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Es sind noch wenige Plätze frei...

in meinem ersten Rosenkurs.





Wer eine etwas andere Geschenkidee für Backfreaks und Zuckertanten sucht wird hier
in der Backwerkstatt fündig.

Dort könnt ihr auch die genauen Kursinhalte nachlesen. Termin wäre der 14. Januar.


Unser Keksgesicht

So jetzt endlich der in unserer Vorstellung der Box versprochenen Testbericht und das Ergebnis.
Leider hat sich der Anlass, wozu wir die Kekse backen wollten verschoben und somit hat es mal wieder gedauert...

 
 
Ich finde, sie sind uns für den ersten Keksdekorierversuch ganz gut gelungen und wir sind damit sehr zufrieden. Wer sehen will, wie es mit mehr Übung aussieht, sollte mal hier auf der Facebookseite von "Dein Keksgesicht" nachschauen.

 
Dein Keksgesicht ist so konzipiert, dass man eine komplette Box mit allem, was man zum individuellen Gestalten von Keksen braucht, erhält.

Dabei inbegriffen ist das, was die Box einzigartig macht: eine Dekoschablone, die man selbst gestalten kann. In unserem Fall war das der Umriss eines Gogomobils, aber die Möglichkeiten sind unbegrenzt - Firmenlogos, Glückwünsche für Feiern bzw. z.B. die eigenen Initialen zur Hochzeitsfeier und noch vieles mehr. Hier gibt der Blick auf die Facebookseite von "Dein Keksgesicht" viele Inspirationen. Bei der Gestaltung der Schablone haben uns Caro und Marion, die beiden Gesichter die hinter "Dein Keksgesicht" stecken, geholfen. Es reicht also auch nur die Idee, was drauf soll, es muss kein fix und fertiges Motiv sein.


Das Paket enthält neben der Schablone und dem Dekomaterial (Ausstecher, Fondant, Icingmix, Bäckerstärke, Teigkarte, Verpackungstütchen und Clips) eine ausführliche Anleitung mit gelingsicherem Keksrezept.
Alles ist in ausreichender Menge (und teilweise etwas mehr) für 20 komplett dekorierte Kekse vorhanden.
Die Anleitung geht auf wirklich alles genau ein, auch auf die Hilfe bei kleinen Missgeschicken oder wie man sich organisieren kann, wenn man eine große Runde beim Backen ist.

Man sieht unseren Keksen noch kleinere Schönheitsfehler an. Diese sind aber uns selbst geschuldet.
Dafür gibt es mehrere Gründe. Ich hatte zwei kleine sehr eifrige Backhelferinnen dabei, die den Teig äußerst gründlich geknetet haben. Dabei ist er beim Backen leider etwas geschrumpft, so dass der ausgestochene Fondant etwas zu groß war und die Kekse leicht hubbelig wurden. Wenn man sich aber genau an das Rezept hält, passiert das normalerweise nicht.
Natürlich haben die beiden auch mit Feuereifer beim Dekorieren geholfen und dabei etwas mehr Bäckerstärke als nötig benutzt bzw. die Schablone manchmal leicht verwackelt.

Dennoch hat uns Ergebnis sehr gut gefallen - und vor allem auch geschmeckt.

Und wer sich nicht zutraut die Kekse selbst zu backen, für den gibt es die Möglichkeit, das ganze im Paket bei Caro in ihrer Backwerkstatt z.B. im Rahmen eines Junggesellinnenabschieds zu buchen. Dazu findet ihr hier Infos.

Zum Schluss noch ein dickes Danke an Caro und Marion, die uns mit ihrem Paket einen schönen und lustigen Familienbacknachmittag beschert hat (was man nicht alles mit übrig gebliebenem Icing anstellen kann...).



Buchvorstellung Kinder Party Küche

Vor kurzem fanden wir eine Überraschung im Briefkasten. Nicht irgendeine Überraschung, sondern nunmehr schon das dritte Buch Kinder-Party-Küche: Wir kochen und feiern das ganze Jahrdes Vierer-Gespanns Nelli Mager, Claudia Seifert, Julia Hoersch und Gesa Sander zum Thema Kinder und Kochen, veröffentlicht wie immer im AT Verlag. Und obwohl wir schon die ersten Bände super fanden, dieses Buch toppt noch alles.


