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Johannisbeer-Nusskuchen

... mit kleinen Schokostückchen.


Ich finde Johannisbeeren zum so Essen nicht so besonders toll. Irgendwie sind sie mir fast zu sauer. Das man sie auch lecker trinken kann, habe ich noch nicht so lange entdeckt, aber seither steht Johannisbeerschorle mit dem selbstgemachten Saft meiner Mutter hoch im Kurs.

Was ich aber schon immer gerne mag, ist damit zu backen. Lange Zeit standen jeden Sommer zur Beerenzeit eine bestimmte Sorte Johannisbeermuffins mit Schokostückchen auf der Unbedingt-Backen-Liste.
Diese habe jetzt ernsthafte Konkurrenz bekommen.



Der Kuchen hat mich in Florian Lechners "Das Hüftgold-Backbuch*" schon vom ersten Durchblättern an angelacht. Doch zuerst musste ich bei meiner Mutter noch Johannisbeeren schnorren gehen, denn bei mir selber war (sogar im Tiefkühler) nichts mehr zu holen.

Ich habe allerdings nur die halbe Teigmenge gemacht und sie war für uns vollkommen ausreichend.

Für den Teig wurden Biskuitbrösel benötigt. Die stelle ich normalerweise immer aus Löffelbiskuits her (die ich dieses mal auch nicht hatte..).
Die stattdessen verwendeten zerstossenen Zwiebacks machen sich aber auch ganz gut und der Kuchen fällt dadurch nicht zu süß aus.
Wichtig ist bei diesem Kuchen allerdings, NICHT die von mir bevorzugte Methode, keinen Eischnee zu schlagen, anzuwenden. Wenn ihr diesen Schritt weglasst und die ganzen Eier verwendet, wird der Kuchen durch das fehlende Backpulver nicht besonders gut aufgehen.

Insgesamt ein schön einfacher, schneller und saftiger Kuchen, besonders für diejenigen die dem normalen Träubleskuchen nicht besonders viel abgewinnen können und eher Rührteig bevorzugen.


Johannisbeer-Nuss-Kuchen

130 g Butter
60 g Zucker
1 Prise Zimt
1 Prise Salz
1/4 TL gemahlene Vanilleschote
5 Eier, getrennt
60 g Mehl
130 g gemahlene Haselnüsse
80 g fein gehackte Schokolade
40 g fein gemahlener Zwieback (oder Biskuitbrösel)
Abrieb 1/2 unbehandelten Zitrone
200 g Johannisbeeren
 
 
Zur Dekoration:
50 g Puderzucker
etwas Johannisbeersaft (notfalls auch Wasser und etwas Speisefarbe)
 
 
Backofen auf 180°C vorheizen und eine Gugelhupf- oder Kastenform ausfetten und einmelieren.
 
Butter mit der ersten Zuckermenge, Salz und Gewürzen schaumig schlagen
Eigelb zugeben und weiterschlagen, bis die Masse hellgelb und lufzig ist.
Die Eiweiße zu einem luftigen Schnee aufschlagen, dabei die zweite Zuckermenge einrieseln lassen. 
Mehl, Schokolade, Nüsse und Zwiebackbrösel sowie die Zitronenschale unter die Eigelbmasse heben.
 
Zum Schlusss ungefähr 1/4 des Eischnees unter die Eigelbmasse rühren, dann den restlichen Eischnee vorsichtig unterheben.
 
In die Backform füllen und in 55 Minuten im Backofen goldbraun backen. Stäbchenprobe nicht vergessen.
 
In der Form auf ein Kuchengitter stellen und komplett auskühlen lassen. Erst danach stürzen.
 
Aus Puderzucker und ganz wenig Saft einen dickflüssigen Guss anrühren und schwungvoll über den Kuchen träufeln.



Kommentare:

  1. Ich steh ja auch total auf Johannisbeeren und dieser Kuchen klingt wirklich nach meinem Geschmack. Ich würde zwar die Nüsse tauschen und die Schokolade weglassen, aber dann ... Mmmh!
    Ich wünsche dir einen schönen Tag, Barbara!
    Liebe Grüße Maren

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    1. Aber Maren, du musst doch an deinen schokoladeliebhabenden Mann denken, da darfst du die Schoko nicht einfach weglassen ;-).
      Und Nüsse austauschen mache ich auch oft (weil ich z.B. Mandeln einfach leiber mag...)

      Liebe Grüße,
      Barbara

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