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Ein blasser Käsekuchen, der sich aber dennoch nicht verstecken muß

Vor allem nicht hinter seinen meist genauso farblosen amerikanischen Geschwistern.
Aber ein bisschen mehr Farbe hätte ich (ausgehend von der Abbildung im Buch) aber schon erwartet. Vielleicht verhält sich manche Käsekuchenmasse wie meine Beine im Sommer - die können noch so viel Sonne sehen, bekommen aber nie auch nur einen Hauch von bräunlicher Farbe.


Letztendlich habe ich so aber wohl die perfekte Backofeneinstellung für american Cheesecakes gefunden, ohne kompliziert in einem Wasserbad zu backen. Den der Kuchen behält seine vornehme Blässe und wird hier auch ohne Frischkäse wunderbar cremig und doch eher luftig, wie man von einem europäischen Käsekuchen gewohnt ist.



Da ich mit 26 cm Durchmesser eine kleinere Springform verwendet habe als im Originalrezept ( 28 cm) habe ich auch weniger Käsekuchenmasse und Mürbeteig zubereitet. Genauer gesagt 2/3 davon, also schon um einiges weniger. Aber Füllung und Boden waren ausreichend dick, mehr wäre mir persönlich zu viel gewesen. Und ich bezweifle, dass der Kuchen dann in der angegebenen Backzeit überhaupt gar geworden wäre. So hat es aber perfekt gepasst. Das nächste Mal würde ich aber den Boden vorbacken, er war mir so nicht knusprig genug.

Auch an den Zutaten für die Füllung habe ich ein wenig gespielt. Da mir die Käsemasse oft zu sauer wird, habe ich Orangen- und Zitronensaft einfach weggelassen. Vanillepuddingpulver war nicht da, nur Sahnepudding (vielleicht deswegen auch die blassere Farbe?). Dafür habe ich aber dann wiederum das Eiweiß, dass vom Boden übrig blieb mit steif geschlagen und untergehoben. So hatte mein Kuchen eine ausgeglichene Eierbilanz und ich keine Reste.

Und bevor ichs vergesse - das Ursprungsrezept stammt aus dem Hüftgold-Backbuch von Florian Lechner.


Käsekuchen

Mürbteig:
1 Eigelb
90 g Puderzucker
1 Prise Salz
1/4 TL Vanille, gemahlen
150 g Butter
240 g Mehl Type 550
 
 
Quarkmasse:
4 Eier, getrennt
1 Eiweiß
200 g weiche Butter
160 g Zucker
Schale (gerieben) 1 Zitrone und 1 Orange
etwas gemahlene Vanille
800 g Quark
2 Päckchen Vanille- (oder Sahne-)Puddingpulver
 
Zuerst den Mürbteig zubereiten. Dazu alle Zutaten außer das Mehl kurz verkneten, dann das Mehl unterkneten, bis ein homogener Teig entsteht. In Folie gewickelt im Kühlschrank ca. 30 Minuten ruhen lassen.
 
Den Backofen auf 160°C vorheizen. Eine Springform mit 26 cm Durchmesser bereitstellen.
Den Mürbteig dünn ausrollen und in die Springform legen, dabei auch einen Rand hochziehen.
 
Für die Quarkfüllung die Butter schmelzen. Eigelbe und 100 g des Zuckers in einer Schüssel sehr schaumig und hellgelb schlagen.
Die geriebene Zitronen- und Orangenschale, sowie die Vanille zur Eigelbmasse geben und unterrühren.

Quark zugeben und unterheben. 

Puddingpulver und die flüssige, aber nicht mehr heiße, Butter ebenfalls zugeben und einrühren.


Die Eiweisse steif schlagen, dabei den restlichen Zucker einrieseln lassen. 

Das steife Eiweiß vorsichtig unter die Quarkmasse heben und das Ganze in die Springform füllen.
 
Auf der mittleren Schiene 20 Minuten backen. Dann die Temperatur auf 120°C reduzieren und für weitere 45 Minuten backen.
 
Am besten komplett in der Form abkühlen lassen und dann im Kühlschrank auch noch in der Form etwas stabiler werden lassen und erst wenn er wirklich komplett kalt ist aus der Springform nehmen.




Kommentare:

  1. Es ist zwar erst kurz vor 8:00, aber trotzdem hätt ich gern so ein Stückchen jetzt :D
    Kann man das irgendwie managen, dass es bis in den Süden Österreichs weitergeleitet werden kann? Am besten mit Highspeed :P

    Liebste Grüße, Kevin (lawofbaking.com)

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    1. Mmmh, ob das wohl klappt? Ich glaube, Foodblogger könnten einen Beamer richtig gut gebrauchen :-)

      Liebe grüße zurück, Barbara

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