Meine Kinder waren voll und ganz fasziniert. So schnell wie aus diesem Buch wurde fast noch nie etwas nachgebacken (siehe das Leoparden Toastbrot, sogar mit Unterstützung der Kleinen). Und dann auch noch gebastelt.
Die Keksbehältnisse wurden noch am gleichen Tag mehrfach nachgebastelt (denn sie eignen sich nicht nur für Kekse, auch andere Schätze,auch Geschenke kann man darin schön verpacken), das Toastbrot holte ich einen Tag später aus dem Ofen und es sorgte auf der Geburtstagsparty unseres Hausherrn für viel Erstaunen (und hat auch noch lecker geschmeckt).


Die Autorinnen und die ersten beiden Bücher habe ich bereits in den Buchvorstellungen hier und hier ausführlich vorgestellt.
Deshalb direkt zum Buch und warum es uns so gut gefallen hat.

Es ist nach dem Vorwort in 8 Kapitel eingeteilt:
  • Neulich im Dschungel
  • die weltbesten Geburtstagskuchen
  • Alles schön rund hier (Fußballparty!)
  • Teeparty
  • Auf zu fernen Planeten
  • Piraten!
  • Halloween
  • Geschenke aus der Küche

Wie man sieht 6 Partythemen und 2 allgemeinere Kapitel.
In jedem "Partykapitel" finden sich thematisch passende Rezepte, sowohl süße als auch herzhafte, so dass man die kleinen Gäste komplett satt bekommt. Auch der Durst wird mit netten, wieder thematisch passenden, Rezepten für z.B. Melonenbowle oder Meerwasserbrause gestillt.
Und das beste daran ist, die Rezepte sind so aufbereitet und gestaltet, dass auch Kinder sie schon zubereiten können und dabei noch Spaß haben.
Teilweise eignen sie sich auch dazu, mit einer größeren Menge Kinder direkt auf der Party zuzubereiten. Meine beiden würden zumindest Riesenspaß daran haben, mit anderen zusammen Insekten- oder Mumienkekse zu basteln oder auch die Kekse mit Spitzenmuster.

Die Rezepte selbst sind sehr abwechslungsreich, bunt (es wird viel Obst und Gemüse verwendet, aber keine Farbstoffe) und es ist für wirklich jeden Geschmack etwas dabei. Sogar eine Geburtstagstorte für diejenigen, die keinen Kuchen mögen - sie ist nämlich komplett aus Obst.



Aber es finden sich nicht nur Rezepte, sondern auch nette Bastelideen z.B. für eine passende Einladung zur Themenparty, für die Deko oder auch zum Basteln mit den Kindern auf der Party.
Mir haben es da ganz besonders die Leuchtmumien angetan.

 
Zusätzlich findet man immer wieder eingestreut Informationen zum jeweiligen Motto. Im Kapitel "Auf zu fernen Planeten" wird zum Beispiel Astronautennahrung vor- und hergestellt, ein Planetenmobile gebastelt und erklärt was Planeten sind und wie sie heißen.

Nachgebacken und verbloggt haben wir bisher nur wie oben beschrieben das Leoparden-Toastbrot.

Die Liste ist noch lang und wir warten sicher nicht auf die nächste Party, bis wir uns weiter auf das Buch stürzen. Der Himbeer-Schoko-Vanille Gugelhupf war schon im Ofen und ist durch seine 3 Farben auch ein echter Hingucker und geschmacklich sowieso.
Die Mumienkekse wollten wir zu Halloween backen, aber es aber erst leider einen Tag zu spät geschafft. Sie waren aber leicht nachzubacken und haben so geschmeckt wie sie sollen, nämlich superlecker.
Die für uns neue Variante Hackbällchen mit Tomatensauce (und Haferflocken statt Semmelbrösel als Bindemittel) fand auch schon gewaltigen Anklang.

Hähnchenkeulen mit Seefahrerdip, Gespenstercräcker und gruselige schwarze und rote Spaghetti sind nur einige der Rezepte, die meine Mädels schon bestellt haben, aber es leider noch nicht auf den Tisch geschafft haben.


Aber da wir die beiden zuvor erschienen Bücher quasi fast durch haben und alle Rezepte bisher gut gelungen sind, denke ich kann man auch wieder hier davon ausgehen, dass alles klappt und schmeckt.

Hier noch die Daten zum Buch:

Nelli Mager, Claudia Seifert, Julia Hoersch und Gesa Sander
Kinder-Party-Küche: Wir kochen und feiern das ganze Jahr
ISBN: 978-3038008439
AT Verlag

Preis 19,95

Von mir und meinen Mädels bekommt das Buch eine absolute Weiterempfehlung!




