/

Rosenhalbkugel

Diese Rosenhalbkugel mit einer Ranke und ein paar einzelnen Rosen und war mein Beitrag zu einer Hochzeitstorte von Bekannten. Die Torte wurde von jemand anderem gebacken, ich durfte die Deko übernehmen.

Außer das ich das Blüteninnere teilweise etwas zu stark abgepudert habe, war ich eigentlich ganz zufrieden...






Ich bin heute auswärts...

und zwar bei Lixie, die ja im Frühling mit eine wunderbaren Eiskreation bei mir zu Gast war.
Heute starte ich zum Gegenbesuch bei ihrem Saisonkalender und habe richtig herbstliche Früchtchen verwendet.

Wenn ihr Lust auf Zwetschgenkuchen habt: Hier geht's zu Lixie

Und das ist das gute Stück dazu:

 
 
Danke, dass ich bei dir zu Gast sein darf!




Vanillewaffeln oder eher Mandel?

...aber sie würden auch als Nusswaffeln gehen...
Im Buch "Kinder, an den Herd!: Wir kochen, experimentieren und staunen " heißen sie zwar wie die ersteren, haben aber auch zweiteres intus und ich denke, diese kleinen Dinger sollte man nicht unterschlagen, denn sie tragen auch maßgeblich zum Geschmack der Waffeln bei.


Der ist nämlich dadurch eher etwas rustikaler, aber auf eine sehr leckere Art.
Außerdem bekommt man mit weniger Waffeln mehr Leute satt, denn sie sind auch etwas sättigender durch die nussige Dreingabe.

Ich kann mich über das Rezept also gar nicht beschweren, denn es schmeckt, die Zubereitung ist kinderleicht (was sollte man von einem Rezept aus einem Kinderkochbuch auch anderes erwarten?) und schnell und so wie es mir scheint auch absolut gelingsicher.

Also heute mal ohne viel Text direkt zum leckeren Endprodukt:


 

Waffeln, wie auch immer

 
250 g Mehl
75 g Zucker
1 TL Backpulver
50 g gemahlene Mandeln
1 Prise Salz

1/4 TL gemahlene Vanille
100 g Butter
3 Eier
300 ml Buttermilch

Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen.
Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und 2 EL davon beiseite nehmen (die werden zum Einfetten des Waffeleisens gebraucht).
Die restliche Butter zusammen mit der Buttermilch und den Eiern zur Mehlmischung geben und mit einem Schneebesen glatt rühren.

Jetzt das Waffeleisen vorheizen.
Sobald es heiß ist, mit etwas von der beiseite gestellten Butter einpinseln und mit einer Schöpfkelle Teig einfüllen.
Die Waffel in 3 bis 5 Minuten backen.
So weitermachen, bis sämtlicher Teig verbraucht ist (ihr erhaltet ungefähr 8 Waffeln).

Mit Puderzucker bestreuen (wer mag) und zu Apfelkompott, Eis, Hägemark oder was auch immer einem einfällt essen.
 
 

 

Vanille- Himbeer Wolke

Heute kommt eine extrafeine Torte für besondere Gelegenheiten. Sie ist ein bisschen aufwendiger (außer man nimmt die Abkürzung über gekaufte Tiefkühlwindbeutel), aber jede Mühe wert - auch und besonders die selbstgemachten Windbeutel.
Und auch ein bisschen deswegen, weil ich in der größten Sommerhitze mit nicht ganz so kalter Sahne hantierte und dadurch letztendlich die ganze Kuchenfüllung wieder aus dem Tortenring kratzen konnte, da sie mir plötzlich geronnen ist.


Es waren seit langer Zeit meine ersten Windbeutel und auch die ersten, die richtig gut gelungen sind. Da machte es gar nichts aus, dass ich ungefähr doppelt so viele rausbekam, als für das Rezept benötigt, denn sie lassen sich mit der Vanillesahne gefüllt (oder auch noch komplett leer, dann braucht ihr aber nur die halbe Menge an Vanillefüllung aus dem Rezept) wunderbar einfrieren und dann einfach so vernaschen.

Das Rezept selbst ist wieder von Eveline Wild, eine (von der Autorin vorgeschlagene) Variante der Vanille-Marillen-Wolke aus dem Buch Wild backen. Das Original mit Aprikosen sieht aber auch sehr lecker aus.


