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Orangenmarmeladeneis mit Straciatella - Eis für Erwachsene

... außer ihr habt Kinder, die sich für den leicht bitteren Geschmack von Orangenmarmelade begeistern können.

 
Meine Zwei Beiden verzichten da gerne dankend und geben für die nächste Ladung selbstproduziertes Eis lieber die Geschmacksrichtung Kaugummi in Auftrag. Oder laut der Kleinen "Schlumpf". Allerdings habe ich damit so meine Probleme. Ich weiß nicht, wie ein Schlumpf schmeckt und habe auch noch keinen in freier Wildbahn gesehen (ich weiß aber schon, dass sie das knallblaue gruselige Zeug aus der Eisdiele meint ;-)  ).
 


Nun aber zu diesem Eis. Es ist nach einem Rezept von Nigel Slater aus dem Küchentagebuch.
Er verwendet selbstgekochte Orangenmarmelade und schwärmt von der wunderbar cremigen Konsistenz des fertigen Eises. Die kann ich nur bestätigen, auch wenn ich zugegebenermaßen eine gekaufte Marmelade verwendet habe (aber extra ohne den Zusatz von Glucose-Fructose- oder Invertzuckersirup). Aus dem zum Einkochen zugesetzte Zucker bildet sich nämlich schon selbst dabei Invertzuckersirup (der aber für die Industrie praktischer und billiger ist).
Und genau dieser sich bildende Sirup sorgt dafür, dass sich das Eis auch direkt aus dem Tiefkühlschrank sehr gut portionieren lässt.
 
Wer süß und leicht bitter bzw. herb gerne mag wird dieses Eis lieben. Der Clou sind dabei natürlich die Schokostückchen aus dunkler Schokolade. Dabei bin ich aber von Slaters Anweisungen abgewichen. Wenn ich Schokolade hacke, werden mir die Stückchen zu groß. Ich wollte aber sehr feine, wie in Straciatellaeis. Deshalb habe ich die unten beschriebene Methode verwendet.
Wem das zu umständlich ist, der kann auch gerne auf fertige Schokoraspeln zurückgreifen.

Ich bin nicht ganz so der Bitter-Fan (man konnte und kann mich mit Orangeat und Gesellen sowie Kaffee jagen), aber dieses Eis habe ich trotzdem gerne gegessen.
Versucht es mal, es geht ganz einfach.


 

Orangenmarmeladeeis mit Straciatella


500 gr. Sahne
4 Eigelb
2 EL brauner Zucker
400 g Orangenmarmelade
100 g dunkle Schokolade (bei mir 70% Kakaogehalt, es geht aber auch normale Zartbitterschoko

Die Sahne in einem Topf zum Kochen bringen. Eigelb und Zucker in einem weiteren Topf oder einer hitzebeständigen Schüssel hell schaumig aufschlagen, bis die Farbe deutlich heller wird. Dann langsam die heiße Sahne einrühren.
 
Die Mischung zurück in den Topf geben, dann bei mittlerer Temperatur rühren, bis die Mischung andickt. Wer mag kann die Temperatur prüfen. Die sollte jetzt ungefähr 84°C betragen. Seit ihr noch darunter, bitte weiter erhitzen. Dann vom Herd nehmen.
Ich habe die Marmelade gleich unter die heiße Eiercreme gerührt. So löst sie sich besser auf und die Eiercreme kühlt dabei schon ein gutes Stück ab.
 
Die Masse unter gelegentlichem Rühren vollständig abkühlen lassen; das geht am besten, wenn man den Topf in ein Spülbecken mit kaltem Wasser stellt.
 
Die Masse in die Eismaschine füllen und nach Herstelleranleitung gefrieren lassen.
In der Zwischenzeit habe ich die Schokolade über einem Wasserbad geschmolzen.
Kurz bevor das Eis fertig ist (es sollte schon Softeiskonsistenz haben), die Schokolade in einem dünnen Strahl in die noch rührende Eismaschine fließen lassen.
 
Sobald das Eis fertig ist aus der Maschine entnehmen und ggf. in einem verschließbaren Behälter noch nachgefrieren.

 

Kommentare:

  1. Das ist ein wirklich tolles Eis, das mache ich auch immer wieder gern. Und beim nächsten Mal probiere ich das mit der geschmolzenen Schokolade.
    Einen schönen Sonntag ☺

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    1. Hallo Susanne,
      ich weiß noch, dass du das Eis auch mal auf dem Blog hattest (und dass es sich dort so lecker las, dass ich es auch mal machen wollte, trotz normalerweise der Abneigung gegen Bitteres)_ und Nigel Slater kann man ja eigentlich fast blind vertrauen.

      Liebe Grüße,
      Barbara

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