Kennt ihr schon dein Keksgesicht?

Dabei handelt es sich um den neuesten Streich von Caro und ihrer Backwerkstatt. Hier bekommt ihr erste Infos.
Wir haben eine Box vorab bekommen und haben uns darüber sehr gefreut. Danke!
Zum Testen sind wir noch nicht gekommen, aber ausgepackt haben wir sie schon mal.


Das Besondere an dein Keksgesicht ist die individuelle Schablone, mit der eigene Texte und/oder Bilder mit Hilfe von Icing auf einen Keks übertragen werden können.

Wir haben uns ein Goggomobil gewünscht und dazu keine Vorlage geliefert.
Herausgekommen ist diese Schablone, die uns schon mal sehr gefällt:


Neben der hochwertigen Schablone sind noch sämtliche Zutaten und Hilfsmittel, die für die Dekoration der Kekse benötigt werden, in der Box enthalten.


Komplettiert wird das ganze durch eine ausführliche und bebilderte Anleitung.

Wir sind schon auf den richtigen Testlauf gespannt und werden euch hier demnächst darüber berichten.


Leoparden Toastbrot

Es gab hier schon wieder längere Zeit kein Rezept mehr.
Hier wird schon noch gebacken, aber seit ich vor gut einem Jahr wieder angefangen habe zu arbeiten, in bedeutend kleinerem Stil. Ehrlich gesagt fehlt mir auch oft die Lust (und Zeit), den ganzen Kram, um ein Rezept zu veröffentlichen zu erledigen. Also das Backwerk hübsch zu photographieren, das Bild noch zu bearbeiten und Rezept mit einer netten Einleitung zu schreiben.
Nicht zu vergessen, dass ich langsam auch älter werde und sich damit der ganze Süßkram irgendwie auch schon nur beim Ansehen an den Hüften festkrallt.




Aber dieses Toastbrot war mir diese Mühe jetzt doch mal wieder wert. Und die Kalorien lassen sich trotz dem wilden Aussehen auch ganz gut im Zaum halten.
Auch wenn es so oder ähnlich dem einen oder anderen fleißigen Food-Blogleser wohl schon bekannt vorkommt, denn diese Brotvariante war im Frühjahr ein regelrechter Hype.

Wobei es sich eigentlich im engeren Sinne nicht direkt um ein Toastbrot handelt. Es wird nämlich ungetoastet gegessen und schmeckt auch wie Hefezopf leicht süß, lediglich die Form ist durch das Backen in einer Kastenform ähnlich.


Das Rezept stammt aus dem Buch Kinder-Party-Küche: Wir kochen und feiern das ganze Jahr von Claudia Seifert und Co., das ich Ende September als freundliche Überraschung vom Verlag im Briefkasten fand.
Und so schnell wie dieses Rezept habe ich glaube noch nie etwas aus einem Buch nachgebacken.
Schon einen Tag später versetzte dieser Leopard die Geburtstagsgäste meines Mannes in Staunen (und am nächsten Tag die Klassenkameraden meiner beiden Mädels, da sie es in der Brotdose dabei hatten).

Der Teig ist relativ weich und lässt sich dennoch gut verarbeiten. Im Gegensatz zu anderen Rezepten für Leopardenbrot besticht dieses mit einer Ladung Zimt im hellbraunen Teig und sorgt damit noch für einen Geschmacksakzent.

Auf jeden Fall ein echt leckerer Hingucker, der gar nicht schwer zuzubereiten ist und garantiert Wiederholung findet.

meine süße Werkstatt

Leoparden-Toastbrot


Für den Grundteig:
250 ml Milch
80 g Butter
450 g Mehl
25 g Speisstärke
70 g Zucker
1 Prise Salz
20 g frische Hefe

Für den hellbraunen Teig:
1TL Kakaopulver
1 TL gemahlener Zimt
2 Esslöffel Milch
 
Für den dunkelbraunen Teig:
5 TL Kakaopulver
4 EL Milch
 
Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Temperatur schmelzen lassen, dann die Milch zugeben und den Topf vom Herd ziehen. So wird sichergestellt, dass die Milch nicht zu heiß ist und die Hefe abtötet.
Die restlichen Zutaten für den Grundteig in eine Schüssel geben und mit den Knethaken den Handmixers zu einem nicht ganz glatten Teig vermischen.