Da Ferienzeit war, halfen mir meine Mädels tatkräftig beim Aufbau für die Photos - was mehr oder weniger dazu führte, dass ich ganz schnell ein paar Fotos machte, bevor die Kleine sich am Kuchen vergriff. Und dann Platz für die Große machen musste, die mit ihrem eigenen Photoapparat selbst noch ein paar Bilder machen wollte.
Wofür sie die braucht, ist mir schleierhaft und sie konnte oder wollte es mir nicht verraten. Aber mir scheint, für Nachwuchs in der süßen Werkstatt ist gesorgt - als Lehrlinge und als Kuchenesser.
 
 

Vanille-Himbeer-Wolke

Biskuitboden:
3 Eier
90 g Zucker
30 g flüssige Butter
Vanillezucker

Zitronenschale
Salz
80 g Mehl, Type 405
10 g Stärkemehl


Brandteig:
250 g Wasser
80 g Butter
Salz
10 g Zucker

170 g Mehl
5 Eier

Himbeercreme:
250 g Himbeerpürree
110 g Zucker
6 Blätter Gelatine (oder 9 g gemahlene)
Saft von 1 Limette
500 g geschlagene Sahne

Vanillecreme:
250 g Vanillepudding (fertig oder selbstgemacht)
50 g Zucker
4 Blatt Gelatine (oder 6 g gemahlene)
250 g geschlagene Sahne



Backofen auf 175°C vorheizen.

Für den Biskuit die Eier mit dem Zucker, dem Vanillezucker, dem Salz und der Zitronenschale luftig aufschlagen. Dann die Mehl-und Speisestärkemischen, sieben und unterheben. Die zerlassene Butter einmengen, in eine am Boden gebutterte und bemehlte Backform füllen und im Ofen ca. 15 Minuten backen, danach auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Für den Brandteig die Temperatur des Ofens auf 185°C vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.
Wasser, Butter, Salz und Zucker aufkochen, das Mehl auf einmal zugeben und rühren, bis sich der Teig zu einem Klumpen bindet und sich vom Topfrand löst. In eine Schüssel umfüllen und nach und nach die Eier jeweils einzeln einrühren. Den Teig mit 2 Teelöffeln auf einem Backblech in Häufchen der Größe von 3 cm Durchmesser setzen und in ca. 20 Minuten hellbraun und knusprig backen. Auskühlen lassen.

Für die Vanillecreme die Gelatine einweichen. Den Pudding mit dem Zucker verrühren, die Gelatine in einem kleinen Topf auflösen und unterrühren. Zum Schluss die Sahne unterheben. In einen Dressierbeutel mit feiner Tülle füllen und in die ausgekühlten Windbeutel füllen. Kühl stellen.

Für die Himbeercreme die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Das Himbeerpüree mit dem Zucker verrühren, die Gelatine ausdrücken und mit dem Limettensaft auf ca. 50 °C erhitzen. Zur aufgelösten Gelatine einen kleinen Teil des Himbeermarks geben, gut verrühren, anschließend mit dem restlichen Himbeerpüree verrühren. Die geschlagene Sahne unterheben .


Den Biskuitboden auf eine Servierplatte legen und mit einem Tortenring umstellen. Die Hälfte der Himbeercreme einfüllen.
Die Vanillewindbeutel in die Creme drücken (bei mir nur ungefähr die Hälfte der Windbeutel) und die restliche Masse einfüllen, glatt streichen und zum Festwerden mindesten 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Aus dem Tortenring nehmen und nach Wunsch dekorieren, z.B. mit weiteren Windbeuteln und frischer Minze.




Buchvorstellung: Verführerische Torten

Für die zweite Jahrehälfte haben die Kochbuchverlage das Backen für sich entdeckt und in den Vorschauen fanden sich so einige interessante Neuerscheinungen.
Den Anfang machte schon im Juli Edition Fackelträger mit dem Buch, dass ich euch heute vorstelle.


Hier ist schon auf dem Titelbild der Name Programm "Verführerische Torten: Kann denn Backen Sünde sein? - Himmlische Kuchen, üppige Torten und süße Kleinigkeiten " zeigt eine opulente süße Sünde aus Biskuit, Schokolade und Himbeeren - und dazu noch sehr schön fotografiert. Und innen geht es genau so weiter, dazu aber später mehr.

