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Brownie-Cookie-Cups oder manchmal muß man sich nicht entscheiden

Kennt ihr das auch? In kleinen wie in großen Dingen- ihr könnt euch einfach nicht entscheiden. Egal ob es jetzt das Urlaubsziel ist oder schon früher welches der rosa Kleidchen für den Kindi - immer kann man nur eines haben.


Wenn ihr euch auch damit schwer tut, dann habe ich zuerst mal die perfekten Cookies für euch. Denn hier heißt es nicht Brownie oder Cookie - das ist einfach beides.
Innen chewy, außen mit der typisch dünnen aber knusprigen Browniekruste. Und mega-schokoladig.
Ein Löffel lösliches Kaffeepulver gibt auch hier wieder noch einen geschmacklichen Kick, sticht aber nicht heraus.
Einfach perfekt!


Das Rezept ist von Manuela Kjeilen aus ihrem Die Backfee. Zuckersüß: Zarte Cupcakes, Cookies, Kuchen und andere Versuchungen - Buch. Sie macht mit einem Erdnussbutter-Cream-Cheese-Frosting wunderbare Sandwiches daraus (genehmigt aber auch das Einfach-So-Vernaschen).
Aber mein Vorratsschrank nahm mir diese Entscheidung - Füllen oder nicht einfach -  ab. Keine Erdnussbutter da - kein Cookiesandwich.

Aber ein bisschen was hermachen sollte zumindest ein Teil der Cookies dennoch. Ich fällte ganz schnell eine Entscheidung ( ja, sowas gibt es ab und an bei mir auch ...) und füllte einen Teil des Teiges in ofenfeste kleine Förmchen.
Etwas länger gebacken und noch warm als Nachtisch mit Straciatellaeis und etwas Alibi-Obst serviert. LECKER!!!!

Und die fehlende Erdnussbutterfüllung ist ein schöner Grund, sie nochmals zu Backen, dann mit Füllung. Man muss ja schließlich vergleichen.

 

Brownie-Cookie-Cups


250 g dunkle Schokolade (meine hatte 60% Kakaoanteil), grob gehackt
40 g Butter
1/2 TL gemahlene Vanille
150 g Zucker
2 Eier
50 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1 TL lösliches Kaffeepulver (gehäuft)

Backofen auf 180°C vorheizen und, falls nur Cookies gebacken werden sollen, zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.

Butter und 200 g der Schokolade in einem Topf bei kleinster Hitze auf dem Herd schmelzen, dabei immer wieder umrühren. Wenn alles geschmolzen ist, zum Abkühlen kurz beiseite stellen.
Zucker, Vanille und Eier mit dem Handrührgerät hellschaumig aufschlagen.

Die Butter-Schokoladenmischung zur Zucker-Ei-Masse gießen und unterrühren, bis eine homogene Mischung entstanden ist.
Mehl, Backpulver und die restlichen 50 g Schokolade in kleinen Stückchen unterheben.

Für Cookies: Den Teig in Häufchen von ca. einem EL aufs Backblech setzen (ca. 12 pro Blech, sie laufen etwas breit, deshalb Abstand lassen)
Ungefähr 10 Minuten backen, es. strömt dann ein unwiderstehlicher Schokoduft aus dem Backofen.

Auf einem Kuchengitterauskühlen lassen und dann dürfen sie gegessen werden.

Für Cookie-Cups: Jeweils ca. 2 EL Teig in kleine ofenfeste Förmchen füllen. Die Förmchen auf das Gitterblech in den Backofen stellen und 15 bis 18 Minuten backen.
Nur kurz abkühlen lassen (solange, bis man sich beim Naschen nicht mehr den Mund verbrennt...).
Jeweils eine Kugel Eis darauf, vielleicht noch ein paar Vitamine dazu und fertig ist ein Nachtisch der auch was hermacht.

