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Schick in Streifen

Nein, nein, nicht weiterklicken ihr seid schon noch richtig. Hier geht es immer noch um Süßes, nicht um die neuesten Modetrends. Aber um unsere (vielleicht zwar nicht mehr ganz so neuen) Backofentrends wie diesen Zebrakuchen hier.


Marmorkuchen ist bei uns das ganze Jahr über beliebt. Und diese besonders fluffige Version im Streifenlook kam mir wieder als besonders lecker in die Erinnerung, als ich (schon wieder) ein Testbackbuch durchblätterte. Denn genau dieser lachte mich aus Ilse Königs neuem Buch "Süßer Sonntag ".
Da war für mich und meine beiden Mädels, die so langsam heftigst Mitspracherecht fordern bezüglich was bei uns so im Ofen und dann auf dem Kaffeetisch landet klar -der und kein anderer.


Das Rezept ist nicht besonders neuartig, Zebrakuchen hat wahrscheinlich schon so gut wie jeder mal zumindest gegessen, vielleicht auch als tiger cake, wie er im englischsprachigen Raum genannt wird.

Aber egal, DIESE Streife werden bei uns wohl immer "in" bleiben.
Durch das Öl bleibt der Kuchen auch gekühlt so richtig schön flauschig und luftig, er ist extremst schnell zusammengerührt (auch wenn nicht gerade Sonntag ist) und schmeckt auch schon mal zum Frühstück (Ähem...). Bei meiner Kleinen vorzugsweise noch mit einem Belag aus Nutella. Woher dieses Kind das wohl hat?


Zebrakuchen

4 Eier                         
250 g Zucker         
1 Päckchen Vanillezucker           
250 ml Sonnenblumenöl    
100 ml Milch
300 g Mehl
1 EL Backpulver              
25 g reines Kakaopulver                       

       
Den Backofen auf 180° C (Umluft 160° C) vorheizen.
Die Eier mit Zucker und Vanillezucker, Öl und Milch mit dem Schneebesen des Handrührers hell und schaumig schlagen. Die Masse  in zwei gleiche Teile trennen, die auf 2 Schüssel aufgeteilt werden.

In die eine Hälfte Teig 180 g Mehl (vermischt mit 1/2 EL Backpulver und ganz wenig Salz) geben und unterrühren.
In die andere 120 g Mehl, vermischt mit dem restlichen 1/2 EL Backpulver, Salz und dem Kakao einrühren.

Eine Springform (Ø 24 cm) einfetten und dann wird's gestreift.

2 EL hellen Teig in die Mitte geben. Darauf mittig 2 EL dunklen Teig geben, darauf wieder 2 EL hellen Teig usw. bis beide Teige verbraucht sind. Der Teig läuft von der Mitte aus zu den Rändern und es entsteht ein kreisförmiges Zebra-Muster.

Den Kuchen im Ofen etwa 40 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Für die Garprobe einen Zahnstocher in den Teig stecken, bleibt kein Teig mehr daran kleben, ist der Kuchen gar und kann aus dem Ofen genommen werden. Den Zebrakuchen in der Form abkühlen lassen.




Buchvorstellung Wild auf Schokolade

Nach dem Buch Wild backen das zweite Buch von Eveline Wild, dass ich euch diesen Herbst vorstelle.


Das erste Buch hat mir eigentlich sehr gut gefallen. Vielleicht kann sich der eine oder andere noch an die Buchvorstellung erinnern? Dort findet ihr auch genügend Infos über die Autorin.

Dieses Buch muss sich nicht hinter dem Erstlingswerk verstecken. Es enthält 65 genauso hochwertige Rezepte, wenn auch genau wie im ersten Buch nicht alle unbedingt für Anfänger geeignet sind (teilweise vom Schwierigkeitsgrad her, teilweise weil ein paar Angaben fehlen und man auf seinen Erfahrungsschatz zurückgreifen muss). Und wieder ist es eine schöne Mischung aus Klassischem und Innovativem, sei es bei den verwendeten Zutaten oder beim Dekorieren/Anrichten. Im Gegensatz zum ersten Buch wollte der Funke aber nicht so ganz überspringen.