Das Buch wurde zuerst in Australien unter dem Namen "Indulgent Cakes" in der (fast schon legendären) Kochbuchreihe der Zeitschrift Australian Women Weekly veröffentlicht.
Und ein kurzes erstes Durchblättern zeigt auch an manchen Stellen die Verwandtschaft zu den anderen Australiern in meinem Kochbuchregal. Ich treffe beim Überfliegen der Titel ein paar alte Bekannte wie den Schokoladekuchen mit Roter Beete (Dan Lepard), Dattelkuchen (Donna Hay) oder auch Brownies mit Backpflaumen (Paul Allam).
Aber doch alle ein bisschen anders und mit einem gewissen Extra. Die Brownies warten noch mit Haselnüssen auf, die rote Beete findet sich kandiert in der Deko wieder und die Datteln werden mit Espresso kombiniert.


Im angelsächsischen Sprachraum wird mit dem Wort "Cakes" nicht wie bei uns in Kuchen und Torten unterschieden, deshalb findet man beides darin, wobei allerdings wohl die Torten deutlich überwiegen. Allerdings ist auch der Begriff Cakes hier ein bisschen weiter gefasst - es gibt auch Eistorten oder ein Parfait, dass in einer Kastenkuchenform eingefroren wurde.

Das erste Durchblättern sorgte schnell dafür, dass ich mich etwas genauer mit dem Buch befasst habe.
Nach einer sehr kurz gefassten Einleitung geht es direkt mit den Rezepten los.

Diese sind grob gegliedert in folgende Kapitel:

  • Schokolade & Kaffee
  • Orangen & Zitronen
  • Karamell & Nüsse
  • Beeren & Sahne
  • Ingwer & Gewürze
  • Blüten & Sirup
  • Äpfel & Birnen
Allerdings darf man das nicht zu eng sehen. "Äpfel und Birnen" ist zum Beispiel wohl eher als Oberbegriff für alles mögliche an Obst, das nicht zu den Beeren zu zählen ist gemeint, denn es finden sich auch Rezepte wie Polentakuchen mit Zwetschgen und Zitrone oder Maronenkuchen mit beschwipsten Quitten darunter.


Wollt ihr noch ein paar Beispiele aus den anderen Kapiteln?
Wie wärs mit einem Erdnusscreme-Schokoladenkuchen, einer Frozen -Joghurt-Torte mit Limetten und Passionsfrüchen oder einem Kaffee-Walnusskuchen mit Banane und Salzkaramell?

Hätte wer was gegen einen Blaubeer-Käsekuchen mit Zitronencreme und Baiserhaube? Oder doch lieber ein gestürzter Teekuchen mit Honigcreme?
Egal, ich nehm auch noch ein Stück Millefeuille aus Filoteig mit Lavendelpudding und dazu auch noch den Trifle-Orangenkuchen (der gigantisch lecker aussieht, aber es noch nicht in den Ofen geschafft hat. Für den kommenden Herbst habe ich mir auch noch den Maronenkuchen mit beschwipsten Quitten Vorgemerkt (dann aber ohne Schwips...). Eigentlich könnte ich noch endlos hier weiter aufzählen.

Wie man unschwer erkennen kann, allesamt für uns eher außergewöhnliche Kreationen, die wohl aber auch im Ursprungsland Australien nicht ganz zum Standardrepertoire gehören, deren Zutaten dort aber wahrscheinlich teilweise geläufiger sind.

Ich ordne eigentlich so gut wie alle Rezepte im Buch als Rezepte für besondere Gelegenheiten ein.

 
Vor allem auf Grund der spannenden Zutaten oder ihrer Kombination, zum Teil auch wegen des Arbeitsaufwands und dann noch zum Teil auch wegen einem Blick auf die Zutatenliste mit einem groben Abschätzen der Kalorien. Hier hat man manchmal den Eindruck, dass das Label auf dem Buchtitel "Garantiert ohne Kalorienangaben" nicht nur ein netter Werbegag sondern die pure Notwendigkeit ist (oder würdet ihr ein Rezept mit einer Angabe von zwölfunddreissig Millionen Kalorien nachbacken?). Aber das trifft auch nicht auf jedes Rezept zu, es gibt auch "schlankere" Backwerke. Und ich denke, der Titel des Buches ist hier ja auch aussagekräftig genug - Torte ist nichts für jeden Tag.