Cosmea und Colette (Schokokuchen)

Schon lange wollte ich unbedingt mal Cosmeablüten aus Blütenpaste herstellen, hatte aber nie den richtigen Anstoß dazu. Als ich dann für jemand anderen anfing, Rosen zu machen, konnte ich mich dann nicht mehr bremsen und versuchte mich daran. Allerdings brauchte es drei Anläufe, bis ich dann halbwegs damit zufrieden war.
Nur um dann nicht zu wissen, was ich mit den Blüten anstellen sollte. Um sie nur einstauben zu lassen fand ich sie zu schade und wenn sie schon ewig rumliegen, mag ich sie auch nicht mehr den Mädels überlassen, um sie zu vernichten.


Deshalb landeten sie schon nach einem Tag ganz schnell auf einem farblich passenden Kuchen (bin ich den blöd - mache einen Kuchen passend zur Deko????).
Und als ich diesen Post hier so tippte, fiel mir auch noch auf, dass sogar die Namen zueinander passen ;-)

Aber ich muss zugeben, den Kuchen hätte ich auch sowieso gemacht. So langsam ist die Backunlust überwunden und ich mache mich daran, meine Nachbackliste abzuarbeiten. Wie weit ich komme, weiß ich nicht, denn dieser Kuchen war so lecker schokoladig, saftig und dabei auch noch locker, dass er am gleichen Tag schon wieder fast komplett weg war und ausdrücklich nochmal nachbestellt wurde. (Ok es war nur eine kleine Form mit ca. 20 cm Durchmesser, aber trotzdem ...)

 
Aber was will man von einem Rezept von Pierre Herme auch anderes erwarten - er kann eben auch einfache Kuchen in lecker, nicht nur aufwendige Kompositionen. Das Rezept stammt übrigens aus seinem "Larousse - Schokolade"-Buch und ist dort nur eines von vielen möglichen Schokokuchen.

Aber der Löffel löslicher Kaffee im Teig wirkt sich eindeutig sehr positiv auf den Geschmack aus - irgendwie (und das ich als Nicht-Kaffeetrinker) macht er die Schokolade intensiver und das Aroma abgerundeter.


Schokokuchen Colette

Teig:
125 g Zucker
3 Eier
125 g weiche Butter
150 g Schokolade mit 70% Kakaogehalt
60 ml Milch
125 g Mehl
1 TL löslicher Kaffee
1 Prise Salz
 
Guss:
ca. 100 g Vollmilchkuvertüre
Backofen auf 180 °C vorheizen.
Eine Springform mit 20 bis 22 cm Durchmesser ausfetten.
 
Die Eier trennen.
Eigelbe und Zucker hellschaumig schlagen. Die Butter in kleinen Stückchen zugeben und unterschlagen.
 
Schokolade in einen kleinen Topf geben und auf niedrigster Temperatur auf dem Herd schmelzen lassen Dabei gut beobachten und immer wieder umrühren, damit die Schoko nicht anbrennt (aber so kann man sich ein Wasserbad ersparen). Die Milch und den Kaffee zur geschmolzenen Schokolade geben und rühren, bis eine homogene Mischung entstanden ist.
 
Die Schoko-Milchmischung zur Eimasse geben und gut verrühren.
 
Die Eiweiße in einer sauberen, fettfreien Schüssel steif schlagen.
Mehl und Salz mischen und unter den Schokoladenteig mischen.
Zum Schluss zuerst ca. 1/3 des Eiklars grob unter den Teig rühren, dann den Rest vorsichtig unterheben.
 
In die Backform füllen und ca. 40 Minuten backen (Garprobe nicht vergessen).
 
Zum Abkühlen mit der Form zuerst 10 Minuten auf ein Gitter stellen, dann vorsichtig aus der Form lösen und komplett abkühlen lassen.
 
Die Kuvertüre für den Guss schmelzen und mit einem glatten Messer oder einer Palette auf der Oberfläche verteilen.
 
 
Nach Wunsch noch dekorieren.