Woran das liegt kann ich nicht so genau sagen, denn es gibt schon alleine vom Namen her viele tolle Rezepte und auch eine bunte Mischung davon.
So findet sich eine Trinkschokolade mit Earl- Grey Tee auf der gleichen Seite wie eine gehaltvolle, (fast) normale. Oder es gibt eine (relativ) einfache Schokoladentarte ebenso wie Yuzucreme unter knackigem Karamell mit Zitrusfrüchten.


Nun aber genaueres zu Aufbau und Inhalt.
Bereits in Ihrem Vorwort weist die Autorin darauf hin, dass es Schokolade in ganz unterschiedlichen Qualitäten gibt.
Es folgt die Geschichte der Schokolade, die Schokoladenherstellung und die Verarbeitung von Schokolade inklusive Tipps zum Schmelzen, wie das Klumpen verhindert wird,...

Nach den Grundlagen geht es in folgenden Kapiteln an die schokoladigen Rezepte:

– Schokolade heiss und kalt (Getränke und Eis)
– Desserts
– Torten
– Kuchen und Tartes
– Knusprige Kleinigkeiten
– Deko-Ideen und Arbeitstechniken.

Und wieder gibt es bei den schwierigeren Rezepten einen QR-Code und auch eine URL, die zu einer YouTube Playlist mit Filmen zu diesen Rezepten führen.

Inwieweit dies nötig ist, weiß ich nicht, denn es gibt direkt bei den Rezepten oft auch bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
Wie schon im vorhergehenden Werk sind die Fotografien klar und elegant, ohne viel SchnickSchnack auf das wichtigste beschränkt.

Und dieses Mal gibt es sogar ein ausführliches Register ;-)

Ich habe es bisher leider nur geschafft, eins meiner drei Testrezepte zu verbloggen. Zwei davon waren aber ganz wunderbar lecker und haben auch sehr gut geklappt. Hier Klick könnt ihr euch nochmal die Schokoladenmousse-Orangentorte ansehen (und auch backen).
Das andere Rezept war eine Mousse-au-chocolat-Tarte mit gebackener Schokofüllung auf einem knusprigen Nussmürbteig. Die gab es bei uns zum Sonntagskaffee und war schneller weg, als ich den Fotoapparat zücken konnte. Und sie war ganz schnell neben dem Kochen zusammengerührt - hat also das Potential zu einem absoluten Lieblingsrezept. Aber ich zeig euch wenigstens das Bild aus dem Buch:



Das letzte Testrezept war das schokoladige Spritzgebäck mit Gelinggarantie , was ich jetzt aber nicht so berauschend fand - es kommt irgendwie ziemlich geschmacksneutral daher. Wen das Rezept trotzdem interessiert, der darf bei der Schokoladenfee hier nachlesen, sie hat es auch schon gebacken.

Meine Mädels würden sofort die Samt- und Seide Trinkschoko schlürfen, die ich bisher nur noch nicht nachgemacht habe, weil ich befürchte, dass es die sonst jeden Tag geben muss.
Und zum Glück steht an Weihnachten auch noch der Geburtstag unserer Großen an, um einen Anlass für die tolle Bananen-Limetten Schokotorte zu haben - und vielleicht direkt noch die Schokoladen Birnen-Tarte dazu...

Was das Buch aber für mich interessant macht sind die etwas ausgefalleneren Rezept wie Rosmarin-Schokoladenmousse oder der Frankfurter Kranz auf Steirisch ( mit Kürbiskernen) zwischendrin.


Hier noch die Daten zum Buch:
Eveline Wild
Wild auf Schokolade: Torten, Tartes, Desserts, Pralinen & Co
ISBN: 978-3854317111
Pichler Verlag
Preis: 24,90 Euro

Insgesamt kann ich es euch trotz einem Fehlschlag empfehlen und es werden auch noch ein paar Rezepte daraus getestet.



Minimadeleines

Heute habe ich eine Art Grundrezept für euch dabei für unser absolutes Lieblingsgebäck für jeden Tag. Das schöne daran, ist, dass das Rezept sehr wandlungsfähig ist und doch immer schmeckt.
Vor allem meinen beiden Mädels, die manchmal extrem wählerisch sein können (und die pupsnormalen Rührkuchen im Miniformat fast am liebsten mögen).
 

 
Immerhin, gaaaanz pupsnormal kommen diese Madeleines nicht daher. Denn sie sind viel zarter, saftiger, leckerer und luftiger (aber nicht so sehr, dass man meint, sie seien aus Biskuitteig) als normaler Rührkuchen - und das mit einem zarten, unvergleichlichen Butteraroma.
 