Die Rezepte selbst sind schlüssig aufgebaut. Zuerst Zeitangaben und Angaben für wie viele Portionen, dann manchmal eine kurze Einleitung oder ein Hinweis zum Rezept ("sollte am Vortag zubereitet werden"...).
Auf die Auflistung der Zutaten folgt Schritt für Schritt die Zubereitung. Beinhaltet das Rezept kleinere Teilrezepte (eine Füllung, Glasur oder Sirup zum Tränken), sind diese separat nach der Schritt-für-Schritt-Zubereitung aufgeführt.
Das finde ich sehr praktisch, denn so kann man sich diese Teile für eigene Backexperimente schnell herauspicken, ohne das gesamte Rezept durchlesen zu müssen. Was noch sehr schön ist, sind die Hinweise am Ende des Rezepts. Unter "Tipps" sind z.B. Bezugsquellen für besondere Zutaten genannt oder wie man diese am besten für das Rezept vorbereitet (oder Reste aufbewahrt,...). Es gibt Querverweise zu den am Ende des Buches bebildert aufgezeigten Grundtechniken, so das auch nicht so bewanderte Hobbybäcker die Rezepte einfacher nachbacken können. Und besonders praktisch: Hinweise, was wann wie lange vorher vorbereitet werden kann und wie es aufzubewahren ist.

Sämtlichen Rezepten ist mindestens eine Doppelseite reserviert - eine Seite Bild, eine Seite Text. Bei längeren und schwierigeren Rezepten auch mal 2 Doppelseiten mit Fotos von einzelnen Schritten.
 
Und das bringt mich jetzt zu den Fotos. Die sind jedes für sich wirklich wunderschön und modern, wohl auch ganz so wie jeder Foodblogger sich wünscht, sie selbst zu machen (und auch in den diversen Workshops, die man inzwischen belegen kann, beigebracht bekommt). Aber mir persönlich ist es manchmal einfach zu viel des Guten - alles was man darüberschütten kann, sei es Glasur, Streusel oder Beeren, im Überschuß (und natürlich altes Geschirr ;-) ) Aber das trifft eben nur meine persönliche Meinung - und ist vielleicht auch stimmungsabhängig.

In jedem Kapitel eingestreut ist noch eine Doppelseite mit den wichtigsten Infos zu den Namensgebern des Kapitels. Also z.b. bei Schokolade&Kaffee ein paar schnelle, nicht besonders tiefgehende Absätze über das Hacken von Schokolade, Kakaogehalt oder Kakaonibs (manchmal leider etwas zusammenhanglos).

Den Abschluss des Buches machen die bebilderten Grundtechniken, ein kleiner Exkurs über Backformen und ein umfangreiches Glossar.

Nun aber noch zu meinen Testrezepten und wie wir sie fanden:

  • Kürbisgugelhupf mit Ingwer schön saftig und lecker würzig, für Kinder würde ich das nächste mal etwas weniger Ingwer nehmen. Optimal, um auch mal wieder Gemüse im Kuchen zu verstecken
  • Cookies & Cream Cake der Name spricht schon für sich, dass kann doch nur lecker sein (sofern man die Puddingschichten nicht zu dick macht, dann finde ich hier nur noch schwer Abnehmer)
  • den Baiserboden der Baisertorte mit Ananas und Kaffirlimette, allerdings weniger davon. Hat super geklappt und lecker geschmeckt. Wenn ich mal mehr Eiklare übrig habe, kommt die Originalversion zum Einsatz, dann habe ich dickere Böden
Fall ihr Interesse an dem Buch bekommen habt:
Edition Fackelträger
Verführerische Torten: Kann denn Backen Sünde sein? - Himmlische Kuchen, üppige Torten und süße Kleinigkeiten
ISBN: 978-3771646073
Preis: 29,99

Mein Fazit:
Allein schon zum Ansehen wunderbar. Obwohl sich bei mir beim lesen der Rezepttitel und Betrachten der Bilder ein leichter Over-Kill einstellt. Einen Kuchen mit Sirup tränken, Creme rein und drauf und noch ein Berg kandierte Früchte - manchmal wäre für mich persönlich weniger mehr gewesen. Aber ich muss ja nicht alle Rezepte genau so nachbacken.
Insgesamt bietet das Buch also nicht nur schöne Rezepte, sondern auch noch Inspiration für eigene Ideen, indem man nur die wirklich gut aufgeführten Teilrezepte nachmacht.



Eiskalt erwischt mit Maren und Frozen Cheesecake

..und auch diesen Feitag bleiben wir nordisch frisch und machen noch eine kleine Eispause bei Maren und ihrem Blog Malu`s Köstlichkeiten.

