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Schokotorte mit Zimt-Tonkacreme

Diese Torte kann auch unter dem Motto "Tarnen und Täuschen" laufen. Durch die hellbraune Farbe der Zimt-Tonkacreme dachten alle an eine Latte-Macchiatocreme und wurden durch eine winterlich-würzige, luftige Masse überrascht.


Das Ursprungsrezept für die Füllung stammt von Fabian Sänger aus seinen "Sweet Inspirations: Trends und Innovationen in Konditorei und Patisserie.. ", die ich etwas abgewandelt habe (ich habe nun mal keine Kakaobutter auf Lager...) und dann mit unserem Lieblingsbiskuit von Michel Roux und unserer eifreien, luftig -lockeren Lieblingsschokomousse kombiniert habe.
Obwohl die Tonkabohne wahrscheinlich inzwischen total out ist - ich mag diesen schlecht beschreibbaren aber einzigartigen Geschmack sehr gerne.

 
Geschmacklich hat alles gut harmoniert, Tonkabohne und Schokolade sind ja sowieso ein Traumpaar, aber der Zimt ergänzt das ganze um eine interessante kräftig-würzige Note.



Schokotorte mit Zimt-Tonkacreme

Genueser Biskuit:
4 Eier, Raumtemperatur
125 g Zucker
125 g Mehl
30 g Butter, geschmolzen und wieder auf Raumtemperatur abgekühlt

Creme diplomate mit Zimt und Tonkabohne:
120 g Milch
1 Ei
60 g Zucker
14 g Puddingpulver (Vanille- oder Sahnegeschmack)
4 g gemahlene Tonkabohne
4 g gemahlener Zimt
30 g Butter
200 g Sahne

Schokoladenmousse:
185 g Schokolade mit 60% Kakao
2 g Gelatine (gemahlen)
125 ml Milch
250 g Sahne

Zur Dekoration:
200 g Sahne
Schokoladenblättchen und -raspel


Für den Biskuitboden den Backofen auf 190°C vorheizen. Den Boden einer Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen.
Die Eier zusammen mit dem Zucker in der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät, mit dem Schlagbesen versehen, sehr luftig aufschlagen (ca. 10 Minuten).
Das Mehl darauf sieben und sehr vorsichtig unterheben. Die Zutaten sollen nur gerade so eben eingearbeitet sein. Die Butter dazu gießen und ebenfalls so kurz wie möglich durch Unterheben einarbeiten.
Im Backofen auf der untersten Schiene ca. 25 Minuten backen.
Herausnehmen, den Rand lockern und zum Abkühlen auf ein Kuchengitter stürzen.

Von der Milch 2 EL abnehmen und diese in einer kleinen Schüssel mit dem Puddingpulver glattrühren. Die restliche Milch, das Ei, Zucker sowie Tonkabohne und Zimt in einem kleinen Topf erwärmen, bis es dampft. Das angerührte Puddingpulver zugeben und aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und die Butter unter Rühren darin schmelzen lassen, bis sich wieder eine homogene Masse bildet.
Auf Raumtemperatur abkühlen lassen (in der Zeit kann die Mousse zubereitet werden). Dann die Sahne steif schlagen und unter den Pudding heben.

Dann kommt die Mousse au chocolat.
Dazu wird die Gelatine in wenig kaltem Wasser eingeweicht. Schokolade fein hacken und auf dem Wasserbad schmelzen. In einem Topf die Milch aufkochen lassen und von der Hitzequelle nehmen. Die Gelatine in der Milch auflösen.
Die Milch nacheinander in 3 Portionen zur geschmolzenen Schokolade gen. Dabei jede Portion gründlich mit einem Teigschaber unterrühren, bis sich wieder eine homogene Masse gebildet hat.
Sofort anschließend die Sahne steif schlagen. Vor dem Unterheben der Sahne die Temperatur der Schokomasse prüfen. Sie sollte zwischen 40 und 45°C liegen, darüber schmilzt die Sahne und das Mousse wird nicht luftig, darunter lässt sie sich nur schwer einarbeiten. Sahne vorsichtig unterheben.

Für den Zusammenbau den Biskuitboden horizontal halbieren und einen der so entstandenen beiden Böden auf eine Servierplatte legen.
Mit einem Tortenring, der ca. 1 cm im Durchmesser größer ist als die Böden umstellen.
Die Zimt-Tonkacreme kuppelförmig aufstreichen.Den zweiten Boden einsetzen und mit der Schokoladenmousse bedecken.
Mindestens 4 Stunden kühl stellen.

Zur Dekoration nochmals einen Becher Sahne steif schlagen und den Rand der Torte damit einstreichen. Dekorative Sahnetuffs aufspritzen und die Dekore auflegen. Mit Schokoraspeln bestreuen und servieren.

Kommentare:

  1. Boah, das ist ja eine Prachttorte, liebe Barbara! Fabian Sängers Rezepte sind sowieso klasse. Deine Komposition ist gelungen und jede einzelne Schicht klingt super. Ich mag ja Tonka gern, allerdings nur wenn es nicht zu dominant wird.
    Liebe Grüße und schönes Wochenende
    Maren

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    1. Danke Maren. Und ja, zu dominant darf es nicht sein, sonst schmeckt es irgendwie penetrant...

      Liebe Grüße,
      Barbara

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  2. Ich mag solche Torten, wenn dran steht "Zur Dekoration nochmals einen Becher Sahne steif schlagen ...". :-)

    Tonkabohne geht immer, von Moden was Zutaten angeht halte ich eh nicht viel. Ein Prachtstück!

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    1. Auch dir ein dickes Dankeschön. Von mir aus könnte Tonkabohne immer "modern" sein - aber darauf gebe ich gerade bei Backzutaten auch nicht viel.
      Und das mit dem "einen Becher Sahne steif schlagen" habe ich wohl von meiner Mutter übernommen - früher eben die klassische Deko ohne viel SchnickSchnack (also auch wahrscheinlich überhaupt nicht mehr in ;-) ), aber es passt einfach zu manchen Torten :-)

      Liebe Grüße,
      Barbara

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  3. Boah, während ich deine Torte bestaune, fällt mir auf, dass wir schon viel zu lange keine mehr gemacht haben. Das müssen wir dringend ändern. :-)
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Das ist mir auch schon aufgefallen ... du postest zwar wahnsinnig leckere Rezepte, aber schon ewig gabs keine Torte mehr ;-)

      Liebe Grüße,
      Barbara

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