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Wie Fladenbrot zu Schildkrötenbrötchen wird...

Der Geburtstag unserer Kleinen ist nun schon ein paar Tage Wochen (eher schon fast Monate - die Zeit rast...) her. Genauer gesagt war er Ende Februar....
Die Party mit den Kindergartenfreunden folgte kurz danach und das Rezept leider erst jetzt auf dem Blog.
Sie hatte sich auch ein "schönes Brot" gewünscht.


Da wir dieses Mal kein Motto (wie bei der Eiskönigin) hatten, hatte ich freie Wahl und probierte das sehr leckere Fladenbrot aus dem Brotbackbuch Nr. 1: Grundlagen und Rezepte für ursprüngliches Brot von Lutz Geißler aus. Das Rezept ist wirklich super einfach und das Ergebnis noch viel leckerer als man denkt.
Irgendwie hatten meine beiden sich dann in den Kopf gesetzt, dass es Schildkrötenbrötchen werden sollen. Dazu haben wir pro Fladenbrot 4 kleine Teigknubbel geformt und als Füße am noch ungebackenen Fladenbrot festgedrückt
Wer jetzt nicht unbedingt ein Loch reinbohren will und dann ein Saitenwürstchen als Schildkrötenkopf  und -schwanz durchsteckt, der darf die Fladenbrote auch einfach nur rund machen und zum Grillen essen.
Oder als "Verpackungsmittel" für selbstgemachten Döner oder Gyros verwenden - das werden wir auf jeden Fall mit der nächsten Ladung machen - und die kommt garantiert.


Das Innere der Brote ist genauso saftig und elastisch wie es sein soll und auch die unregelmäßige, ziemlich grobe Porung hat sehr gut geklappt.
Wenn es bei mir auch selten das gleiche zweimal gibt - dieses Fladenbrot hat es direkt auf die Wiederholungsliste geschafft.


Fladenbrötchen


510 g Weizenmehl Type 550
130 g Weizenmehl 1050
14 g Salz
10 g Zucker
8 g Hefe
300 g Wasser
12 g Olivenöl
etwas Sesam, Mohn oder Schwarzkümmel zu Bestreuen

Alle Zutaten in der Küchenmaschine mit Knethaken ca. 5 Minuten auf niedriger und 8 Minuten auf der nächstschnelleren Stufe verkneten.
Den Teig in eine verschließbare Schüssel geben und zuerst 1 Stunde bei Raumtemperatur, dann  24 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Am nächsten Tag den Teig vorsichtig mit einem Spatel aus der Schüssel nehmen und auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben.
Mit einer Teigkarte 15 Stücke à ca. 60 g abstechen. Den restlichen Teig in 60 kleine Zipfel trennen, das gibt die Füße der Schildkröte. Die Teigkarte dabei immer wieder leicht bemehlen. Wer nur Fladenbrote macht, der nimmt den Teigrest und formt daraus auch nur runde Fladenbrote.

Die 15 großen Stücke werden jetzt ganz vorsichtig rund "gefaltet". Dazu wird rings um jedes Teigstück die Außenkante etwas hochgezogen, nach innen gefaltet und dort festgedrückt.
Hier gibt es Bilder für ein größeres Fladenbrot dazu: klick, es funktioniert aber genauso.

Die so entstandenen Kugeln 15 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Dann immer eine Teigkugel vorsichtig auseinanderziehen bis sie ziemlich abgeflacht ist und nur noch eine Dicke von 5 bis 10 mm hat.
Diese Fladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Ich habe 3 Bleche gebraucht, so waren auf jedem Blech 5 Fladenbrote.
An jeden Fladenbrot 4 der Teigzipfel als Vorder - und Hinterbeine durch andrücken befestigen.
Nochmals zudecken und 1 Stunde gehen lassen.

In dieser Zeit kann dann der Backofen auf 220°C vorgeheizt werden.

Bevor die Fladenbrote in den Ofen kommen noch mit den Fingern ein paar Dellen in sie reinpicksen.
Komplett mit Milch bepinseln und den gewünschten Körnern/Saaten bestreuen.

Die Bleche jeweils einzeln backen. Dazu wird das Blech in den Ofen geschoben. Um etwas Dampf zu erzeugen, mit einer Blumenspritze ein paar Pumphübe Wasser durch die einen Spalt geöffnete Ofentür spritzen und schnell schliessen.
Nach 10 Minuten Backzeit die Ofentür kurz öffnen, um den Dampf abzulassen. Dann wieder schließen und die Fladenbrote in noch ca. 6 bis 7 Minuten goldbraun ausbacken.

Noch warm genießen oder auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Wenn daraus Schildkröten werden sollen, in die Mitte quer durch das Fladenbrot ein Loch bohren. Eine zuvor erhitze Saitenwurst durchstecken und schon haben die Brötchen Kopf und Schwanz (leider habe ich davon kein Bild gemacht).



Kommentare:

  1. Oh wie toll *-* Das sieht wirklich sehr lecker aus ;)
    Ich denke das ist perfekt für die Grillsaison ;) Wenn wir am Wochenende wieder grillen mache ich die mal ;)

    Liebe grüße Chrissi
    von chrissitallys.blogspot.de

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    1. Das wirst du nicht bereuen - und ich bin gespannt, ob sie dir genauso gut schmecken wie uns (ich konnte gar nicht mehr aufhören, mir kleine Zipfel wegzubrechen....)

      Liebe Grüße,
      Barbara

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