Maren war eine der ersten Bloggerinnen, zu der ich über das reine mal-einen-kurzen-Kommentar-Hinterlassen Kontakt hatte. Gefunden habe ich sie schon vor längerer Zeit, als ich nach nachgebackenen Rezepten von Matthias Ludwigs suchte. Und gefunden habe ich einen der schönsten Patisserieblogs, die ich kenne.
Sie bäckt aber nicht nur einfach fantastisch, sie kann auch wunderbar erzählen und man spürt ihre herzliche Art aus jeder Zeile ihrer Beiträge. Von den tollen Fotos fange ich lieber erst gar nicht an...
Wer einmal in ihren Blog geschnuppert hat, der kommt so schnell nicht wieder los davon.


Für meine Werkstatt hier hat sie sich auf Neuland gewagt und nicht den Ofen sondern quasi den Tiefkühlschrank angeschmissen:


Moin, Moin ihr Lieben!

Ihr merkt schon, ich bin unverkennbar aus dem hohen Norden J .  Mein Blog, MaLu’s Köstlichkeiten, war gerade mal 3 Monate alt, als Barbara ihn entdeckte. Seitdem sind schon zwei Jahre vergangen!  Barbaras Experimentierlust beim Backen ist genauso groß wie meine, doch ihr Improvisationstalent und ihre Unbekümmertheit bewundere ich immer wieder besonders. Ganz zu schweigen von ihrem Talent, Fondantfiguren und –blumen zu modellieren.  Einfach großartig! Barbara und ihre beiden Mädels sind mir in diesen Jahren ans Herz gewachsen. Die Karten und Basteleien, die diese beiden kleinen Prinzessinnen für mich gebastelt haben, liegen heute noch auf meinem Schreibtisch. So sehr habe ich mich darüber gefreut.  Und so ist es doch Ehrensache, dass ich bei ihrer Aktion ‚Eiskalt erwischt’ mitmache. Doch -  au weia! Dafür musste ich mich tatsächlich auf’s Glatteis begeben, denn Eis hatte ich noch nie selbst gemacht!  Ich musste auch erstmal ein bis zwei Rezepte ausprobieren, bis ich zufrieden war. MaLu’s Köstlichkeiten ist ja ein Backblog und so verwundert es wohl nicht, dass meine Wahl auf ein Frozen Cheesecake Eis gefallen ist. Es ist schnell gezaubert und ein feines Dessert nach einem leckeren Menu.  Ich habe es mit Himbeersauce und kleinen selbstgebackenen Baisers kombiniert, aber natürlich könnte man die kleinen Cheesecakes auch auf einen Keks oder einer Waffel servieren. Halt wie ein echter  kleiner Cheesecake.

 

Und hier ist das Rezept für ca. 6-8 Förmchen:

150 g saure Sahne
500 g Frischkäse
200 g Puderzucker
8 g Agar Agar
50 ml Wasser
Abrieb einer Bio Zitrone
140 g Himbeerpüree

Zubereitung:

Wasser, Agar Agar und die Hälfte der sauren Sahne zusammen verrühren und aufkochen. Frischkäse, Puderzucker, die restliche saure Sahne und den Zitronenabrieb glattrühren und nach und nach die Agar Agar Mischung dazugeben.  Die Hälfte der Creme mit dem Himbeerpüree verrühren und zunächst die weiße und dann die rosa Creme auf kleine Silikonförmchen verteilen. Mindestens 2 Stunden einfrieren, bzw., wenn ihr das Eis länger einfriert, eine halbe Stunde vor dem Servieren aus dem Gefrierschrank nehmen.
 
 

Für die Himbeersauce habe ich 250 g Himbeeren mit 100 g Gelierzucker 1:3 aufgekocht. 

 

Liebe Barbara, vielen Dank, dass ich bei dir zu Gast sein durfte. Du hast mich dazu gebracht, mich einmal an’s Eismachen zu wagen. Das war eine super Idee und hat mir viel Spaß gemacht. Vielleicht sollte ich mein Repertoire erweitern ;-) ?

Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes Wochenende und vielleicht schaut ihr ja mal bei MaLu’s Köstlichkeiten vorbei.

Eure MaLu



Liebe Maren, ich habe zu danken, dass du bei mir zu Gast bist! Deine lieben Worte haben mich zum Schniefen gebracht und dein Rezept sagt mir, du solltest eindeutig dein Repertoire erweitern!