 
Ich habe meine neue Mini-Madeleinesform ausgetestet und das Ergebnis waren wirklich winzigste Madeleines. In jede Vertiefung passt nur ein knapper halber Teelöffel Teig - um dann Madeleines zu erhalten, die in die Ausbuchtung eines Teelöffels passen.
Es ist also praktisch eine endlose Geschichte, wenn man eine Schüssel Teig und nur ein Blech hat, um sie zu backen.
 
 
Aber für meine Mädchen waren sie der absolute Hit - und seit langem das erste Mal, dass sie bei Kuchen nicht mehr aufhören konnten zu essen. So habe wenigstens nicht nur ich mir immer wieder noch schnell eines geschnappt...
 
Um das Ganze wenigstens etwas zu beschleunigen,habe ich auch einen Teil in meine normal große Madeleinesform gepackt und eine erstaunliche Entdeckung gemacht:
die Winzlinge kommen eher leicht keksig, die normal großen eher kuchiger aus dem Ofen.
Ich finde das super, so ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

Das ganze war schon wieder ein Testrezept, und zwar aus Kinder, an den Herd!: Wir kochen, experimentieren und staunen , dort mit der geriebenen Schale einer unbehandelten Orange und im Muffinblech, bei mir mit Aroma nach Wahl und gleich in zweierlei Backformen.


 

Minimadeleines

80 g Butter
2 Eier
50 g Zucker
Aroma nach Wahl (bei mir Vanille, es geht aber auch Zimt, Zitronen- oder Orangenschale, Rum, Tonkabohne...)
1 Prise Salz
100 g Mehl, Type 405
1 gestrichener TL Backpulver
 
 
Ofen auf 200°C vorheizen und die Backform ausfetten.
 
Butter in einen kleinen Topf geben und leicht erhitzen, bis sie geschmolzen ist. Dann wieder etwas abkühlen lassen.
Eier, Zucker, das gewünschte Aroma und Salz in eine Schüssel geben und zu einer sehr hellen, schaumigen Masse aufschlagen.
Mehl und Backpulver zusammen auf den Eischaum sieben und vorsichtig unterheben. Zum Schluss noch die flüssige Butter zugießen und unterheben.
 
Optional: den Teig abgedeckt ungefähr eine Stunde ruhen lassen, dann bekommen die Madeleines einen schöneren typischen "Hupf". Es geht aber auch ohne.
 
Den Teig in die Vertiefungen der Backform füllen, jeweils ungefähr zu 2/3 voll. Das entspricht bei meiner Backform für die kleinen ungefähr einem halben Teelöffel.
Die Backzeit für die ganz Kleinen beträgt ca. 8 Minuten bei 200°C, die größeren ca. 11 Minuten.
Im Muffinblech mit 12 Vertiefungen brauchen die Madeleines ungefähr 25 Minuten




Buchvorstellung Linda Lomelinos Backen

Auf den Erscheinungstermin dieses Buchs haben sicher so einige gespannt gewartet, den Linda Lomelino ist mit ihrem Blog und dem nunmehr dritten von ihre erschienenen süßen Buch einer der Stars unter den bloggenden Hobbypatissiers – und bäckern.
Und jetzt kommt auch endlich meine Buchvorstellung, nachdem ich die letzten Wochen euch mit meinen Testrezepten zugeballert habe.


Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an die Vorstellung ihres Tortenbuchs hier (dort findet ihr auch eine genauere Vorstellung ihrer Persönlichkeit) – und wer nicht, der kann auf sämtlichen Backblogs wahrscheinlich mindestens eine in dem ihr typischen Stil dekorierten Torten bewundern (auch wenn das Rezept vielleicht nicht von Linda ist, ihre Art, Torten richtiggehend zu inszenieren findet man sehr oft wieder). In der Zwischenzeit ist auch ein Eisbuch von ihr erschienen und jetzt dieses Buch hier – Lomelinos Backen . Laut Klappentext ihre besten Backrezepte für alle und für jede Gelegenheit.

