamellmousse mit Zimtstreuseln

Habt ihr Lust auf Nachtisch? Da hier zur Zeit das Thema "Torte" ein wenig kurz kommt habe ich heute eine kleine Köstlichkeit für euch dabei.
Nicht zu süßes, aber herrlich lockeres Karamellmousse mit knusprigen und doch zarten Zimtstreuseln bilden eine interessante Einheit aus samtig weich und knackig.
 
meine süße Werkstatt
 
Auch wenn das ursprüngliche Rezept von Francisco Migoya , einem der bekanntesten Patissiers Amerikas und Vertreter der Modernist Cuisine, die so gerne mit allen möglichen Mittelchen spielen, stammt, ist die von mir gemachte Variante eigentlich einfach herzustellen. Sie braucht nur etwas Zeit. Allerdings habe ich auch nicht das komplette Dessert von ihm gemacht und dem ganzen auch eine weniger komplizierte Form gegeben.
 
Bei mir kommt die Mousse koch- und abwaschfreundlicher direkt in die Serviergläschen und werden auch nicht noch von einem Reismilchschleier (für den ich ein im normalen Haushalt eher ungebräuchliches Geliermitteln namens Gellan benötigt hätte) bedeckt.
 
Das tat dem Genuss aber keinen Abbruch und ich glaube, niemand hat eine zusätzliche Komponente vermisst. Ich schon gar nicht, da ich sowieso nicht so der Geleefan bin.
 
Durch die etwas andere Zubereitungsart wird die Mousse besonders luftig und cremig.
Das Rezept ergibt 10 Portionen.
 
 

Karamellmousse mit Zimtstreuseln

Zimtstreusel:
Streusel:
165 g Mehl
80 g Zucker
80 g kalte Butter
1 TL Zimt
1 Prise Salz
 
Karamellmousse:
110 g Schlagsahne
140 g Zucker
45 g Butter
2 Eier
7 g Gelatine, eingeweicht in ca. 20 ml Wasser
360 g Schlagsahne
 
Dekoration:
ca. 50 g Schokoladenspäne aus Zartbitterschokolade
 
Für die Streusel den Backofen auf 160°C vorheizen. Alle Zutaten zu einem krümeligen Teig verkneten. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Streusel in einer dünnen Schicht darauf verteilen. Eventuell noch etwas Zimt darüber streuen und für 10 Minuten im heißen Backofen goldbraun backen.
Auf dem Blech komplett abkühlen lassen.
 
Den Zucker in einen Topf streuen. Der Topf sollte so groß sein, dass die Schicht nicht zu dick wird, sonst erhält man kein schönes Karamell (der Zucker schmilzt sonst zu ungleichmäßig). Auf die Herdplatte stellen und den Zucker zuerst schmelzen lassen, dann weitererhitzen, bis er goldbraun karamellisiert ist (Bitte erst rühren, wenn der Zucker geschmolzen ist, ansonsten gibt es leicht Klumpen).
Butter zugeben und vollständig unterrühren. Es soll eine homogene, hellbraune Masse entstehen. Vorsicht - hier kann es leicht Spritzen!
Dann die Sahne zugeben und ebenfalls komplett unterrühren.
Von der Hitzequelle nehmen und beiseite stellen.
 
Ein Wasserbad "bauen" indem ein Topf mit etwas Wasser gefüllt wird und eine genau rein passende Schüssel einhängen (der Schüsselboden sollte gerade so nicht die Wasseroberfläche berühren).
Die Eier in die eingehängte Schüssel geben und das Wasser im Topf bei hoher Stufe erhitzen. Dabei die Eier mit dem Handrührgerät (mit angebrachtem Schneebesenelement) aufschlagen.
Sobald die Eimasse deutlich andickt (bei ca. 84°C) die Schüssel aus dem heißen Wasser nehmen und weiterschlagen, bis die Eimasse ungefähr Raumtemperatur angenommen hat (am einfachsten geht das, wenn man die Eier dazu in die Küchenmaschine umfüllt).
 
Die Karamellmischung wieder erhitzen, bis sie kurz aufblubbert und in einem dünnen Strahl am Schüsselrand in die Eischaummasse laufen lassen.
Die eingeweichte Gelatine zugeben und weiter aufschlagen, bis sie sich in der Eimischung komplett aufgelöst hat. Langsam weiterrühren lassen, bis die Schüssel sich aussen nicht mehr warm anfühlt.
 
Die zweite Sahnemenge locker aufschlagen und in 2 Etappen unter die Ei-Karamell-Mischung heben.
 
In 10 Portionsgläschen verteilen und ungefähr eine Stunde kühl stellen.
Kurz vor dem Servieren mit den Streuseln und Schokospäne bestreuen.
 
Ich habe die Mousse aber  in einer großen Schüssel benötigt. Damit aber doch noch etwas Farbe ins Spiel kam, musste eine noch Zuckerrose als Deko herhalten. Nicht die schönste, die ich je gemacht habe, aber nach einer Weile "Zuckerblumenabstinenz" auch nicht so schlecht.
 
 


Kommentare:

  1. Boah, das klingt ja lecker, Barbara! Karamell und knusprige Streusel sind schon mal Reizworte für mich. Das Rezept Merk ich mir!
    Liebe Grüße Maren
    P. S. Die Zuckerrose ist ja wohl der Knaller!

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    1. Hallo Maren, da sind wir wohl ähnlich gestrickt - alles, was mit Karamell zu tun hat, zieht mich magisch an. Und danke für dein Kompliment zur Rose!

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  2. Schöne Bilder und eine Übersichtlicher Blog. Toll!

    Schau doch mal bei uns vorbei www.makeacake.ch

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