Einfach klasse - Nusskringel

Zur Zeit leidet der Nachmittagskaffee etwas, es gibt kaum frisch gebackenen Kuchen. Meist wird gar nichts dazu verspeist und wenn, dann auch nur lieber frisches Obst.


Irgendwas cremig-matschiges war uns zu viel des Guten.
Damit sich mein Backofen aber nicht komplett vernachlässigt fühlt, durfte sich dieser leckere Nusszopf darin breit machen. Und darf es sehr gerne auch mal wieder.

 
Denn er ist wirklich einfach zu machen, wird luftig und locker und schmeckt dabei noch so lecker. 

 
Ein Teil des Geheimnisses dieses Zopfs ist sicher die saftige Nussfüllung, die etwas anders zubereitet wird als ich es bisher gemacht habe.
Marzipan und eine Ladung Milch, die zusammen mit den Nüssen aufgekocht werden, sorgen für eine weiche und samtige Konsistenz der Nussfülle, die auch dafür sorgt, dass der Zopf auch am zweiten und dritten Tag noch nicht trocken und altbacken schmeckt.
 
Hier bekomme selbst ich als Experimentiersüchtige mal Lust, Wiederholungstäter zu werden.
 
Das Rezept stammt aus dem kleinen aber feinen Buch "Wild backen" von Eveline Wild, dass noch mehr Füllungsvarianten für Hefezöpfe beinhaltet (aber leider keine genaue  Ruhezeit zum Aufgehen und Backzeit dafür).


Nusskringel


500 g Mehl (Type 550) 
30 g  Hefe
200 g  Milch, lauwarm
90 g Zucker
90 g weiche Butter
6 g Salz
1 Ei 
1 Eigelb
15 g Rum
etwas Vanille,
geriebene Schale einer Zitrone

Nussfülle:
70 g Milch
60 g Zucker
etwas gemahlene Vanille
geriebene Schale einer Zitrone
1/2 TL Zimt
185 g gemahlene Haselnüsse
80 g Marzipanrohmasse
1 Eiklar
20 g Rum

Für den Teig alle Zutaten in eine große Schüssel geben, dazu die Hefe zerbröckeln und die Butter kleinschneiden. Mit dem Handrührgerät oder von Hand sehr lange zu einem geschmeidigen Teig verkneten (dauert von Hand ca. 10 min, mit Rührgerät ca. 5). Der Teig darf nicht mehr klebrig sein. Geht natürlich auch in einer ausreichend großen und starken Küchenmaschine.
Den Teig abdecken und 1 h gehen lassen. Nach 30 Minuten kurz durchkneten, nach einer Stunde zu einem ca. 40 x 60 cm Rechteck ausrollen.

In der Zwischenzeit Milch für die Nussfüllung zusammen mit dem Zucker, der Marzipanrohmasse und den Gewürzen aufkochen lassen und glatt rühren. Nüsse zugeben und kurz abrösten.
Rum (oder ersatzweise Sahne) und Eiklar zugeben und kurz abrösten.

Die Füllung auf dem Teig verteilen und glatt streichen.

Von der längeren Seite her straff aufrollen und die Rolle der Länge nach mit einem scharfen Messer (am besten mit Wellenschliff) halbieren.
Die beiden Hälften umeinander schlingen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
Zu einem Kreis schließen und die Enden fest aneinander drücken.
Zudecken und 30 min ruhen lassen.

In der Zeit den Backofen auf 160°C vorheizen.

Kurz vor dem Backen den Zopf mit etwas Sahne bestreichen und Hagelzucker bestreuen.

35 bis 40 Minuten backen, bis der Zopf goldbraun ist.
Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.






Cookies & Cream Cake

Ich muss zugeben, besonders schön sieht sie ja nicht aus. Dafür schmeckt sie aber umso besser. Den Kuchen hätte ich wohl besser schon am Vortag gebacken und erst am Tag, an dem ich ihn brauchte gefüllt. Dann hätte er wahrscheinlich 100-mal weniger gebröselt.
Aber wenn man mal wieder alles auf den letzten Drücker macht...


Das Rezept ist mein zweites komplettes Testrezept aus dem Buch "Verführerische Torten", des MAgazins Australian Women weekly, dass jetzt auch auf deutsch erschienen ist.
Auch wenn ich von der Auswahl an Torten darin einigermaßen geplättet war, diese musste ich einfach nachbacken. Schon alleine wegen meinem kleinen Oreoliebhaber hier im Haus.