Den Teig halbieren. Die eine Hälfte fertig kneten, bis sich ein glatter, elastischer Teig gebildet hat. Diesen beiseite legen.
Die andere Teighälfte erneut halbieren und mit den jeweiligen Zutaten für den hellbrauen bzw. dunkelbraunen Teig verkneten.

Aus jeder Teigsorte jeweils 7 Kugeln formen und zugedeckt eine Stunde lang gehen lassen.

Dann zuerst aus den hellbrauen Teigkugeln ca. 10 cm lange Rollen formen.
Die dunkelbraunen Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 20 cm lang und 7 cm breit auswellen und jeweils um eine hellbraune Rolle wickeln.

Zum Schluss auch die hellen Teigrollen zu 10 cm langen und ca. 10 cm breiten Quadraten ausrollen und um die dunkelbraunen Rollen wickeln.

Jede dieser so entstandenen 7 Rollen nun durch sanfteshhin- und Herrollen auf Kastenformlänge (meine hat 30 cm) verlängern.
Die Kastenform ausfetten und die Rollen einsetzen.
Nochmals abdecken und 30 Minuten gehen lassen.

In er Zwischenzeit den Backofen auf 180°C vorheizen und dann das Leopardenbrot 45 Minuten backen.
Kurz in der Form auskühlen lassen, dann aus der Form nehmen und auf einem Gitter komplett abkühlen lassen
 
 

Ankündigung: mein erster Rosenkurs

Hier tauchen ja immer wieder Bilder von meinen Rosen auf, denn Rosen sind nach wie vor eine der beliebtesten Blumenarten für die Tortendekoration.
Nur die Farben wechseln immer wieder je nach Mode...


Für mich hat sich dabei meine "Zahnstochermethode" bewährt. Das bedeutet, der Kelch wird auf einem Zahnstocher gefertigt und alle Blütenblätter kommen komplett ohne Draht an die Rose.
Wer ein bisschen Flexibilität braucht (also die Blume noch biegen muss), der kann natürlich auch einen dicken Blumendraht nehmen, braucht aber wirklich nur diesen einen.

 
Diese Zahnstochermethode kann man jetzt auch lernen - und zwar in meinem ersten Kurs.
Den letztendlichen "Anstupser" für den Kurs gab Caro von "Die Backwerkstatt" und "Soulcakes".

Bei ihr im Kursraum in der Nähe von Ehingen wird auch am Samstag, den 14.01.2017 der Kurs stattfinden.


Kursinhalte werden u.a. neben dem "Rosenzwirbeln" auch das Einfärben der Blütenpaste und das Abpudern der fertigen Rosen sein. Natürlich gibt es auch ein Rezept für die von mir verwendete Blütenpaste und alle vewendeten Materialien sind in der Kursgebühr enthalten.

Nähere Infos findet ihr unter diesem Link:
http://www.diebackwerkstatt.de/modellieren

Wer Interesse hat, kann sich direkt bei Caro in der Backwerkstatt anmelden.
Aber Beeilung, die Plätze sind begrenzt.



Rabenbrautpaar

Herr und Frau Rabe grüßen frisch vermählt aus ihrem kuscheligen Nest.


 
 
Bis auf das Nest, dass ich beim Bastelabend des Kindergartens "gewickelt" habe, ist hier alles aus Modelierfondant.
 
 
Das Rabenbrautpaar landete dann auf einer vom Konditor zubereiteten Torte
 
 
und war hoffentlich auch ein Teil davon, einem glücklichen Brautpaar einen unvergesslichen Tag zu bescheren.
 

Für einen Schallplattenfan

Dieses Jahr hagelt es die 40iger.
Und immer mehr sollen/wollen mit einer etwas anderen Torte überrascht werden.



In dieser steckte eine Himbeer-Joghurt-Wickeltorte und auch ein wenig Pfusch. Ich habe die Teigstreifen zu breit zugeschnitten. So war die Torte am Ende wunderbar hoch, aber der Durchmesser reichte nicht komplett für die bereits vorgefertigte Schallplatte aus.


Und auf der war die Schrift etwas schief - und die Torte selbst wurde etwas hubbelig eingedeckt, weil die Hitze und ein sehr flaumiger Biskuit da einen Strich durch die Rechnung machten - und und und...

 
Am Ende sah sie aber nicht so schlimm aus, wie sie hier auf den Bildern wirkt und das Geburtstsagskind hat sich auch gefreut.

