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Eiskalt erwischt mit Barbara und Himbeer-Haferflocken-Sahne-Eis

Nein, heute schreibe ich nicht wieder selbst einen Beitrag, das bleibt euch erspart.

Aber ich habe heute einen ganz besonderen Gast, und zwar meine Namensvetterin Barbara von Barbaras Spielwiese.
Sie gehört praktisch schon zum Foodbloggerurgestein und war eine der ersten (soweit ich weiß), die einen Foodblog gegründet hat, wie sie schreibt, eher durch Zufall.
Sie legt viel Wert auf schnelle, unkomplizierte und schmackhafte Küche mit viel Gemüse. Auch Süßes und Eis hat sich schon so einiges in ihrem umfangreichen Archiv angesammelt.
Was ich an ihren Bilder schön finde, ist, das sie ihre Wiese/ihren Garten unabhängig von Wind und Wetter als Fotohintergrund benutzt.
Auch sie betreibt  wie, Nele, die vor zwei Wochen hier zu Gast war, einen Zweitblog, in dem sie über ihre weitere Leidenschaft (die auch ihr Berufsleben bestimmt) berichtet - das Reisen: Barbaras Spielwiese - Reiseblog.

Ich selbst durfte auch schon mit einem Rezept bei ihr zu Gast sein, jetzt kommt quasi der Gegenbesuch.
Und ich bin von dem Rezept begeistert. Sie hat sogar an eine jugendfreie Variante für meine Mädels gedacht. So steht dem Eisglück fürs Wochenende nichts mehr im Wege (außer vielleicht, dass sich meine Eismaschine die nächsten Tage nicht in meiner Nähe aufhält...). Leider war ihr Weg zu "meinem"Eis ein bisschen mühsam. Warum? Das könnt ihr direkt selbst lesen:

Vor einigen Wochen hat Barbara angefragt, wer Lust hat, ein Eis mitzubringen. Virtuell natürlich, als Gastbeitrag auf ihrem Blog. Eis mag ich und an Ideen für leckeres Eis mangelt es bei mir nie. Außerdem kenne ich Barbara schon länger, auch virtuell, sie hat nämlich bei meiner Gastblog-Aktion in der Adventszeit 2013 bei mir gebloggt, und zwar ihre Biberle. Ich habe also keine Sekunde nachgedacht und sofort zugesagt!
 
Hier bin ich also, Barbara bei Barbara zu Besuch. Mich bzw. meinen Blog Barbaras Spielwiese  kennt vielleicht der eine oder andere, ich dokumentiere dort schon recht lange, was ich koche, backe oder trinke.
 
Wie Barbara mag ich auch Süßes, habe aber - vielleicht ja zum Glück - nicht immer die Zeit und genügend Esser, um mich da wirklich auszutoben. Bei mir gibt's also nicht so häufig Kuchen, Torten, Pralinen, Desserts oder Eis wie ich das gerne hätte.
 
 
Für Barbara wollte ich erst ein Minz-Sorbet machen, das aber richtig Murks wurde, zu minzig, seltsam bräunlich und seltsam im Geschmack, was ich zum Glück merkte, bevor ich es gefroren habe. Die süße Flüssigkeit wanderte in die Tonne... Also habe ich mich nochmal hingesetzt und überlegt, dass ich für Barbara mit den letzten Himbeeren im Garten ein etwas exotisches Eis ausprobieren könnte, das ich schon ewig einmal machen wollte. Es stammt aus einem Buch namens Eiscreme von Susanna Tee basiert auf dem schottischen Dessert Cranachan und wird nach dessen zweitem Namen Cream-Crowdie-Eis genannt. Es besteht aus Hafer, Himbeeren, Sahne, Whisky und Honig.
Also, losgelegt... Am Anfang soll man Haferschrot im Backofen rösten. Das habe ich mit Haferflocken gemacht und fand es etwas fad, außerdem dachte ich mir, dass das im Eis nicht so knusprig wird wie ich das gerne hätte. Also habe ich weiter gelesen, das Eis bestand nur aus Sahne, 625 g extrafette Sahne, hmm... Beides fand ich nicht so toll und habe dann doch wieder improvisiert und alles ganz anders gemacht, mit karamellisierten Haferflocken und etwas gezuckerter Kondensmilch in der Eismasse.
 