Mangels der passenden Springformgröße hat mein Kuchen aber etwas ausladendere Hüften und ist weniger hochgewachsen als das Original mit seinem Durchmesser von 20 cm. Die kleineren, aber höheren Torten sehen schon hübscher aus, wenn sie so gewollt unordentlich gestapelt werden - meine sieht nur nach Pfusch aus. Da können auch die rosa Zuckerstreusel nichts mehr retten ;-)
Aber wie heißt es so schön: die inneren Werte zählen - und die haben es in sich.
Eine kräftige Portion Oreos im Teig und oben drauf, eine Schicht Schokoladen,- eine Schicht Vanillekonditorcreme und oben nochmals Schokocreme machen die Torte zu einem süßen Schokoliebhabertraum. Sie schmeckt frisch schon lecker, aber einen Tag durchgezogen ist sie so gut, dass man sich glatt den ganzen Rest an Kuchen (es waren ja nur 3 Stücke...) reinschaufeln könnte. Und das schon zum Frühstück.

Cookies & Cream Cake

Teig:
250 g weiche Butter
1/2 TL gemahlene Vanille
275 g Zucker
3 Eier
335 g Mehl
1 EL Backpulver
180 ml Milch
150 g Oreokekse oder ähnliche grob gehackt

 
Konditorcreme:
750 ml Milch
1/2 TL gemahlene Vanille
6 Eigelb (die Eiklar anderweitig verwenden) 
110 g Zucker
50 g Speisestärke
60 g Butter
200 g dunkle Zartbitterschokolade, grob gehackt
 
Dekoration:
7 Oreokekse für die Deko, grob gehackt
Zuerst den Kuchen backen.
Dazu den Backofen auf 180°C vorheizen und eine Springform gut fetten und ausmelieren. Meine hatte einen Durchmesser von 24 cm, im Originalrezept wird eine mit 20 cm verwendet (die dann mit einem Papierkragen erhöht werden muss, damit der Teig nicht ausläuft)
 
Butter, Vanille und Zucker hellschaumig mit einem Handmixer oder der Küchenmaschine aufschlagen.
Die Eier nacheinander zugeben und jeweils gründlich unterschlagen.
Mehl zusammen mit dem Backpulver sieben und abwechselnd mit der Milch in 2 Portionen zum Teig geben. Jeweils gut unterheben, bis wieder eine homogene Mischung entstanden ist.
Zum Schluss die gehackten Oreos unterheben.
 
Den Teig in die Kuchenform geben, die Oberfläche glatt streichen und backen. Eine Springform mit 20 cm Durchmesser braucht 60 Minuten, die mit 24 cm nur knappe 50.
Garprobe nicht vergessen.
 
Den Kuchen 5 Minuten abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen und komplett auskühlen lassen.
 
Die Konditorcremes sind eigentlich nichts anderes als Pudding mit ein klein wenig Butter.
Und genauso werden sie auch zubereitet.
Milch und Vanille in einem Topf bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. In einer hitzefesten Schüssel Speisestärke und Zucker gut mischen, dann die Eigelbe zugeben und alles zu einer zähen Paste verrühren.
 
Die kochende Milch schluckweise zu der Eigelbpaste geben und dabei immer kräftig rühren.
Zurück in den Topf geben und so lange erhitzen, bis die Mischung kräftig aufblubbert. Bei kleinster Stufe und ständigem Rühren 5 Minuten kochen.
Von der Hitzequelle nehmen und 40 g Butter zufügen. Glatt rühren.
Ein Drittel (ca. 330 g) entnehmen und bis zur Verwendung abgedeckt kühl stellen.
Unter den Rest die Schokolade und restliche Butter rühren, bis die Schokolade komplett geschmolzen ist. Ebenfalls abdecken und kühl stellen.
Zur Verwendung müssen die Cremes komplett durchgekühlt sein.
 
Den Kuchen 2 mal horizontal durchschneiden, so dass man 3 Kuchenscheiben erhält.
Auf die unterste Schicht kommt eine Lage aus der Hälfte der Schokoladenkonditorcreme, dann eine Scheibe Kuchen, dann die Vanillekonditorcreme, die von der letzten Kuchenscheibe bedeckt wird.
Die Oberfläche mit der restlichen Schokocreme bestreichen und den gehackten Oreos bestreuen.
 
Fertig zum Vernaschen!