Ein Nilpferd im Teich

... aber es hat wohl einen etwas zu dicken Popo, denn es schaut nicht nur die Nase raus, sondern auch das Hinterteil ;-)


Seit langem die erste Torte, die ich für das Geburtstagskind in Fondant "eingepackt" habe.



Und ein bisschen frech ist das Nilpferd auch, es hat ihm die Zunge rausgestreckt.


Drinnen versteckt war ein Schoko-Nusskuchen nach einem Rezept von Christophe Felder und eine dunkle Ganache.



Buchvorstellung: Julien Duvernay - Desserts

Dieses Buch ist für mich DAS "Süße" Buch des Jahres.
 Obwohl ich es zuerst gar nicht einsehen wollte, dass es bei mir einziehen soll. Im Vorschaukatalog des AT-Verlags gesehen und mehr oder weniger nach kurzem Ansehen schnell überblättert. Die Fotos sahen wunderschön aus, aber man sah schon direkt, dass es sich hier wohl um eine hochkomplexe Angelegenheit ging. Kombiniert mit etwas sehr wenig Zeit geriet das Buch dann schnell wieder in Vergessenheit. Bis dann Nele vom Pralinenwahnsinn ein Bild vom Buch postete mit dem kurzen Kommentar, den ich im ersten Satz praktisch wortgleich selbst schrieb. Das machte mich neugierig  - und bald darauf musste das Buch unbedingt bei mir einziehen.


Julien Duvernay ist der Patissiers von Tanja Grandits aus dem mit 18 Gault Millau- Punkten und zwei Michelin-Sternen bewerteten Restaurant "Stucki" in Basel und gilt als der beste Patissiers der Schweiz.
Tanja Grandits und ein paar ihrer Rezepte kannte ich schon vorher, hatte mich aber auch noch nicht näher damit beschäftigt.
Bei ihr macht er inzwischen mit außergewöhnlichen Kreationen Furore, obwohl er am Anfang der Zusammenarbeit eher nach der klassischen französischen Art, so wie er das gelernt hat, gearbeitet hat. Julien war bereits im Stucki beschäftigt, als Tanja Grandits das «Stucki» übernahm. Die Veränderung enorm und beide arbeiteten wohl einige Zeitlang auf hohem Niveau aneinander vorbei, bis  Julien begann, intensiver mit Gewürzen zu arbeiten und mit starken Aromen wie Pfeffer, Zimt oder Muskatnuss zu experimentieren.

Nun aber direkt zum Buch.
Ein erstes Duchblättern lies mich doch wieder Zweifeln. Kann ich da jemals etwas, dass optisch und geschmacklich auch nur entfernt dem Rezept ähnelt, nachkochen?


Die Bilder sind ohne SchnickSchnack und zeigen ein perfekt angerichtetes Dessert mit teilweise sehr vielen einzelnen Bestandteilen. Auch ein kurzes Überfliegen der zugehörigen Rezepte hat mich nicht gerade ermuntert. Die Rezepte selbst haben zwar einfache Titel nach den Namen der aromagebenden Bestandteile, ziehen sich aber teilweise auf über 3 Seiten mit bis zu 10 oder mehr Rezepten und Einzelbestandteilen. Für mich in meine Haushaltsküche unter normalen Umständen alleine schon zeitlich fast nicht machbar.
Aber alleine schon die Bilder hätten genügt, dass ich dem Buch einen Platz in meinem mittlerweile sehr gut bestückten Kochbuchregal einräume.

Also begann ich einfach mit meiner üblichen Vorgehensweise. Das Buch landete auf meinem Nachttisch und wurde als Abendlektüre einmal von vorne bis hinten durchgelesen.
Es beginnt mit einem Vorwort des Chefredakteurs des GaultMillau Schweiz, dem Inhaltsverzeichnis, einem Ausflug in den Patisserie-Keller von Julien Duvernay (seine Küche im Stucki befindet sich im Keller) und - ganz wichtig- den Hinweisen zum Gebrauch des Buches. Hier bekommt der "Nachkocher" praktisch gesehen die Erlaubnis, auch nur einzelne Bestandteile des Komplettrezeptes nachzumachen - und damit konnte ich das Buch auf einmal viel entspannter genießen und sah das Buch mit anderen Augen. Denn jetzt eröffnet sich aus den über 70 Rezepten für aufwendige Desserts eine unglaubliche Fülle an machbaren Rezepten, es müssen wortwörtlich hunderte sein.



