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Johannisbeersorbet

Tja, heute muss ich für meine Eiskalt erwischt-Reihe wohl selber ran. Wenn man manche Sachen ein Weilchen vorausplant, geraten sie wohl auch irgendwie in Vergessenheit...

Aber grundsätzlich ist kein Problem, wir essen hier ja schließlich auch ab und an ein kleines Eis, vor allem bei DEM Wetter.

Für den superfruchtigen selbstgemachten und ungesüßten Saft aus roten Johannisbeeren meiner Mutter suchte ich eine ganze Weile nach einem passenden Eisrezept und wurde nicht fündig.

In den Rezepten, die ich fand waren meist schwarze Johannisbeeren als Püree verarbeitet oder eine pürierte Mischung mit anderen Beeren.


Ich wollte aber den richtig puren Johannisbeergeschmack, ohne viel SchnickSchnack und auch nicht sahnig. Dazu sollte es aber auch nicht eines der manchmal typischen steinharten oder grobkristalligen Sorbets werden.
Da musste ich wohl selber ran (mit ein bisschen Hilfe von Pierre Hermé). In seinem Buch PH10: Patisserie von Pierre Hermé steht nämlich ein Rezept für Himbeersorbet, dass mir bis auf den Sotbetstabilisator sehr gut gefallen hat - relativ wenig Zucker und fast Frucht pur.



Den Stabilisator habe ich mir einfach selbst gemischt, wer das Sorbet aber ziemlich schnell nach dem Herstellen auch verzehrt (und das werdet ihr, das verspreche ich euch!) kann auch darauf verzichten.
Wir hätten ihn im Endeffekt wahrscheinlich auch nicht gebraucht.
Falls ihr keinen Saft habt, püriert ausreichend Johannisbeeren und drückt das Püree durch ein Sieb, um die Kerne zu entfernen. Das Ergebnis ist wahrscheinlich nicht ganz so glatt und fein, aber immer noch lecker.

Schaut euch mal diese Farbe an. Ich finde sie einfach nur schön.
Und geschmacklich sind Johannisbeeren sowieso einer unserer Dauerbrenner.

Ich hoffe auf eine reiche Johannisbeerernte bei sämtlichen unserer Omas, dass wir bald wieder dieses Knallereis zusammenrühren können.


Johannisbeersorbet


500 g Saft von roten Johannisbeeren (oder Püree ohne die Kernchen)
95 g Zucker
30 g Glucose (Dextrose/Traubenzucker, pulverförmig)
2 g Guarkernmehl
1,5 g Johannisbrotkernmehl
35 g Wasser
Saft einer halben Zitrone


Zucker, Dextrose, Guarkern- und Johannisbrotkernmehl mischen.
Johannisbeersaft, Wasser und Zitronensaft verrühren und die Zuckermischung einrühren.
So lange rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
1 Stunde im Kühlschrank ruhen lasen, damit die Verdickungsmittel gut ausquellen können.

Danach nach Herstelleranweisungen der Eismaschine gefrieren und eventuell noch ca. 4 Stunden im Tiefkühlschrank nachgefrieren lassen.



Kommentare:

  1. Da ich auch ein kleiner Beerenliebhaber bin, kann ich mir gut vorstellen, dass diese kleine Süßspeise demnächst als Nachtisch auf unseren Tisch landen wird!
    Danke für die Inspiration :)

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    1. Bitte, gerne. Und ich freue mich immer, wenn meine Rezepte nachgemacht werden!

      Liebe Grüße,
      Barbara

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