/

Gooey cinnamon squares - Butterkuchenwürfelchen mit Zimtkruste

Kennt ihr das auch - kaum lest ihr an einem Rezept "Bestreuen mit Zucker und Zimt", schon wandert ihr unweigerlich in die Küche und macht es nach?


Ich glaube schon allein der Gedanke an Zucker und Zimt löst bei mir diese Art von Pavlov´schem Reflex aus - dagegen ist man eigentlich machtlos. Angefangen hat es schon früh in der Kindheit mit Waffeln, Apfelmus und etwas Zimtzucker und fand seinen vorläufigen Höhepunkt mit der Entdeckung von Snickerdoodles - die jetzt hiermit abgelöst werden.

Das ursprüngliche Rezept stammt aus dem "The Smitten Kitchen Cookbook " von Deb Perelman und machte kurz nach Erscheinen des Buches seine Runde durch gefühlt sämtliche englischsprachigen Backblogs - wie ich finde, zu recht. Ich bin mal wieder etwas mehr als später dran, aber was solls.

Eigentlich sehen diese kleinen Würfelchen (nur knapp 2,5 x 2,5 cm groß) sehr unscheinbar aus, zumindest auf Fotos. Was soll an einem scheinbar ganz normalen Rührkuchen denn schon besonderes sein? Aber wenn ihr sie riechen könntet, dann könntet ihr auch nicht mehr an euch halten und würdet sofort in die Küche stürzen.


Und noch was ist anders - die Unterlage der Kruste besteht nämlich aus zwei Teigen. Einer Art weichem Keksteig als unterste Schicht und einer Art heller Brownieteig als Zwischenschicht, bevor eine dicke Lage Zucker und Zimt das ganze mit einer (nach dem Backen) feinen Knusperschicht, die an Creme Brulée erinnert, bedeckt.
Hab ich euch jetzt?

Aber ich muss zugeben, das Ganze ist recht reichhaltig. Kinder schaffen vielleicht mehr, aber bei mir war nach 3 Würfelchen Schluss. Dann hat man aber dafür auch länger was davon, denn sie sind in einem gut verschließbaren Behälter ungefähr eine Woche haltbar (soweit nicht immer wieder die Finger darin landen und sich doch noch eins rausstibitzen - die Würfelchen sind ja nur ganz klein und so schnuckelig ;-)  )

Noch ein Wort zu den Zutaten: Ich habe das Rezept etwas "eingedeutscht" und die Kombination von Cream of Tartar (Weinstein) mit Natron durch Backpulver ersetzt. Der vorgeschlagene leichte Maissirup ist auch nicht so einfach zu bekommen, aber in der Zwischenzeit gibt es in Supermärkten immer öfter auch von Grafschafter den hellen Karamellsirup, der diesen sehr gut ersetzen kann. Aber es spricht absolut nichts dagegen, einen nicht zu geschmacksintensiven Honig zu verwenden.


Butterkuchenwürfel mit Zimtkruste

Cookieschicht:
190 g Mehl, Type 405
2 TL Backpulver
1/4 TL Salz
115 g weiche Butter
150 g Zucker
1 Ei
60 ml Vollmilch
 
Kuchenteigschicht:
60 ml heller Maissirup, Karamellsirup oder Honig
60 ml flüssige Sahne
1 TL gemahlene Vanille
170 g weiche Butter
225 g Zucker
1/4 TL Salz
1 Ei
155 g Mehl, Type 405

Zimt-Topping:
2 Esslöffel Zucker
1 1/2 Teelöffel gemahlener Zimt
 

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Einen rechteckigen Backrahmen auf eine Größe von ungefähr 23 x 35 cm einstellen und auf das Backpapier stellen. Oder gleich eine rechteckige Form in einer ungefähr entsprechenden Größe verwenden.

Ofen auf 180ºC vorheizen.

Zuerst die Cookieschicht herstellen. Dazu Butter und Zucker hellschaumig aufschlagen, das dauert ungefähr 5 Minuten.
Das Ei und die Milch zugeben und unterrühren.
Sämtliche trockene Zutaten mischen und auf die Ei-Buttermischung sieben. Mit einem Silikonspatel unterheben.
Den Teig mit einem Löffel in  Häufchen in den Backrahmen setzen und diese dann zu einer geschlossenen, glatten Schicht verstreichen.

Dann ist die zweite Schicht dran.
Die Schüssel braucht nicht geputzt zu werden. Schlagt einfach wieder Butter und Zucker miteinander hellschaumig darin auf.
Das Ei ebenfalls gut unterschlagen.
Sirup/Honig, Vanille und Sahne in einer kleinen Schüssel mischen und glatt rühren. In einer anderen Schüssel die restlichen trockenen Zutaten mischen.
Jeweils ungefähr 1/3 der Mehlmischung und 1/3 der Sirupmischung zur Eimasse geben, sorgfältig unterrühren, bis die Masse wieder homogen ist, dann nacheinander 2 Mal nochmals jeweils ein Drittel der beiden Mischungen auf die gleiche Weise einarbeiten.
Auch diesen Teig in den Backrahmen klecksen und glatt streichen

Zuletzt für die Zucker-Zimtschicht einfach Zucker und Zimt mischen und gleichmäßig auf dem Teig verteilen.

In 30 Minuten auf der mittleren Schiene im Backofen goldbraun ausbacken.
Komplett abkühlen lassen, am besten in dem ihr das Blech auf ein Kuchengitter stellt (das ist der schwerste Punkt am ganzen Rezept).

Erst danach in 2,5 x 2,5 cm große Würfelchen schneiden und sofort probieren.
 

Kommentare:

  1. Perfekte kleine Häppchen, die man so beim Vrobeigehen aus der Küche naschen kann :D
    Lecker³

    Frohe Ostern Barbara und liebste Grüße, Kevin
    (lawofbaking.com)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das sind sie wirklich und ums Umdrehen hat man mehr vernascht, als man eigentlich wollte (sollte).

      Liebe Grüße,
      Barbara

      Löschen
  2. Ja, diesen magischen Satz - meist am Ende des Rezeptes - "und jetzt mit Zimt und Zucker bestreuen" ruft bei mir auch immer ein "ich-muss-das-jetzt-unbedingt-backen"-Gefühl in mir hervor :D
    Und der Name Cinnamon Squares bestärkt dieses Gefühl ungemein! ; )

    Viele Grüße,
    Patricia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dann sind wir uns wohl einig :-) Und dagegen ankämpfen ist irgendwie zwecklos, es treibt einen direkt in die Küche.
      Liebe Grüße,
      Barbara

      Löschen

Ich freue mich über jeden Kommentar, also schreibt los!