 
Ein erstes Durchblättern zeigt erfreulicherweise auch einiges, was bei uns als „Alltagsgebäck“ durchgeht, also nicht nur opulente Torten, sondern Hefegebäck oder Rührkuchen und Obsttartes. Und eine scheinbar Vorliebe für Donuts in allen Variationen ;-)
Und wieder sieht der Buchrücken zuerst etwas lustig aus, wie schon ähnlich im ersten Buch, nur dieses mal nicht vorangestellt sondern als dünnere Einschnitte. Zwischen den Kapiteln mit den Backrezepten sind optisch und haptisch direkt erkennbar durch etwas schmälere Seiten die Grundlagen kapitel zu Backen und Dekorieren und sogar ein kleines Kapitel zu Foodstyling und – fotografie eingestreut. Man lernt das Wichtigste, ohne dabei zu sehr in die Tiefe zu gehen (ich selbst habe jetzt nichts für mich neues darin gefunden, aber ich denke, die Basics sollte ich auch mittlerweile draufhaben)



Die Kapitel mit den Rezepten nennen sich:
  • Gartenträume
  • herbstliche Ernte
  • Zitrusnoten
  • schokoladige Genüsse
  • Nussig und karamellig
Die Gartenträume befassen sich vorwiegend mit Gebäck, dass entweder mit Früchten oder Beeren zubereitet wird, mit Blüten dekoriert wird oder es werden entsprechenden Sirups wie Holunderblütensirup für z.B. eine Glaur verwendet. Es finden sich eher Sommerfrüchte in den Backwerken wie bei einem Himbeer-Oreo-Cheesecake oder einem einfachen sommerlichen Rhabarberkuchen.

Mit der herbstlichen Ernte bäckt man einen Pfirsich-Pflaumen-Kuchen oder macht sich Apple Fritters.
Zitrusnoten findet man in einer mit dem Flambierbrenner bearbeiteten Zitronen-Baiser-Torte (die sieht wirklich toll aus) oder der auch auf dem Titelbild befindlichen Crepestorte mit Orange, Schokolade und Cointreau.


Mein Lieblingskapitel ist eindeutig das mit den schokoladigen Genüssen. Kleine Schokoladenbrioches, verschiedene Cookies (mit Dulce de Leche als Füllung oder einem Herz aus Nutella) oder Bier-Brezel Cupcakes machen Lust sofort den Ofen anzuschmeißen.
Ich brauche auf jeden Fall ganz dringend eine Großpackung Maltesers um die Brownies damit zu backen...

Auch im folgenden Kapitel "Nussig und Karamellig" bleibt die Schokolade nicht immer außen vor sondern findet öfters mal Verwendung. Der Banoffee Pie mit Bananen, Sahne, Karamell und Schokospänen sieht extrem verführerisch aus - mich lockte aber ihre Variante des Zupfzopfs (hier Ziehhamonika-Zimtbrot) und die Variante davon  - Monkey Bread noch viel mehr.



Unsere ausprobierten Rezepte sind allesamt gelungen, wenn ich auch teilweise etwas skeptisch war (siehe auch der flüssige Teig der Schoko-Espresso-Cupcakes). Die Rührteige sind oft mit großer Flüssigkeitszugabe gebacken, was frisch zwar wirklich superlecker und saftig schmeckt, aber am nächsten Tag finde ich diese Gebäcke meist nicht mehr sooo toll. Sie haben dann langsam eine etwas komische Konsistenz und werden an der Oberfläche irgendwie feucht.

Das waren meine Testrezepte:
Hier noch die Daten zum Buch:

Linda Lomelino
Lomelinos Backen: Torten, Kuchen, Kleingebäck
ISBN: 978-3038008583
AT Verlag
Preis: 26,95 Euro


Mein Fazit:
Ich finde das Buch insgesamt gelungen, wenn sich auch viele  Rezepte der üblichen Verdächtigen, die man inzwischen auf vielen Blogs findet doch langsam ziemlich bekannt anhören. Das wäre auch wahrscheinlich für mich der Grund gewesen, dieses Buch nicht unbedingt zu kaufen - mir ist einfach zu vieles bekannt. Wahrscheinlich habe ich langsam doch zu viele Backbücher im Regal - daran ist aber nicht Linda Lomelino schuld und deshalb kann ich ihr das ja auch nicht ankreiden. Dennoch habe ich einiges gefunden, was mich zum Nachbacken reizt, auch wenn ich teilweise die Rezepte für die Teige durch andere Rezepte ersetzen werde.