 
 
Heraus kam ein super cremiges Eis, das wunderbar fruchtig wird durch die kalten Himbeerstückchen, die sich beim Rühren schön verteilen. Die knusprig karamellisierten Haferflocken machen sich im gefrorenen Eis auch super, sie geben den nötigen Crunch. Wunderbar!
 
Und da ich weiß, dass Barbara Kinder hat, die vielleicht gerne mitessen: Mit Orangensaft statt Whisky schmeckt es sicherlich genauso gut! :-)
 
 
Hier mein Rezept:
 

Himbeer-Haferflocken-Sahne-Eis


ergibt ca. 700 Milliliter cremiges Eis
 
Zutaten
Für den Haferflockenkrokant:
75 g Haferflocken
2 EL Zucker
 
Für die Eismasse:
400 g Sahne
1 EL Feinster Zucker
200 ml gezuckerte Kondensmilch
2 EL Whisky (ersatzweise Orangensaft)
2 EL Honig

 
125-150 g Himbeeren
Einige Minze- oder Melisseblättchen
 
Zubereitung
Die Haferflocken auf einem Backblech im vorgeheizten Backofen bei 160°C Umluft ca. 10 Minuten rösten, dabei 2x wenden. Zucker in einer Pfanne schmelzen und ganz leicht karamellisieren lassen. Die Haferflocken zufügen und gut vermischen, so dass sie vom Karamell bedeckt sind. Auf einen Teller geben und abkühlen lassen.
 
Die Sahne mit dem Zucker steif schlagen. Honig und Kondensmilch unterrühren. Whisky unterziehen. Die Creme in die Eismaschine (wer keine hat, s.u.) füllen und nach Anleitung des Herstellers gefrieren. Wenn das Eis fast gefroren ist, den Großteil des Haferflockenkrokants und der Himbeeren unterrühren lassen.
 
Das Eis fertig gefrieren lassen und mit den restlichen Himbeeren und dem restlichen Haferflockenkrokant servieren. Wer mag, dekoriert noch mit je einem Minze- oder Melisseblättchen.
 
Tipp: Man kann das Eis auch ohne Eismaschine zubereiten, dafür die Creme in einen geeigneten Behälter füllen und offen 2 Stunden lang gefrieren, bis die Masse am Rand fest wird. Dann mit einer Gabel, einem Schneebesen oder der Küchenmaschine glatt rühren. Nochmal einfrieren, nochmal rühren und dann die Haferflockenmasse und die Himbeeren unterrühren. Weitere 2-3 Stunden gefrieren, bis das Eis fest ist.
 
Quelle: inspiriert vom Cream-Crowdie-Eis von Susanna Tee, Buch Eiscreme - Der perfekte Genuss, ziemlich abgewandelt

Danke für die Einladung zum Gegenbesuch!
Es hat Spaß gemacht, und ein wenig vom Eis ist noch da; falls Du je in der Gegend bist, Barbara, dann bist Du herzlich eingeladen, nicht nur virtuell.
 
 
Leider wohnt Barbara nicht gleich um die Ecke bei mir, sonst wäre ich schon längst bei ihr auf der Matte gestanden.
Aber ein ganz dickes Danke für das tolle Rezept! Ich hatte hier auch schon mal ein Cranachan, aber nicht als Eis, deshalb kann ich mir den Geschmack zumindest ungefähr vorstellen. Und würde jetzt am liebsten sofort die Eismaschine anschmeißen ;-)
 


Kommentare:

  1. Die Zutaten machen schon neugierig auf das Eis. Und die Optik ... suuuupertoll.
    Herzliche Grüße, Renate

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    1. Da wird sich mein Gast sicher freuen!

      Liebe Grüße,
      Barbara

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  2. Das finde ich ja super, dass Du sogar schon mal Cranachan ausprobiert hast, ich kenne das nämlich noch nicht. Dann hat's ja doppelt gut gepasst. :-)

    Danke dafür, dass ich zu Gast sein durfte.

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    1. Und ich freue mich ,dass du mit diesem Rezept bei mir zu Gast warst. Ich fand das Cranachan ziemlich lecker, da kann das ganze als eis nur genauso sein!

      Liebe Grüße,
      Barbara

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    2. Ich werde dem Dessert auch mal ein Chance geben. Aber erst brauche ich wieder Whisky, das war nämlich der letzte Rest...

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    3. Da wäre ich dann gespannt, ob es dir geschmeckt hat!

      Liebe Grüße,
      Barbara

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