/

Eiskalt erwischt mit Anna von Eat & Feast und Manogosorbet mit Koriander

Heute wird es eisig kalt und exotisch...
Anna von Eat and Feast hat uns ein Mangosorbet mit Koriander gezaubert.
Obwohl ihre Leidenschaft eigentlich Cupcakes sind, gibt es auf ihrem Blog auch anderes. Süßes (natürlich ein bisschen mehr) und ab und an auch Herzhaftes.
Wenn sie schreibt, dass sie mehr Backzutaten im Supermarkt kauft als sonst was kommt mir das irgendwie bekannt vor...
Heute hat sie uns nichts gebacken, aber eine eiskalte Erfrischung dabei:


Hallo ihr Lieben,

als Barbara ihren Aufruf zur eisigen Sommerreihe gemacht hat, war ich sofort Feuer und Flamme, denn – um das kitschige Wortspiel abzurunden – ich bin immer heiß auf Eis. Naja, wirft man einen Blick auf meinen Blog Eat and Feast, mag man das vielleicht gar nicht glauben, mein Steckenpferd sind dort eher Cupcakes, Cakes und andere süße Ofenstücke. Ich bin so vernarrt in Cupcakes, dass ich seit Anfang des Jahres sogar ein Cupcake Tattoo auf dem Fuß mit mir herumtrage. Vor gut drei Jahren fing dieser Backwahn an, der kurze Zeit später in einem Blog endete: Irgendwo sollten die ganzen Fotos auch sinnvollen Einsatz finden, die ich von meinen Cupcakes mache. Auf Eat and Feast tobe ich mich seit nunmehr zwei Jahren in unterschiedlicher Regelmäßigkeit aus, immer abhängig davon, wie es das Leben gerade so zulässt. Zwischendrin darf es dann aber auch mal was Deftiges sein, oder eben auch Eis.

Denn wer mich kennt, kennt auch meine Eismaschine (ich habe sie „Ice Ice Baby“ getauft) und mein Ben&Jerry’s Rezeptbuch, das inzwischen einen deutlichen Used-Look hat. Seine verklebten Seiten blieben diesmal unberührt, denn für Barbaras „Eiskalt erwischt“ Reihe habe ich mir eine etwas ausgefallene Kombination ausgedacht: ein Mango Sorbet mit Koriander. Ich bin Hals über Kopf verliebt. Fruchteis finde ich ja meistens „ganz nett“ und mache dann Schokoladeneis mit ganz viel hochprozentiger Zartbitterschokolade. Und warum nicht auch diesmal? Gut, reines Schokoladeneis hat auch irgendwie nicht den Besonderheitscharakter, den so eine Reihe verdient hat, fand ich. Klar hätte man da was machen können und kurz habe ich überlegt, Chili oder Koriander ins Schokoladeneis zu geben. Ich liebe nämlich Koriander und just an dem Tag habe ich wieder ein dickes Büschel auf dem Wochenmarkt bei mir um die Ecke erstanden. Koriander und Mangos, um genau zu sein. Die Zwei schmecken auch in einem fruchtigen Curry wunderbar zusammen, was spricht also gegen eine eiskalte Liaison von Mango und Koriander? Nichts.



Gedacht, getan und hier ist es, das Mango Sorbet mit Koriander. Um den Geschmack abzurunden, habe ich frischen Limettensaft, ein paar Zimtblätter und eine Stange Zimt hinzugegeben. Die Mangos haben mit einer Dose Mango Nektar (gekauft beim Asia Supermarkt meines Vertrauens) noch etwas Verstärkung bekommen, da hier bereits relativ viel Zucker enthalten ist, braucht es nur noch ein wenig Rohrzucker. Zubereitet habe ich das Mango Sorbet in Ice, Ice, Baby (aka. meine Eismaschine mit eigenem Kühlaggregat), ich denke aber, dass man es auch ohne Eismaschine ganz passabel hinbekommt – zur Not füllt man es in Eisformen und hat später wunderbare Mango Popsickles. Wichtig ist, dass ihr den Früchten wirklich genug Zeit lasst, dass sie schön weich und damit richtig süß und besonders saftig werden, sonst könnte das Sorbet etwas fad werden und das wäre doch schade.

 

Das braucht‘s für ca. 1l Mango Sorbet mit Koriander



 

2-3 reife, weiche Mangos

250 ml Mango Nektar

150 g Rohrzucker

2 Limetten

1 Zimtstange

3-4 Zweige Koriander

5-6 Blätter Minze

 

So wird’s gemacht

 

1.   Der Mango Nektar wird zusammen mit dem Rohrzucker und der Zimtstange aufgekocht, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Abkühlen lassen und die Zimtstange entfernen.

2.   Den Mangokern auslösen und das Fruchtfleisch von der Schale trennen und grob würfeln.

3.   Die Limetten auspressen. Die Blätter von den Koriander Zweigen zupfen.

4.   Limettensaft, Koriander- und Minzblätter zum Fruchtfleisch geben und fein pürieren.

5.   Den abgekühlten Sirup unter das Püree rühren.

6.   Die Masse in die Eismaschine geben und in Sorbet verwandeln lassen.

7.   In Tupperdosen füllen und ins Eisfach stellen.

 
Das Ergebnis ist einfach grandios. Ich glaube, das Mango Sorbet hat selbst mein heißgeliebtes Schokoladeneis vom Thron gestoßen – oder sich zumindest einen eigenen daneben gestellt. Ich musste mich schon sehr zurückhalten, das ganze Eis nicht auf einmal wegzulöffeln (was bei Sorbet ja doch keine allzu große Herausforderung ist, jedenfalls nicht für mich) und noch ausreichend für Fotos übrig zu lassen. Ihr seht, ich habe es geschafft. Das Eis ist wunderbar fruchtig, nicht zu süß und der Koriander harmoniert hervorragend mit der süßen Mango, dem säuerlichen Limettensaft und dem Zimt. Das Ergebnis ist ein wunderbar erfrischendes Sorbet, das dank Koriander ein extravagantes Flair mitbringt, ohne dass das Kraut die Frucht geschmacklich überfährt. Inzwischen ist von dem Mango Sorbet nichts mehr übrig. Zeit, Nachschub zu machen…

Variation:
Ich kann mir gut vorstellen, dass man den Mango Nektar auch gut durch Kokosmilch ersetzen kann und man so ein wunderbar exotisches Eis bekommt. Ausprobiert habe ich es bislang allerdings noch nicht, da Mr.J. (meine bessere Hälfte und der, der auch essen kann, was ich so zaubere) absolut kein Fan von Kokos ist.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nach…eisen(?). Möge der Eislöffel mit Euch sein! Ich freue mich natürlich immer über Besucher auf Eat and Feast, schaut doch einfach mal bei mir vorbei oder besucht mich auf Facebook oder Instagram.

Viele liebe Grüße

Anna


Liebe Anna, vielen Dank, dass du mit deinem wunderbaren Sorbet Teil meiner Sommerreihe bist! Wenn das mit den leckeren Rezepten so weitergeht, streikt meine Eismaschine bald...



1 Kommentar:

  1. Ich liebe Koriander. Nur die Kombi gefällt mir nicht so. Es ist ja bei uns schon schwer genug eine aromatische Mango im richtigen Reifegrad zu erwischen. Da möchte ich wirklich nur Mango schmecken. Aber wenn ich wieder einmal in Indien zur Mangozeit bin, dann würde ich es schon einmal wagen. Dort ist das Obst ohnehin immer so süß, dass auch die Limetten perfekt dazu sind. LG Anna

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar, also schreibt los!