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Pretty in Pink - Rhabarber, Himbeere und Erdbeere

Da ist es ja doch noch, mein diesjähriges einsames Rhabarberrezept. Pünktlich nachdem die  richtige Saison vorbei ist :-) Hab ich mal wieder gut hingekriegt Haha. Und dann sieht man ihn nicht mal, den er ist fein püriert zusammen mit den Himbeeren in der Creme versteckt.


Und die Himbeeren tarnen den Rhabarber wirklich sehr gut. Die Creme wird dadurch pink, schmeckt auch leicht danach (aber ich finde mehr nach Rhabarber) - und passt somit sehr gut Zu Ullatrullas "Pink Pink Pink sind alle meine Törtchen" -Event (obwohl auch bei mir pink sonst nicht so direkt die Lieblingsfarbe ist...)


Weil die Saison jetzt eigentlich vorbei ist: ab und an findet sich auch tiefgekühlter Rhabarber. Oder man hat in weiser Voraussicht selbst einen eingefroren (das geht wirklich sehr gut, man sollte ihn aber vorher wirklich nur kurz blanchieren, wenn man noch nicht genau weiß, was daraus werden soll). Manchmal gibt es aber auch noch einen (oder wenn die Staude doch zu groß ist, kann man auch noch ein bisschen ernten).
Wenn ihr zufällig welchen habt oder seht, greift zu und backt diese wunderbar erfrischende Torte.

 
Und die Erdbeeren oben drauf sind natürlich optional. Nehmt Himbeeren, Johannisbeeren oder was euch sonst noch so in die Hände fällt und schmeckt. Wir hatten dieses Jahr noch nicht viel Erdbeerkuchen deshalb landeten die darauf.
Geschmacklich haben sie gut gepasst und optisch sieht es doch auch ganz hübsch aus.


Auch der Anschnitt der Torte ist nicht zu verachten, auch wenn meine Wickelschichten nicht komplett ausreichten und dadurch etwas wackelig ausfielen, da sie sich nicht überall gegenseitig abstützen konnten.
Die Idee für die Creme stammt leicht abgewandelt von Bernd Siefert aus dem Buch Torten & Törtchen , genauso wie der Mandelbiskuit mit Himbeeren (von dem ich allerdings etwas mehr gebraucht hätte, aber nicht genug Marzipan da hatte). Den hätte ich mir etwas lockerer gewünscht, aber schlecht war er auch nicht.


Pretty in Pink mit Rhabarber, Himbeere und Erdbeere


Mandelbiskuit
250 g Marzipan
3 Eier
62 g Mehl
3/4 gestr. TL Backpulver
77 g zerlassene Butter, abgekühlt
130 g TK Himbeeren, zerbröselt

Mürbteig:
150 g Mehl
100 g Butter
50 g Zucker
etwas gemahlene Vanille

Himbeer-RhabarberMousse:
500g geputzter Rhabarber
75 g Zucker
1 g Zimt
100 g Himbeeren
25 ml Zitronensaft
24 g Gelatine (einweichen)
210 g Zucker
655 g geschlagene Sahne

Belag:
500 g Erdbeeren

Zuerst den Mürbteig zubereiten, dann kann er sich nämlich noch im Kühlschrank etwas ausruhen:
Dazu einfach alle Zutaten in eine Schüssel geben und möglichst kurz entweder von Hand oder mit dem Knethaken der Küchenmaschine zu einem homogenen Teig verkneten.
Ungefähr 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

In der Zwischenzeit kann der Mandelbiskuit zubereitet werden.
Den Backofen auf 200°C vorheizen.
Das Marzipan in der Mikrowelle auf kleinster Stufe leicht erwärmen, bis es weich geworden ist (geht auch in einem Topf).
In eine Rührschüssel geben.
Die Eier nacheinander zugeben, dabei zwischen jeder Zugabe glatt rühren.
Wenn alle Eier zugegeben sind das ganze zu einer hellschaumigen Masse aufschlagen.
Mehl und Backpulver sieben und vorsichtig unterheben.
Zum Schluss die zerlassene Butter und die tiefgekühlten Himbeeren zugeben und ebenfalls unterheben.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen (meines hat ca. 30 x 40 cm) und in etwa 15 bis 20 Minuten goldbraun backen. Bitte gut aufpassen, der Biskuit wird schnell zu dunkel.
Auf dem Blech abkühlen lassen.

Im Anschluss direkt den Mürbteig backen. Dazu die Hitze auf 175°C reduzieren.
Den Mürbteig zu einem Kreis mit 26 cm Durchmesser ausrollen und ebenfalls auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech backen, ca. 15 Minuten lang.