Die Kapitel geben nur einen Hinweis auf einen Hauptbestandteil des Rezeptes:

  • Zitrus
  • Karamell
  • Gemüse
  • Tee
  • Blüten
  • Öl
  • Getreide
  • Kräuter
  • Pfeffer
  • Grundrezepte
  • Techniken
  • Geräte
  • Rezepteverzeichnis

Die Rezepte im Buch sind weitgehend so wiedergegeben, wie sie in der Patisserie des „Stucki Tanja Grandits“ verwendet werden.
Natürlich finden auch Produkte ihre Verwendung, die nicht unbedingt im Supermarkt erhältlich sind, sie sind aber relativ einfach über den Online-Handel zu beziehen.
Bei den Rezepten wird mit Farben gespielt - meist gibt es eine vorherrschende Farbrichtung und die einzelnen Bestandteile sind in verschiedenen Farbabstufungen dieses Grundtons (wobei so gut wie keine künstlichen Farbstoffe verwendet werden).
Gleichzeitig bestehen die kompletten Desserts aus unterschiedlichen Texturen. Das heisst, etwas Cremiges oder/und eine luftige Mousse wird immer mit etwas Knusprigem kombiniert und natürlich auch mit kaltem wie einem Sorbet, Eis oder einer Granité. Meist wird sowohl eine Mousse als auch eine Creme zubereitet. Beides ähnelt sich zwar, die Mousse ist aber viel leichter. Daraus ergibt sich dann zwangsläufig die Fülle an Einzelrezepten für ein komplettes Dessert. Für Julien Duvernay muss das perfekte Dessert zudem leicht, frisch und nicht zu süss sein und genau das findet sich in seinen Rezepten wieder.

Und dann sind dann natürlich noch die Aromenkombinationen, die die Desserts so außergewöhnlich machen. Manche hören sich recht abenteuerlich an (Rote Beeten (Randen) Blutorangen Zitronenthymian Dessert oder auch Gurke Ananas Anis Prédessert), manche aber auch einfach nur genial lecker (Karamell Mango Tarte oder Himbeer Meringue Lotusblüten Dessert).
Oft sind die einzelnen Kapitel in der Struktur ähnlich aufgebaut. Zuerst eine Art Petit Four (hier meist "Lolly" genannt, da auf einem Spieß serviert), mehrere komplexe Desserts, ein bis zwei weniger aufwendige, handlichere Desserts z.B. ein Madeleine mit Mohnöl oder Tonka-Sablés mit Salzkaramell und noch etwas Gebackenes, also ein Cake, eine Tarte oder auch ein Cheesecake mit Kamillenblüten, Birnen und Zitrone.


Die Rezepte selbst sind eindeutig und klar nach ihren Einzelbestandteilen strukturiert. Die Zubereitungen lesen sich schlüssig.

Viele Testrezepte habe ich noch nicht geschafft(nur dieses hier), geschweige denn ein komplettes Dessert. Aber ich werde garantiert noch einiges nachmachen, wenn auch meist nur ein oder zwei Einzelbestanteile der Desserts. Damit entgeht mir wahrscheinlich der perfekte Genuss, aber ich kann zumindest die spannenden Aromenspiele ausprobieren.
Ich muss zugeben, manche Desserts, vor allem diejenigen mit Gemüse reizen mich auf den ersten Blick nicht direkt zum nachmachen, andere dafür umso mehr, so dass ich irgendwann auch die Gelegenheit für ein komplettes Dessert nutzen werde.

Auf meiner Liste stehen noch Kreationen wie die Hafer-Quitte-Kurkuma-Tarte, das Puffreis-Krokant mit Pistazien und Mango oder das Fenchelblüten Mascarpone Millefeuille. Sie sehen alle nicht gar zu aufwendig aus.

Auslassen werde ich dafür aber garntiert die Petit Fours mit Champignons, Haselnussöl und Thymian ;-)

Copyright © by AT-Verlag, Schweiz
Copyright © by AT-Verlag, Schweiz

Julien Duvernay - Desserts
Der Patissier von Tanja Grandits
 
Fazit: Meine absolute Empfehlung, auch wenn es nur zum Anschauen und Stöbern nach Ideen ist.
Alleine schon die kleinen Einzelrezepte sind nicht nur ausgefallen, sondern auch sensationell lecker.