Für die Mousse zuerst ein Rhabarber-Himbeerpüree zubereiten.
Dazu Rhabarber, 75g Zucker, Zimt und 100g Himbeeren in einen Topf geben.
Einen Spritzer Wasser zufügen und köcheln lassen, bis der Rhabarber Weich und die Himbeeren zerfallen sind.
Pürieren, Zitronensaft und eingeweichte Gelatine unterrühren (sie löst sich dabei auf). Zucker zugeben, nochmals rühren und und abkühlen lassen, bis das Püree anfängt zu gelieren.
Die geschlagene Sahne zügig aber vorsichtig mit einem Silikonspatel unterheben.

Den Mürbteig auf eine Servierplatte legen und mit einem Tortenring umschließen.

Den abgekühlten Mandelbiskuit auf die Arbeitsfläche stürzen und das Backpapier abziehen.
Mit einer ungefähr 1 cm dicken Schicht der Rhabarbermousse bestreichen und die Creme etwas anziehen lassen.
In 5 Streifen schneiden, je ca. 6 cm breit und 45cm lang.
Für die äußerste (sichtbare) Teigrunde 2 komplette Streifen und ggf. ein weiteres kleines Stück eines Streifens senkrecht, mit der Teigseite nach außen, an den Rand des Tortenringes stellen. Direkt anschließend die zweite, mittlere Runde aus einem ganzen weitern und dem angeschnittenen Streifen in den Tortenring stellen. Zum Schluss, mit etwas Abstand zur Mitte versetzt, den innersten Kreis aus dem letzten bestrichenen Biskuitstreifen einstellen. Damit dieser nicht ins Schwanken gerät wäre am besten eine helfende Hand oder zumindest sehr schnelles Arbeiten nötig.
Also schnell die restliche Creme im und um den inneren Kreis verteilen und ggf. Lücken zwischen den äußeren Biskuitkreisen auffüllen sowie die Streifen damit auch komlett oben abdecken.
Glatt streichen und am besten über Nacht aber mindestens 4 Stunden kühl stellen.

Am nächsten Tag nur noch den Tortenring entfernen und die gewaschenen Erdbeeren auf der Torte auftürmen.

Macht doch auch ohne aufwendige Deko ganz schön was her, oder?

Und weil es eine Torte ist schicke ich sie schnell auch noch zu Yushkas Monatssammlung für den Juni:

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Kommentare:

  1. Wow, deine Himbeer-Rhabarber-Torte sieht richtig klasse aus! Die Idee, die Böden senkrecht einzusetzen gefällt mir ausgesprochen. Ich glaube, ich habe noch Rhabarber auf dem Markt gesehen... :-)
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Bei uns ist auch noch nicht Schluss mit Rhabarber, ich durfte vor ein paar Tagen bei der Oma fast den ganzen Rhabarber räubern - da wndert auch noch was in ein Eis :-)

      Liebe Grüße,
      Barbara

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  2. So, jetzt muss ich, nachdem ich's bei Facebook schon getan habe, auch hier nochmal mein Lob loswerden :-) . Echt chic, deine rosa Torte, Barbara. Ich steh ja auf rosa, ehrlich gesagt. Halt ein richtiges Mädchen ... Du kennst das ja ;-) . Alle Komponenten hören sich wirklich delikat an.

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    1. Danke dir, Maren. Ich fand sie auch wirklich lecker. Und eigentlich mag ich rosa ja gar nicht ... eigentlich. Langsam werde ich von meinen beiden rosa Prinzessinnen hier schon irgendwie infiziert ;-)

      Liebe Grüße,
      Barbara

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  3. Bin zwar kein Rhabarber Fan aber Deine Torte sieht super lecker aus. Da nimm ich mir gleich ein Stück mit.

    Liebe Grüße
    Anna

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  4. Huhu, liebe Barbara!
    Vielen Dank für dein Juni-Törtchen, das ich ja schon bei K&K bewundert habe. So eine Wickeltorte macht eben doch immer ganz besonders was her...
    Liebe Grüße!
    Yushka

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    1. Hallo Yushka, ich hoffe , es war noch rechtzeitig ;-)

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  5. Liebe Barbara,
    Deine Torte ist ein Prachtstück! Soo toll sieht das aus. Besonders dieser Wickel in der Mitte, richtig dekorativ. Danke für diesen schönen Beitrag zu meinem Blogevent.
    Liebe Grüße,
    Daniela

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  6. Liebe Barbara,
    die Torte sieht fantastisch aus und klingt ganz schön anspruchsvoll! Wirklich gelungen.
    Liebe Grüße, Eva (ichmussbacken.com)

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